Kinder-Uni-ABC

Die Universität Trier nennt man auch eine Campus-Universität. Campus-Universität bedeutet, dass fast alle Gebäude der Universität sich sehr nahe beieinander befinden, so dass die Professor/-innen und Mitarbeiter/-innen der verschiedenen Fächer und Fachbereiche auch gemeinsam forschen und lehren können und die Studierenden, selbst wenn sie mehrere Fächer studieren, es nicht weit haben zu ihren Veranstaltungen.

An anderen Universitäten kann es sein, dass die einzelnen Fächer sich in Gebäuden in verschiedenen Stadtteilen befinden und die Studierenden dann immer von einem Stadtteil zum anderen fahren oder laufen müssen, wenn sie zu ihren Veranstaltungen wollen. Solche Universitäten sind keine Campus-Universitäten.

Trotz der relativen räumlichen Nähe der Gebäude unterscheidet die Universität Trier zwischen Campus I und Campus II. Auf dem Campus I befinden sich alle Fächer mit Ausnahme der geographischen Fächer, der Informatik und der Wirtschaftsinformatik. Diese sind auf dem Campus II zu finden, der in der Nähe von Campus I liegt, aber man braucht schon fast 15 Minuten zu Fuß.

Wo eure Kinder-Uni-Veranstaltung stattfindet, findet ihr übrigens in der Detailansicht eurer Veranstaltungen (sobald Anmeldungen möglich sind) und im Vorlesungsverzeichnis der Kinder-Uni jeweils bei der einzelnen Veranstaltung. Lagepläne zur Orientierung findet ihr hier.

Eine Doktor ist ein Arzt, oder? Nein, nicht immer. Es gibt auch Doktor/-innen in Fächern wie Philosophie, Mathematik, Ingenieurwissenschaften oder Französisch. Aber auch in jedem anderen Fach kann man nach Abschluss seines grundständigen Studiums noch "seinen Doktor" machen. Man muss dafür erst einmal Doktorand/-in werden und forschen und weiter lernen, eine Doktorarbeit schreiben und Prüfungen ablegen. Wenn ein Doktor oder eine Doktorin fleißig weiter forscht, kann er oder sie später auch Professor/-in werden.

An der Universität kann man ungefähr vierzig Fächer studieren, darunter viele, die ihr nicht als Schulfächer kennt wie Archäologie oder Betriebswirtschaftslehre.

Die Fächer der Universität Trier sind in sechs Fachbereichen zusammengefasst. Meist haben die Fächer eines Fachbereiches einen Zusammenhang wie z.B. im Fachbereich II, in dem alle Sprach-Fächer wie Deutsch, Englisch, Japanisch usw. und alle Fächer, die sich mit Anwendungsbereichen von Sprache befassen (wie Phonetik, Computerlinguistik oder Medienwissenschaften), zusammengefasst sind.

Der Unterschied zwischen Professor/-in und Gastprofessor/-in liegt darin, dass Professor/-innen immer an ihrer Heimatuniversität unterrichten (außer sie fahren selbst als Gastprofessor/-innen an andere Universitäten), während Gastprofessor/-innen nur zu Besuch da sind und extra von ihrer eigenen Universität her angereist kommen, um eine besondere Veranstaltung anzubieten.

Studierende an einer Uni schreiben keine Klassenarbeiten, sondern Klausuren oder Hausarbeiten. Für eine Hausarbeit lesen sie erst viel zu dem Thema, über das sie schreiben wollen, bevor sie selbst einen seeeehr langen Text verfassen. Es ist wichtig, dass die Studierenden dabei immer sagen, wer das was sie schreiben, als erstes gesagt hat.

Das Kinder-Uni-Team würde sich freuen, wenn ihr uns in einer Hausarbeit (also einem kleinen Aufsatz) erzählen würdet, was ihr in eurer Kinder-Uni-Veranstaltung gelernt und erforscht habt. Vielleicht möchtet ihr auch eine Zeichnung oder ein Bild dazu anfertigen. Habt ihr Lust dazu? Dann sendet eure Arbeiten an:

Kinder-Uni Trier
Zentrale Studienberatung
54286 Universität Trier

oder schickt sie per  Mail an kinderuniuni-trierde.

Eure Hausarbeiten (bitte vergesst nicht, uns den Namen der Veranstaltung, euren Namen und euer Alter mitzuteilen) werden wir im Internet bei der jeweiligen Veranstaltung mit den Fotos und dem Bericht der Kinder-Uni-Tutoren veröffentlichen.

Und ein besonderes Kinder-Uni-Zertifikat stellen wir euch für eure Arbeit auch aus.

Wer an der Universität studieren möchte, muss sich bewerben. Das heißt, er oder sie füllt Formulare aus, muss angeben, welche Abiturnoten er/sie hat und was und warum er welches Fach oder welche Fächer an der Universität studieren möchte.

Ob man einen Studienplatz dann auch bekommt, hängt häufig von der Abiturdurchschnittsnote, dem so genannten Numerus Clausus (NC), ab. Wer besonders gute Noten hat, hat die größten Chancen sein Wunschfach studieren zu dürfen und dafür einen Studienplatz zu erhalten.

Wenn die Universität den zukünftigen Studierenden schreibt, dass sie einen Studienplatz erhalten können, müssen weitere Formulare ausgefüllt werden und bestimmte Papiere eingereicht werden. Diesen Vorgang nennt man Immatrikulation oder Einschreibung.

Ihr Kinder-Uni-Studierenden müsst euch auch bewerben, indem ihr im Internet ein Formular ausfüllt oder indem ihr beim Kinder-Uni-Telefon anruft, damit die Kinder-Uni-Mitarbeiter/-innen für euch das Formular im Internet ausfüllen.

Eure Immatrikulation oder Einschreibung ist erfolgt, wenn ihr per Mail eine Zusage vom Kinder-Uni-Team für eure Wunsch-Veranstaltung bekommt.

So wie ihr Klassenarbeiten in der Schule schreibt, schreiben die Studierenden auch schriftliche Prüfungen, die sich Klausuren nennen. Die Klausuren sind oft sehr lang und können z.B. einen ganzen Vormittag dauern. Meist werden Klausuren am Ende eines Semesters geschrieben, also im Februar oder im Juli. Neben den Klausuren kann man auch gute Noten bekommen für Referate und für Hausarbeiten. In der Kinder-Uni schreiben wir keine Klausuren. Manchmal haben die Dozenten aber Fragebögen oder etwas Ähnliches dabei, damit ihr selbst prüfen könnt, ob ihr alles verstanden habt.

Am Schluss eines Theaterstücks klatschen die Leute, wenn es ihnen gefallen hat. An der Universität wird nicht geklatscht, es wird geklopft, nämlich mit dem Knöchel auf den Tisch. Die Studierenden drücken so ihren Dank und ihre Anerkennung gegenüber den Dozent/-innen aus.

Was in der Schule die Klassenkameraden sind, sind in der Universität die Kommilitonen, das heißt die, die ebenfalls studieren - so wie ihr.

"Mensa" bedeutet in lateinischer Sprache "Tisch". An der Universität würde man es wohl eher mit "Mittagstisch" übersetzen, denn die Mensa ist das Gebäude, in dem die Studierenden und die Dozent/-innen zu Mittag essen. Die Mensa befindet sich auf dem Campus, so dass die Studierenden und die Professor/-innen es nach dem Essen nicht weit haben zu ihren Veranstaltungen oder zur Universitätsbibliothek.

Auch Kinder-Uni-Studierende dürfen in der Mensa essen. Wer in der Mensa essen möchte, sollte hier schauen, was es zu essen gibt (die Mensen haben montags bis freitags zwischen 11.45 und 13.45 Uhr geöffnet).

Wenn die Mensa geschlossen haben sollte, könnt ihr noch schauen, ob die Cafeterien im A/B-Gebäude oder im C-Gebäude geöffnet sind.

Sonst solltet ihr euch ein Vesperpaket mit an die Universität nehmen. Forschen macht hungrig, wie schon viele Kinder-Uni-Studierende festgestellt haben. Da ist es besser, ihr habt vorgesorgt und euch etwas zu essen und zu trinken mitgebracht.

Die Lehrenden an der Universität heißen  meist Professor/-in oder Doktor/-in oder allgemeiner: Dozent/-in. Sie veranstalten an der Universität die Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika, Exkursionen usw. Die Dozent/-innen sorgen so dafür, dass die Studierenden viel lernen und gut ausgebildet sind, wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben. Professor/-innen forschen zudem - meist auch mit der Hilfe von Assistent/-innen und Studierenden - zu verschiedenen Themen in ihren Fächern und müssten sich daher in ihren Fachgebieten besonders gut auskennen. Ihre Forschungsergebnisse müssen Professor/-innen regelmäßig veröffentlichen, z.B. in wissenschaftlichen Zeitschriften. Weil sie sich in ihren Fachgebieten so gut auskennen, werden sie auch oft um Rat gefragt, z.B. von Firmen oder von Politiker/-innen.

In der Universität wird nicht in Schulhalbjahren gerechnet, sondern in Semestern.

Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober und das Sommersemester am 1. April. Jedes Semester dauert sechs Monate.
Zweimal im Jahr gibt es die vorlesungsfreie Zeit, das heißt, es finden keine Veranstaltungen für die Studierenden statt. Diese vorlesungsfreie Zeit dauert zwei oder drei Monate. Aber Vorsicht, mit Schulferien kann man das nicht vergleichen.

Die Studierenden müssen in dieser Zeit oft Praktika in Betrieben oder Schulen machen, Experimente durchführen oder mehrseitige Hausarbeiten (etwas Ähnliches wie Aufsätze) schreiben. Um sich auf Arbeiten und Prüfungen vorzubereiten, lesen sie auch in dieser Zeit viele dicke und dünne Bücher aus der Universitätsbibliothek. Ferien sind die Semesterferien also eigentlich nicht.

Unsere Kinder-Uni findet nur im Sommersemester statt, also in der Zeit von April bis August.

Während in den Vorlesungen nur zugehört wird, können die Studierenden in Seminaren über Themen diskutieren. Die Dozent/-innen können auf Fragen eingehen und Einzelheiten besprechen. Die Studierenden lernen in Seminaren auch, selber Vorträge zu halten, die man Referate nennt. Das Referat müssen Studierende später oft schriftlich ausarbeiten und dem Dozenten geben, um eine (möglichst gute) Note zu bekommen. Diese schriftliche Ausarbeitung nennt man Hausarbeit.

In Kinder-Uni-Seminaren oder Workshops forscht ihr mit den Dozent/-innen zusammen z.B. darüber, wie Vögel beringt werden und warum. Ein Referat müsst ihr nicht halten, aber das Kinder-Uni-Team würde sich freuen, wenn ihr uns in einer Hausarbeit (also einem kleinen Aufsatz) erzählen würdet, was ihr in eurer Kinder-Uni-Veranstaltung gelernt und erforscht habt. Vielleicht möchtet ihr auch eine Zeichnung oder ein Bild dazu anfertigen. Habt ihr Lust dazu? Dann sendet eure Arbeiten an:

Kinder-Uni Trier
Zentrale Studienberatung
54286 Universität Trier
oder schickt sie per  Mail an kinderuni@uni-trier.de.

Eure Hausarbeiten (bitte vergesst nicht, uns den Namen der Veranstaltung, euren Namen und euer Alter mitzuteilen) werden wir im Internet bei der jeweiligen Veranstaltung mit den Fotos und dem Bericht der Kinder-Uni-Tutoren veröffentlichen.

Für erwachsene Studierende endet das erfolgreiche Studium mit einem Studienabschluss.

Es gibt verschiedene Studienabschlüsse, für die man unterschiedlich lange studieren muss. Welchen man wählt, hängt stark von den eigenen Berufswünschen ab. Will jemand zum Beispiel Arzt werden, muss er auf jeden Fall den Doktor-Abschluss in Medizin machen. Wer dagegen Firmenchef werden will, der wählt als Abschluss z.B. ein Diplom oder einen Master in Wirtschaftswissenschaften.

Die Kinder-Uni vermittelt keinen Studienabschluss, aber jedes Semester könnt ihr in eurem Kinder-Uni-Ausweis durch unsere Aufkleber nachweisen, in welchen Veranstaltungen der Kinder-Uni ihr wart. Der Kinder-Uni-Ausweis wird euch in eurer ersten Veranstaltung im Semester ausgehändigt und die Kinder-Uni-Tutor/-innen haben in jeder Veranstaltung Aufkleber dabei und teilen sie an euch aus.

Alle Studierenden, die sich immatrikuliert, also eingeschrieben haben, bekommen vom Studentensekretariat der Universität Trier einen Studierendenausweis, ähnlich wie ihr von der Schule einen Schülerausweis bekommt. In Trier heißt dieser Ausweis auch TUNIKA, was für Trier-UNI-KArte steht.

Wie der Schülerausweis auch, hat der Studierendenausweis Vorteile. Man bekommt in manchen Geschäften, im Kino oder Schwimmbad günstigere Preise und der Studierendenausweis berechtigt sogar dazu, in allen Bussen und Bahnen in Trier und Umgebung kostenlos zu fahren. Außerdem müssen die Studierenden den Studierendenausweis vorzeigen, wenn sie in der Mensa essen möchten, weil sie dann weniger bezahlen müssen als Mitarbeiter/-innen der Universität oder auswärtige Gäste.

Der Kinder-Uni-Ausweis erlaubt leider nicht Bus und Bahn zu fahren, ohne zu bezahlen. Man bekommt auch keine Vergünstigungen bei Geschäften, im Kino oder Schwimmbad. Aber ihr könnt mit eurem Kinder-Uni-Ausweis und den Aufklebern für die einzelnen Veranstaltungen nachweisen, dass ihr fleißig studiert habt. Und wer uns eine Hausarbeit schreibt, bekommt sogar ein Kinder-Uni-Zertifikat ausgestellt.

In Vorlesungen halten die Professorinnen und Professoren einen Vortrag über ein bestimmtes Thema und die Studierenden hören zu und machen sich Notizen. Eine Vorlesung dauert meistens 45-90 Minuten. Sie beginnt aber - anders als in der Schule - meist nicht zur vollen Stunde, sondern fast immer erst um Viertel nach. Das nennt man dann "akademische Viertelstunde" oder "c. t." als Abkürzung für das lateinische "cum tempore", was "mit Zeit" bedeutet. Das Viertel kommt wohl daher, dass die Studierenden früher weite Wege zwischen den Vorlesungen zurücklegen mussten. Die Viertelstunde wurde ihnen eingeräumt, um doch noch rechtzeitig zur Veranstaltung kommen zu können.

Auch in der Kinder-Uni gibt es Vorlesungen oder Vorträge. Aber anders als in der Uni für die erwachsenen Studierenden sind das keine Veranstaltungen, in denen ihr nur still zuhören sollt. Die Kinder-Uni-Dozent/-innen freuen sich, wenn ihr Fragen stellt oder mit ihnen diskutiert, ob das, was sie euch vortragen, auch wirklich so richtig sein kann. Ob die Kinder-Uni c.t. oder zur vollen Stunde anfängt, schaut ihr am besten im Vorlesungsverzeichnis oder im Internet nach. In der Regel fängt die Kinder-Uni aber zur vollen Stunde an, ohne akademisches Viertel.

Das Vorlesungsverzeichnis ist ein dicker Katalog, in dem alle angebotenen Veranstaltungen der Universität für alle Fächer aufgelistet sind und aus dem sich die Studierenden ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Das Vorlesungsverzeichnis erscheint zu Beginn eines jeden Semesters.

Das Vorlesungsverzeichnis der Kinder-Uni erscheint Anfang März. Wer ein Exemplar bestellen möchte, schreibt an kinderuniuni-trierde oder ruft beim Kinder-Uni-Telefon (0651 201 3587) an. Vergesst nicht euren Namen und eure Adresse anzugeben!

Ihr findet ab Anfang März das Vorlesungsverzeichnis der Kinder-Uni auf der Kinder-Uni-Homepage auch als PDF zum Herunterladen.