Berufsfelder und -perspektiven

Die möglichen Berufsfelder bilden vor allem alle Bereiche der sprachlichen/textuellen Informationsübermittlung und –dokumentation und Kommunikation. Die Erfahrung zeigt, dass laufender Bedarf in der Software- und Kommunikationsbranche in der Großindustrie, aber auch in kleinen und mittelgroßen Unternehmen besteht. Daneben ist ein zunehmender Bedarf in den Branchen zu verzeichnen, in denen ein wachsender Technisierungsgrad zu beobachten ist: Verlage, Medienindustrie etc. Außerdem sind auch in nicht primär sprachtechnologischen Bereichen Berufschancen für Absolventen dokumentiert, da die erworbenen Qualifikationen auf Tätigkeiten in der Software-Entwicklung anderer Branchen (Banken, Gesundheitswesen u.v.m.) übertragbar sind.

Studierende der Studiengänge Computerlinguistik erwerben während ihres Studiums Schlüsselqualifikationen, die heute fast überall im Arbeitsleben gefordert werden. Dazu gehören neben der Kompetenz im Umgang mit neuen Medien vor allem die Fähigkeit zum Strukturieren von Problembereichen, zum selbständigen Erarbeiten von Problemlösungen und zum fächerübergreifenden Arbeiten im Team.

Ausgebildete Computerlinguistinnen und Computerlinguisten sind in vielen verschiedenen Bereichen tätig. Besonders typisch ist eine Tätigkeit in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen meist großer Firmen, die auf dem Gebiet der Sprachtechnologie und der Kommunikationstechnik tätig sind. Weitere mögliche Beschäftigungsfelder sind die universitäre Forschung und Lehre sowie Projekte der Europäischen Union. Insbesondere der Bereich der Multimedia- und Internet-Anwendungen erschließt auch zunehmend kleinere Software-Firmen und Verlage als potentielle Arbeitgeber.

Durch ihre vielseitig einsetzbare Grundqualifikation sind Computerlinguistinnen und -linguisten in der Regel so flexibel, daß sie nach Abschluß ihres Studiums auch Tätigkeiten in nicht primär sprachtechnologisch ausgerichteten Arbeitsbereichen ausüben können. Bei Interesse bestehen häufig auch gute Chancen für eine Berufstätigkeit im Ausland.

Trierer Absolventinnen und Absolventen sind inzwischen in ganz unterschiedlichen Einrichtungen tätig, z.B. in universitären Forschungsgruppen (Berlin, Bielefeld, Birmingham, Bonn, Braunschweig, Bremen, Erlangen, Düsseldorf, Duisburg, Hagen, Hamburg, Magdeburg, Osnabrück, MPI Nijmegen, Saarbrücken, Tübingen, Ulm) und bei Firmen des In- und Auslands, wie British Telecom (GB), Boehringer (Mannheim), Cornelsen (Berlin), Mouton de Gruyter (New York/Berlin),  Daimler (Ulm), Deutsche Bank (Frankfurt), Microsoft (Seattle, USA), Oracle (München), SAP (Walldorf) und SHARP (GB).

 

Für Absolventinnen und Absolventen des Digital Humanities-Studiums bieten sich ebenfalls sehr breit gefächerte Möglichkeiten der beruflichen Tätigkeit. In den letzten Jahren wird in Stellenausschreibungen zunehmend nach Graduierten mit Kenntnissen und Erfahrunngen sowohl in der Informationstechnologie, als auch in den Geisteswissenschaften gesucht.

Mögliche Berufsfelder sind u.a.: die universitäre und außeruniversitäre Forschung und Lehre, die Beschäftigung in Archiven, Museen, Bibliotheken, der Verlagsindustrie, IT-Dienstleistern oder auch im weiteren kulturellen und kulturwissenschaftlichen Bereich, etwa in der Tourismusbranche.

Aktuelle Informationen zu Stellenausschreibungen und geforderten Qualifikationen finden sie u.a. in Portal des Fachverbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum sowie im DHd-Blog.