Projekt MIO: Management of Information Overload in virtual Teams

Projektteam und Förderung
Das Forschungsprojekt wurde gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und war eine Kooperation zwischen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW, Prof. Dr. Oliver Rack), der Berner Fachhochschule (Prof. Dr. Andrea Gurtner) sowie der Abteilung Wirtschaftspsychologie an der Universität Trier (Thomas Ellwart).

Projekthintergrund
Sowohl in multinationalen als auch klein- und mittelständischen Unternehmen stellt sich heutzutage nicht mehr generell die Frage, ob virtuelle Teams eingesetzt und in tägliche Arbeitsprozesse eingebunden werden oder nicht. Vielmehr stehen Mitarbeitende in virtuellen Teams vor der Herausforderung, wie mit der durch internetbasierte Technologien immer grösser werdenden Anzahl an Informationen umgegangen werden kann, um eine Informationsüberflutung der Mitarbeitenden zu vermeiden.

Der Austausch von Informationen stellt einen entscheidenden Erfolgsfaktor virtueller Teamarbeit dar und wird als wichtigste Ressource einer effizienten standortübergreifenden Zusammenarbeit angesehen. Bis dato wurde in diesem Zusammenhang in der im betrieblichen Praxisalltag mehrheitlich darauf fokussiert, allen Mitgliedern virtueller Teams die grösstmögliche Anzahl an Informationen zu jedem Zeitpunkt verfügbar zu machen.  In einigen neueren wissenschaftlichen Untersuchungen aus dem Praxiskontext zeigt sich jedoch, dass Mitarbeitende virtueller Teams nicht darunter leiden, zu wenige oder unvollständige Informationen zur Verfügung zu haben, sondern dass es in einer Vielzahl von Arbeitssituationen zu Informationsüberflutung kommt, die einen negativen Einfluss auf Effizienz und Effektivität des gesamten virtuellen Teams besitzt.  Dieses Forschungsprojekt untersucht in einer Kombination aus Labor- und Felduntersuchungen durch welche Faktoren eine Informationsüberflutung in virtueller Teamarbeit erzeugt wird und wie diese durch geeignete Massnahmen minimiert werden kann. Im Fokus steht hierbei Analyse von Zusammenhängen zwischen teambezogenen Variablen wie z.B. dem Wissen der einzelnen Teammitglieder über die Expertisen der Anderen (team knowledge) und deren Einflüsse auf den Informationsaustausch innerhalb eines virtuellen Teams. Als Implikation werden anschliessend auf Basis der erhaltenen Forschungsergebnisse Massnahmen für das Management virtueller Teams abgeleitet, um eine Informationsüberflutung in virtueller Teamarbeit zu minimieren.  

 

Ansprechpartner
Prof. Dr. Ellwart (ellwartuni-trierde)