Unterhaltsvorschuss

Ein Kind, das von dem Elternteil, bei dem es nicht lebt, keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt bekommt, kann Unterhaltsvorschuss erhalten, wenn es

  • in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und
  • hier bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt und
  • von dem anderen Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe des gesetzlichen Mindestunterhalts erhält und
  • das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. 

Die Zahlung endet spätestens, wenn das Kind 18 Jahre alt wird.

Die Leistung nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) muss schriftlich bei dem für Sie zuständigen Jugendamt beantragt werden. Das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt eine Online-Suche für Jugendämter zur Beantragung des Unterhaltsvorschusses zur Verfügung:
www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Familie-regional/Unterhaltsvorschuss/unterhaltsvorschuss.html

Soweit der notwendige Lebensunterhalt des Kindes durch den Unterhaltsvorschuss nicht vollständig gedeckt wird, kommen ergänzend Sozialgeld oder Sozialhilfe, Kinderzuschlag und Wohngeld in Betracht. 

Wer hilft Ihrem Kind bei weitergehenden Unterhaltsansprüchen?

Wenn Sie weitergehende Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil geltend machen wollen, können Sie vom zuständigen Jugendamt  Beratung und Unterstützung erhalten. Wenn Ihnen die alleinige elterliche Sorge für das Kind zusteht, können Sie durch einen schriftlichen Antrag beim Jugendamt die Beistandschaft des Jugendamtes herbeiführen. Das Jugendamt übernimmt dann für das Kind die Geltendmachung und Durchsetzung der Unterhaltsansprüche.