Zweites Bundestreffen der Zentren für Lehrerbildung

Nachdem im Jahr 2007 das erste Bundestreffen der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Zentren für Lehrerbildung in Münster stattgefunden hatte, wurde diese wichtige Zusammenkunft auf Einladung des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Trier mit ihrer Leiterin Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle und der Geschäftsführerin Birgit Weyand vom 3. bis 4. März 2008 in Trier fortgeführt.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Schnabel-Schüle, referierte der Regierungsbeauftragte für die Reform der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Hermann Saterdag, in seinem Plenumsvortrag über die Kerncurricula im Lehramtsstudium. Diese werden derzeit für die lehrerausbildenden Fächer der deutschen Hochschulen entwickelt, um die Kompetenzvorgaben für inhaltliche Anforderungen im Studium festzulegen. Daran angeschlossen wurde eine intensive Diskussion zu den Entwicklungen der deutschen Lehrerbildung und deren Implikationen für die Hochschulen in den jeweiligen Bundesländern.

Nachfolgend wurde im Vortrag von Birgit Weyand die besondere Bedeutung der Zentren für Lehrerbildung nochmals herausgestellt, indem sie die ersten Ergebnisse aus der bundesweiten Erhebung "Grunddaten zu ZfL", ein vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördertes Projekt, vorstellte.

Aufbauend darauf arbeiteten die Geschäftsführer/innen der Zentren in den Räumlichkeiten des Bischöflichen Priesterseminars Trier in verschiedenen Workshops zu aktuellen Problembereichen in der Lehrerbildung, z. B. zur Studiengangsentwicklung der Bachelor-Master-Studienreform, Qualitätssicherung in der Lehrerbildung, Fort- und Weiterbildung.

Am zweiten Tag wurde nach Referaten zum "Studienkolleg" der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (Referent: Dr. Michael Baer, Berlin) und einem Impulsvortrag zur Qualitätssicherung und Evaluation der Lehrerbildung (Referent: Dr. Rainer Bodensohn, Koblenz-Landau) die Arbeit in parallelen Workshops fortgeführt.

Der intensive und konstruktive Austausch der 50 Vertreter/innen der Zentren an deutschen lehrerausbildenden Hochschulen untereinander sowie mit Vertretern des rheinland-pfälzischen Ministeriums (MBWJK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zeigte, wie notwendig die Kommunikation zwischen den einzelnen Zentren ist, um sich über neue Entwicklungen oder Tendenzen in der Lehrerbildung und Standort-Erfahrungen auszutauschen. Dies kann ein Beitrag sein, um auf der operationalen Ebene die Länderheterogenität in der Lehrerbildung zu überwinden bzw. die Anschlussfähigkeit der unterschiedlichen Ausbildungsmodelle zu ermöglichen.

Da dem Beruf Lehrer/in angesichts seiner nachhaltigen Wirkungsmächtigkeit eine hohe Bedeutung zukommt, ist es unerlässlich, gut geeignete, hervorragend ausgebildete und motivierte Lehrerinnen und Lehrer als Fundament unserer Wissensgesellschaft auszubilden. Der stattfindende Generationenwechsel in den Schulen, die Ergebnisse von Schulleistungstests wie z.B. PISA, TIMMS, die Veränderung der Schullandschaft und nicht zuletzt die veränderten Erwartungen an die Institution Schule mit ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag haben allesamt einen starken Reformdruck auf die Lehrer(aus-)bildung ausgeübt, über den es zu sprechen galt.

Nach einer sehr positiven Bilanz zur Tagung beschloss man, das jährliche Bundestreffen als fruchtbaren Impuls und Entwicklungsmotor beizubehalten und sich somit im Frühjahr 2009 zum dritten Mal in Hamburg zusammenzufinden. Dort wird es mit Sicherheit interessant sein zu erfahren, welche Veränderungen im Bereich der Lehrerbildung im letzten Jahr wie umgesetzt wurden und welche Umstrukturierungen innerhalb der Lehrerbildung die Universitäten, Schulen und Studienseminare in den nächsten Jahren noch erwarten werden.

Weitere Informationen über Zentren für Lehrerbildung finden sie auf der gemeinsamen Internetplattform www.lehrerbildung.de.

Hier können Sie den Tagungsflyer des 2. Bundestreffens 2008 herunterladen: