Neuerscheinungen (Stand 22.2.2017)

Die Rechnungsbücher der Stadt Luxemburg. Hrsg. von Claudine Moulin und Michel Pauly. Unter Mitarbeit von Danielle Kass, Nikolaus Ruge, Stephan Lauer und Martin Uhrmacher. Luxemburg 2016 (CLUDEM 42).

Im Rahmen der von Claudine Moulin und Michel Pauly herausgebenen Edition der Rechnungsbücher der Stadt Luxemburg ist soeben der 9. Band erschienen. Er behandelt die Jahrgänge 1480-1483, eine Phase der Luxemburger Stadtgeschichte, die durch den Krieg zwischen Frankreich und Burgund geprägt ist.

Rolf Bergmann/Claudine Moulin/Nikolaus Ruge: Alt- und Mittelhochdeutsch. Arbeitsbuch zur Grammatik der älteren deutschen Sprachstufen und zur deutschen Sprachgeschichte. Unter Mitarbeit von Natalia Filatkina/Falko Klaes/Andrea Rapp. 9., korrigierte Aufl. Göttingen 2016 (UTB 3534).

Die Neuauflage des seit über 40 Jahren bewährten Arbeitsbuchs zur Grammatik der älteren deutschen Sprachstufen liegt nunmehr in einer gegenüber der grundlegenden Neubearbeitung von 2011 aktualisierten und korrigierten Fassung vor.

Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band II. 17. und 18. Jahrhundert. 2. Auflage bearbeitet von Claudine Moulin unter Mitarbeit von Dominic Harion, Berlin - Boston 2013.

Ein Standardwerk zur Deutschen Sprachgeschichte in neuer, aktualisierterund ergänzter Auflage. Der zweite, noch zusammen mit dem Verfasser überarbeitete Band setzt den Schwerpunkt auf das Deutsche in der Zeit des Absolutismus und der bildungsbürgerlichen Sprachkultivierung (17. und 18. Jahrhundert). In seiner einzigartigen Verschränkung von Sprachgeschichte, Kultur- und Sozialgeschichte richtet sich dieses Studienbuch an Forscher und Studierende verschiedenster Disziplinen.

Martin Przybilski/Nikolaus Ruge (Hrsg.): Fiktionalität im Artusroman des 13.-15. Jahrhunderts. Romanistische und germanistische Perspektiven. Unter Mitarbeit von Hanna Häger und Leonie Butz. Wiesbaden 2013 (Trierer Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften 9).

Der Fokus dieses Bandes, dessen Beiträge zum größten Teil auf eine interdisziplinäre Tagung am HKFZ Trier im September 2011 zurückgehen, liegt auf französischen und deutschen Artusromanen des 13. bis 15. Jahrhunderts. Die Forschungsdebatte um den Gehalt und spezifischen Charakter von Fiktionalitätsentwürfen im arthurischen Roman ist bekanntermaßen nicht neu. Sie wurde entscheidend von dem Postulat geprägt, dass fiktionale literarische Weltentwürfe in der vormodernen volkssprachlichen Dichtung stets nur innerhalb eines kausal an die außerliterarische, wahrnehmbare und göttlich legitimierte Realität rückgebundenen Vorstellungs- und Wertesystems denkbar seien. Fiktionalität erscheint dementsprechend als vermittelte Größe, sozusagen als Wissensraum zweiter Ordnung. Im Gegensatz dazu werden in den hier versammelten Aufsätzen die Möglichkeiten fiktionaler Weltentwürfe jenseits von faktitiver Stringenz, Kohärenz oder Kontingenz ausgelotet, die insbesondere im jüngeren Artusroman sichtbar werden. Fiktionale Narration wird dabei als Mittel verstanden, Handlungsräume zu eröffnen, die jenseits einer auf außerliterarisches Weltwissen bezogenen Erzähllogik liegen. Damit bereichert der Band eine innerhalb der mediävistischen Philologien bereits seit längerem intensiv und immer wieder neu geführte Debatte um bisher gar nicht oder zumindest doch marginal behandelte Phänomene der Narration innerhalb einer zentralen Gattung der vernakulären Literaturen des europäischen Mittelalters.

Natalia Filatkina/Ane Kleine-Engel/Marcel Dräger/Harald Burger (Hrsg.): Aspekte der historischen Phraseologie und Phraseographie. Heidelberg 2012 (Germanistische Bibliothek 46).

Trotz einer gegenwärtig sehr vielfältigen Phraseologieforschung gibt es noch ein erhebliches Desiderat hinsichtlich der historischen Phraseologie. Der vorliegende Band ist ein Ergebnis des internationalen Austauschs und zeigt die Grenzen der gegenwartssprachlich erprobten Methoden, Analyseverfahren und Begrifflichkeiten bei der Arbeit mit historischer Phraseologie und Phraseographie auf. Die Beiträge widmen sich den anstehenden Herausforderungen, bereits existierenden Lösungsvorschlägen und neuen Perspektiven auf diesem Gebiet und decken die Zeitspanne vom Frühen Mittelalter bis in die heutige Zeit ab. Die grundsätzlichen theoretischen Fragen der historischen Phraseologie und Phraseographie sowie der Einsatz der korpus- und computerlinguistischen Methoden werden am Material unterschiedlicher Sprachen diskutiert. Der Band geht auf die gleichnamige Sektion zurück, die die Herausgeberinnen und Herausgeber während der Europhras 2010-Tagung an der Universität Granada (Spanien) veranstaltet haben.

Rolf Bergmann/Claudine Moulin/Nikolaus Ruge: Alt- und Mittelhochdeutsch. Arbeitsbuch zur Grammatik der älteren deutschen Sprachstufen und zur deutschen Sprachgeschichte. Unter Mitarbeit von Natalia Filatkina/Falko Klaes/Andrea Rapp. 8. neu bearb. Aufl. Göttingen 2011 (UTB 3534).

Ein Klassiker des Germanistik-Studiums liegt jetzt völlig neu überarbeitet und für das Bachelor-Studium optimiert vor. Anhand ausgewählter historischer Texte erklärt das Buch die grammatischen Besonderheiten des Alt- und Mittelhochdeutschen sowohl diachron als auch an synchronen Schnitten. Es ist modular und dynamisch aufgebaut und setzt kaum Vorkenntnisse voraus. Besonders nützlich sind die Übungsaufgaben mit Musterlösung und die Lerntabellen, die einen Überblick über alles Wissenswerte geben.

Ein E-Learning-Tool mit Übungsaufgaben (als Smartphone-App oder Download) stellt die Beschäftigung mit den älteren Sprachstufen des Deutschen auch im Selbststudium auf eine neue Basis.

Martin Przybilski: Kulturtransfer zwischen Juden und Christen in der deutschen Literatur des Mittelalters. Berlin/New York 2010 (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 61).

Durch die Fokussierung auf die Rolle der deutschen Volkssprache und ihre literarischen Zeugnisse erbringt die Untersuchung neben den fachspezifisch-altgermanistischen Ergebnissen zugleich eine Basis für eine grundsätzliche (Neu-)Bewertung des interkulturellen Verhältnisses von Juden und Christen zwischen 1150 und 1500. Fragmente des Transfers jüdischer Motive und Stoffe in die christliche Literatur des deutschen Mittelalters werden aufgzeigt, die sich als wesentlich zahlreicher und vielfältiger herausstellen, als bisher angenommen, und sich keinesfalls auf eine subliterarische Ebene und die Epoche der frühmittelhochdeutschen Literatur beschränken, sondern sowohl in geistlichen und weltlichen Zusammenhängen, in höfischer und (patrizisch-)städtischer Literatur zu finden sind. Unser Bild der mittelalterlichen deutschsprachigen Literatur wird somit um einen bedeutsamen Aspekt vervollständigt. Zudem wird ein weiterer Beitrag dazu geleistet, das Verhältnis von Juden und Christen, von Judentum und Christentum für das deutsche Mittelalter flächendeckend verstehen zu können.

Weitere Neuerscheinungen

Claudine Moulin/Fausto Ravida/Nikolaus Ruge (Hrsg.): Sprache in der Stadt. Akten der 25. Tagung des Internationalen Arbeitskreises Historische Stadtsprachenforschung. Luxemburg, 11.-13.Oktober 2007. Heidelberg 2010 (Germanistische Bibliothek 36).

Claudine Moulin, Bruder Hermann von Veldenz, Leben der Gräfin Yolanda von Vianden. Textgetreue Edition des Codex Mariendalensis (Bibliothèque Nationale, Luxembourg, Ms. 860), Institut Grand-Ducal. Section de Linguistique, d'Ethnologie et d'Onomastique, Luxembourg 2009.

Michael Embach, Trierer Literaturgeschichte. Das Mittelalter, Geschichte und Kultur des Trierer Landes 8, Trier 2007.

Bergmann, Rolf / Pauly, Peter / Moulin, Claudine: Neuhochdeutsch. Arbeitsbuch zur Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, Göttingen [in Druckvorbereitung].