Studienstruktur BEd und schulartspezifische Schwerpunkte an der Universität Trier

Die Universität Trier bietet Lehramtsstudiengänge für die Schularten Gymnasium (KMK: Lehramtstyp 4) und Realschule Plus (KMK: Lehramtstyp 3) in einer Vielfalt aus möglichen Fächerkombinationen (s.u.) an: für das Lehramt an Gymnasien kann der Studiengang aus 16 Fächern und für das Lehramt an Realschulen Plus aus 11 Fächern kombiniert werden. Hinzu kommen jeweils die Bildungswissenschaften und vier Schulpraktika, sowie je nach Fachwahl (moderne Fremdsprachen, vgl. LVO, §5 (14) ) ein verpflichtender Auslandsaufenthalt.
Wenn Sie ein Lehramtsstudium an der Universität Trier beginnen, erfolgt die Einschreibung in den Studiengang „Bachelor of Education“ (BA Lehramt). Dieses Bachelorstudium ist in Rheinland-Pfalz in den ersten vier Semestern schulartübergreifend.

Wahl des Schulartspezifischen Schwerpunktes

I.d.R. legen Sie erst zum 5. Semester Ihr Ziel-Lehramt fest, wählen den sog. schulartspezifischen Schwerpunkt, fest (LVO, §5, Abs.3). Das heißt, dass Sie an der Universität Trier ab dem fünften Semester nur mit dem Studienziel Lehramt an Gymnasien oder Lehramt an Realschulen Plus weiterstudieren können.
Beabsichtigen Sie, ab dem 5. Semester und im Masterstudium ein anderes Lehramt als Realschule Plus oder Gymnasium anzustreben, müssen Sie spätestens dann die Universität wechseln.

Wechsel zum Lehramt Grundschule

Wir weisen darauf hin, dass ein Wechsel zum 5. Semester mit der Zielschulart Grundschule an die Universität Koblenz-Landau schwierig ist, da dort ein NC auf dem Fach Grundschulbildung besteht und die Nachfrage nach Studienplätzen größer ist als das dortige Angebot. Daher raten wir Studierenden mit der Zielart Grundschule von einem Studienbeginn an der Universität Trier ab und empfehlen einen Studienbeginn an einer Hochschule in Deutschland, die das Grundschullehramt als vollständigen Studiengang anbietet.

Struktur des Bachelor of Education (BEd)

Master of Education: Lehrämter Gymnasium und Realschule Plus

Die Studienstrukturen der beiden Master of Education-Studiengänge unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, da auf verschiedene Schularten ausgebildet wird, sondern auch bzgl. der Struktur: 

Der MEd-GYM dauert vier Semester und man erwirbt 120 LP. Die Masterarbeit darf hier nur in einem der beiden Fächer geschrieben werden.

Der MEd-RS+ dauert drei Semester und man erwirbt 90 LP. Die für einen international anerkannten Master erforderlichen 300 LP insgesamt werden durch weitere sechs Monate im Vorbereitungsdienst erworben. Die Masterarbeit darf im MEd-RS+ sowohl in einem der beiden Fächer als auch in den Bildungswissenschaften geschrieben werden.

Die möglichen Fächerkombinationen für die Lehramtsstudiengänge können Sie den Schaubildern entnehmen (zur Vergrößerung auf die Bilder klicken).

Der Vollständigkeit halber zeigen wir hier auch mögliche Fächerkombinationen für die Grundschule und Förderschule an, raten jedoch von einem Studienbeginn an der Universität Trier ab, wenn eine der beiden Ihre Ziel-Schulart ist (Näheres siehe hier).

Studienangebot Lehramt an der Universität Trier

Lehramtsstudierende (Bachelor/Master of Education; BEd/MEd) können ihre beiden Fachwissenschaften aus folgendem Fächerspektrum wählen (wenn Sie die jeweiligen Fächer anklicken, erhalten Sie einen Überblick der Studienmodule).

Die Curricularen Standards Rheinland-Pfalz legen landesweit die Inhalte und Qualifikationsziele der einzelnen Module je Studienfach fest.

Als drittes Fach kommen die Bildungswissenschaften hinzu.

Latinum und/oder Graecum?!

Volumina der einzelnen Studienanteile in Leistungspunkten

Informationen zu den BEd-/MEd-Studiengängen

Hochschulübergreifende Informationen zur Lehramtsausbildung bzw. zur Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz finden Sie unter www.schuldienst.rlp.de

Weitere Informationen:

    1. Weitere Informationen zu den Studiengängen bei den Fachstudienberatungen.
    2. Weitere Informationen zu den Prüfungen und Noten beim Hochschulprüfungsamt.
    3. Informationen zu Studien- und Prüfungsfragen gibt es darüber hinaus bei der Zentralen Studienberatung.
    4. Bei Fragen zum Studium hilft auch die Fachschaft Lehramt aus studentischer Perspektive gerne weiter.

    Gewichtung der Bachelor- und der Masternote bei der Bildung der Gesamtnote - 19.07.2012

    Lehramtsstudierende, die sich in Rheinland-Pfalz für den Vorbereitungsdienst bewerben möchten, beachten bitte folgende Regelung:

    Mit der Veröffentlichung der "Allgemeinen Zulassungsgrundsätze" der "Lehramtsanwärter-Zulassungsverordnung" am 01.07.2012 steht die Gewichtung von Bachelor- und Masternoten bei der Bildung der Gesamtnote zur Bewerbung für den Vorbereitungsdienst in Rheinland-Pfalz nunmehr fest: Bachelor- und Masternote werden zu je 50% gewichtet.

    "§ 5 Auswahl nach der Qualifikation

    (1) Bei der Auswahl nach der Qualifikation ist der Notendurchschnitt maßgebend, der nach der für das Land Rheinland-Pfalz jeweils geltenden Ordnung bei

    1. der ersten Staatsprüfung (Lehramtsprüfung),

    2. einer Hochschulprüfung oder

    3. einer ersten Staatsprüfung, die keine Lehramtsprüfung ist,

    der Ermittlung des Gesamtergebnisses zugrunde gelegt wird.

    (2) Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit einer Bescheinigung über die Anerkennung lehramtsbe-zogener Hochschulprüfungen als Erste Staatsprüfung wird das Gesamtergebnis für die Auswahl nach der Qualifikation als arithmetisches Mittel aus der Gesamtnote der Bachelorprüfung und der Gesamtnote der Prüfungsleistungen des Masterstudiums (Hochschulteil) ermittelt; eine zweite Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt.

    (3) Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit einem lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterprüfungs-abschluss aus einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland wird das Gesamtergebnis für die Auswahl nach der Qualifikation als arithmetisches Mittel aus der Gesamtnote der Bachelorprüfung und der Gesamtnote der Masterprüfung ermittelt; eine zweite Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt.

    (4) Bei gleichem Notendurchschnitt entscheidet das Los.

    (5) Zulassungen erfolgen in der Rangfolge der Notendurchschnitte so lange, bis in dem betreffenden Fach die Fachhöchstzahl erreicht ist."

    Bitte beachten Sie, dass dies für eine Bewerbung in Rheinland-Pfalz gilt! Andere Bundesländer haben u. U. andere Regelungen.