Workshops

Traditionell gehören zum Tagungsgeschehen auf der Frühjahrsschule eine Auswahl an breit gefächterten forschungsmethodischen Workshops. Die Workshops werden vom Nachwuchs für den Nachwuchs angeboten, d. h. alle Workshopleiter sind ehemalige oder aktive Frühjahrsschulen Teilnehmer/innen.

Die Teilnahme an zwei Workshops ist im Tagungspreis mit inbegriffen. Eine Teilnahme ist jedoch freiwillig. Auf dem Anmeldebogen könnt Ihr Eure Präferenzen für die Workshops angeben.

Die fünf Workshops finden vor dem offiziellen Tagungsbeginn am Montag den 24.02.2014 in zwei Blöcken von 15:00-17:30 Uhr (Block A) und 18:30-21:00 Uhr (Block B) statt. Alle Workshops werden jeweils zwei mal angeboten. 

Folgende fünf Workshops stehen zur Auswahl (alphabetisch geordnet):

 

  • Workshop 1: Qualitative Methoden in der biologiedidaktischen Forschung (Prof. Dr. Arne Dittmer, Univ. Regensburg; Prof. Dr. Jörg Zabel, Univ. Leipzig)

Der Workshop bietet eine Einführung in die Methodologie der qualitativen Sozialforschung und stellt anhand ausgewählter Beispiele verschiedene Methoden der qualitativen bzw. rekonstruktiven Auswertung von Text- und Interviewdaten vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf individuellen Verstehensprozessen im Hinblick auf das Unterrichtsfach Biologie. Nach einer theoretischen Einführung werden wir die qualitative Auswertung von Textmaterial an praktischen Beispielen erproben.

 

  • Workshop 2:  Quantitative Videoanalyse mittels des Programms „Videograph“ (Christian Förtsch, Sonja Werner, LMU München)

Der Workshop zur Einführung in quantitative Videoanalysen mittels dem Programm „Videograph“ richtet sich an Anfänger, die keine bis geringe Erfahrung mit der Auswertung von Videos besitzen. Im theoretischen Teil wird eine Einführung in den Ablauf von quantitativen Videostudien, Erstellung von Kategoriensystemen und Kodierung von Videos dargestellt. Danach sollen die theoretischen Erkenntnisse praktisch bei der selbstständigen Erstellung von Transkripten und Kategoriensystemen angewandt werden. Dazu wird das Programm „Videograph“ verwendet. Zuletzt werden die aus der Videoanalyse gewonnenen Daten für die Verwendung in SPSS vorbereitet. Der Kurs deckt somit alle relevanten Schritte der Videoanalyse bis hin zur statistischen Auswertung ab.

 

  • Workshop 3:  Einführung in Grundlagen und Anwendungen der Datenanalyse mit dem Rasch-Modell (Dr. Moritz Krell, FU Berlin)

Der Workshop zur Einführung und Anwendung des einparametrischen Rasch-Modells richtet sich an Anfänger, die keine bis geringe Erfahrung mit der Anwendung von Rasch-Modellen haben.

In einem ersten theoretischen Teil werden allgemeine Grundlagen des Rasch-Modells dargelegt.

Im praktischen Teil des Workshops werden Daten eines Fragebogens mit unterschiedlichen Antwortformaten (Multiple-Choice, offene Items) auf Passung mit dem Rasch-Modell analysiert. Hierfür werden die Dateneingabe, die Spezifikation des Rasch-Modells und die Ergebnisinterpretation mit der Software ConQuest umgesetzt.

Der Kurs deckt somit generelle Aspekte der Raschanalyse anhand eines praktischen Beispiels ab.

 

  • Workshop 4: Ein Streifzug durch die Statistik mit SPSS – Von der Variable bis zur multivariaten Varianzanalyse (Dr. Stefan Nessler, Univ. zu Köln)

„Der Worte sind genug gewechselt, laßt uns endlich Daten sehen.“ (Dr. rer. pol. Kocher).

Getreu dieser Worte möchte ich in diesem Workshop Grundlagen der Statistik besprechen und anhand dieser über Begriffe wie Normalverteilung, Irrtumswahrscheinlichkeit und Effektstärke auf gängige statistische Verfahren eingehen. Dazu gehören beispielsweise Varianzanalysen, Korrelationen und Regressionen. Es können auch nicht-parametrische Verfahren thematisiert werden.

Da sowohl vorgefertigte Datensätze für einfache Grundlagenübungen als auch selbst mitgebrachte Datensätze für spezielle Fragen verwendet werden können, wendet sich dieser Workshop sowohl an Anfänger mit einfachen Vorkenntnissen als auch weiter fortgeschrittene Statistiker. Von Vorteil ist, wenn man bereits Erfahrungen im Umgang mit SPSS mitbringt.

 

  • Workshop 5:  Unterricht unter der Lupe – Die Videoanalyse als Methode der fachdidaktischen Forschung (Kathrin Nowak, HU Berlin)

Die Videografie ermöglicht es, das flüchtige Unterrichtsgeschehen zu konservieren und für nachgeschaltet Analysen zugänglich zu machen. Im Workshop wird ein Überblick über die Methode der Videoanalyse gegeben. Dabei wird an Beispielen der Prozess von der Aufnahme des Unterrichts über die Erstellung eines Kodiermanuals bis hin zur Kodierung des Unterrichts und der Analyse der Daten durchlaufen. Die Kodierung wird mithilfe des Programms Observer XT© durchgeführt.

 

Workshops auf der FJS in Leipzig (Fotos: J. Zabel)