Über Bee.Ed

Bee.Ed - Das Bienenprojekt der Universität Trier

Detaillierte Projektbeschreibung und Ziele:

1) Bee.Ed in der universitären Ausbildung von Biologielehrkräften

Bienen sind faszinierende und spannende Unterrichts- und Forschungsobjekte. Der im Rahmen des Projektes „Bee.Ed“ auf dem Forschungsfreigelände des Campus 2 der Universität Trier errichtete Lehrbienenstand und Trachtgarten sowie eine Bienenweide laden ein, sich aktiv mit dem Thema Ökologie und Artenschutz sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinander zu setzen. „Bee.Ed“ ist fester Bestandteil der Biologielehrerausbildung an der Universität Trier und verfolgt das Ziel, künftige Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien sowie Realschulen für ihre Multiplikatorenrolle in der Umwelterziehung zu sensibilisieren und vorzubereiten. Im Rahmen einer durch studentische Initiatoren gegründeten Hochschulgruppe können sich neben den angehenden Lehrkräften aber auch interessierte Studierende anderer Fachbereiche aktiv einbringen und nachhaltiges Imkern erlernen.

2) Bee.Ed als schulisches BNE Bildungsangebot in der Region Trier

Der universitäre Lehrbienenstand, der Trachtgarten und die Bienenweide von „Bee.Ed“ ermöglichen  es interessierten Schülerinnen und Schülern aus Schulen in Trier und der Region, sich im Rahmen von unterschiedlichen Lernmodulen mit Fragen rund um die Honigbienen zu beschäftigen. Mit den Methoden des forschenden Lernens erschließen sie sich in Teams u. a. verhaltensbiologische, ökologische und sinnesphysiologische Fragestellungen. Durch den Umgang und die Arbeit mit den Bienen soll das Interesse an naturwissenschaftlicher Forschung im MINT-Bereich geweckt und ein alltagsbezogener Zugang zu nachhaltiger Entwicklung sowie Umwelt- bzw. Artenschutz eröffnet werden. Der Lehrbienenstand kommt darüber hinaus auch im Rahmen der Trierer „Kinderuniversität“ sowie bei Ferienkursen für Schüler im Rahmen von „Wissen schafft Zukunft“ (Schnittstelle Schule-Hochschule) zum Einsatz.

3) Bee.Ed in der biologischen und biologiedidaktischen Forschung

Im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen findet im Projekt „Bee.Ed“ biologische sowie biologiedidaktische Forschung statt. In Kooperation mit dem Rheinland-Pfälzischen Fachzentrum für Bienen und Imkerei ist „Bee.Ed“ an wissenschaftlichen Erhebungen zum Thema Bienengesundheit  (Europäisches Bienenmonitoring „EuBiMo“) und Honigertrag (Deutschlandweites Monitoring “Trachtnet“) beteiligt.  Biologiedidaktische Forschungsfragen beziehen sich auf den Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). So wird z. B. untersucht, ob das forschende Lernen am Lehrbienenstand bei Schülern und Studierenden zu einem höheren Interesse am Umwelt- und Artenschutz oder einer höheren Bereitschaft  zum Umwelthandeln führt.

4) Bee.Ed in der Fortbildung für Lehrkräfte und ErzieherInnen

Im Rahmen von Fortbildungsmaßnamen für Lehrkräfte und ErzieherInnen möchte das Projekt „Bee.Ed“ über Möglichkeiten zur erfolgreichen Vermittlung von Bildung für nachhaltiger Entwicklung informieren sowie aktiv dabei unterstützen, selbst Bienen auf dem eigenen Schul- oder Kita Gelände zu halten und diese erfolgreich in ihre Lernumgebung zu integrieren. Die Fortbildungsmaßnamen finden in enger Zusammenarbeit mit der Initiative „Lernen vor Ort“, dem „Netzwerk Umweltbildung der Großregion“ sowie dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz statt.

5) Bee.Ed in der Öffentlichkeitsarbeit

Ergänzt wird die Bildungsarbeit von „Bee.Ed“ durch vielfältige öffentliche Aktionen und Informationsveranstaltungen, die für einen bewussteren Umgang mit Bienen und deren Umwelt sensibilisieren sollen. Mithilfe unseres Trachtgartens und der Bienenweide mit pollen- und nektarspendenden Pflanzen möchten wir zudem veranschaulichen, wie sich jede(r) Gartenbesitzer(in) aktiv am Bienenschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt beteiligen kann.