Was kommt nach dem Bachelor?


Noch vor dem Ende Ihres Bachelorstudiums sollten Sie sich Gedanken über die Zeit danach machen. Erst ein paar Jahre arbeiten gehen? Doch gleich mit einem Master weitermachen? Mit Blick auf eine mögliche Promotion? Ein paar Monate/Jahre Ausland? Praktische Erfahrungen sammeln?
Sie haben viele Möglichkeiten. Welche Sie persönlich nutzen wollen, sollten Sie gut informiert entscheiden.


Ab ins Ausland!

Zum Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen im Ausland oder für Work & Travel, hierfür bietet sich die Zeit nach dem Bachelor-Studium an. Solche Erfahrungen sind dabei keine Lücken im Lebenslauf, sondern zeigen, welches Arbeitsumfeld Sie entdeckt und welche Sprache Sie damit verbessert haben. Oder steuern Sie direkt eine Anstellung im Ausland an, die EURES-Beratung kann hier wertvolle Tipps geben.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, im Ausland ein Masterstudium zu absolvieren, erste Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (daad.de). Über die Zulassung entscheiden die einzelnen ausländischen Hochschulen.

Gleich mit dem Master weitermachen. Aber welchen und wo?

Mit dem Masterstudium sollen die erlernten Grundlagen aus dem Bachelorudium vertieft werden. Gute Gründe, ein Masterstudium zu absolvieren, gibt es viele, auch, um die eigenen beruflichen Vorstellungen weiter zu konkretisieren, wenn man sich nach dem Bachelor noch nicht sicher ist, wohin es gehen soll. Aber insbesondere, wenn Sie darüber nachdenken, im Bereich der universitären Forschung tätig zu werden ist ein Masterabschluss (und eine anschließende Promotion) nötig.

Für den Master den Studienort wechseln oder in der gleichen Stadt bleiben?
Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile: eine neuen Stadt mit einer anderen Uni, anderen Lehrenden und anderen Lehrmethoden, das alles spricht für einen Studienortswechsel. Wer an der gleichen Uni bleibt, kann hingegen, z.B. für eine Promotion, vorhandene Kontakte und Beziehungen nutzen.

Welcher Master soll es sein?
Ein konsekutiver Masterstudiengang baut direkt auf einem Bachelorstudiengang auf. Hierfür muss der entsprechende Bachelorabschluss nachgewiesen werden. In nicht-konsekutive oder weiterbildende Masterstudiengänge kommt man auch ohne den entsprechenden Bachelorabschluss. Letztere erfordern oft entsprechende andere (berufliche) Qualifikationen.

Ähnlich wie bei den Bachelorstudiengängen untergliedern sich die Masterstudiengänge in zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studiengänge. Ob es sich um einen zulassungsfreien oder zulassungsbeschränkten Studiengang handelt, entscheiden die Universitäten. In der Regel gilt hierbei, dass man für zulassungsfreie Studiengänge nur den Nachweis über ein abgeschlossenes Erststudium, d.h. das Bachelorzeugnis, erbringen muss, es können aber bestimmte Mindestnoten oder Zusatzqualifikationen wie Sprachnachweise und Praktika vorausgesetzt werden. Zulassungsbeschränkte Studiengänge variieren in ihren Zulassungskonditionen, hier spielt vor allem die Abschlussnote eine wichtige Rolle. Wenn Sie einen bestimmten Masterstudiengang in Betracht ziehen, informieren Sie sich über Zulassungsbedingungen direkt an der entsprechenden Universität.

Nach dem Bachelor erst einmal in die Praxis

Wenn Sie nach dem Bachelorstudium erstmal genug von Theorie und Lust auf Praxis haben, könnten Praktika oder Trainee-Stellen interessant sein. Oft sind praktische Erfahrungen, die man dabei sammelt, hilfreich, um seinem Berufwunsch näher zu kommen bzw. um herausfinden, was nicht in Frage kommt.
Sie könnten aber auch Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausloten. Ein Bachelorabschluss ist immerhin ein erster berufsqualifizierender Abschluss. Ob und welche Chancen bestehen, dabei kann Ihnen auch die Arbeitsagentur helfen, die eigene Berater für Hochschulabsolventen hat.


Beratung und Hilfe

Sowohl die Zentrale Studienberatung als auch die Fachstudienberatungen können behilflich sein, wenn es um das Thema "Bachelor und dann?" geht.

Am 30.11.2018 finden an der Uni Trier zwei Veranstaltungen zum Thema "Bachelor und dann?" statt.
Ein Vortrag und ein Workshop. Weitere Infos hier.