Information für Dozierende zum Umgang mit Studieren­den mit Beeinträchtigung

Im Rahmen Ihrer Tätigkeit kommen sicherlich öfter einmal Studierende mit der Bitte um mehr Zeit für eine Hausarbeit auf Sie zu oder fragen nach anderen Möglichkeiten der Unterstützung. Die fol­gende Information betrifft allerdings speziell Studierende, die von einer längeren oder länger an­dauernden Behinderung oder chronischen Krankheit betroffen sind (= länger als sechs Monate) und dies anhand eines Attests oder eines ausgewiesenen Grads der Behinderung (z.B. per Schwerbe­hindertenausweis) belegen können.

Wichtig zu wissen ist, dass Studierende mit gesundheitlicher Einschränkung in der Regel länger brau­chen, um ein Studium zu absolvieren, es aber genauso erfolgreich abschließen können, wie Studie­rende ohne Einschränkung.

Studierende, die chronisch krank sind und z.T. bereits ihre Schulzeit mit einer Behinderung oder ge­sundheitlichen Einschränkung absolviert haben, wissen in der Regel recht genau, welche Unter­stützung notwendig ist, um einer Vorlesung besser folgen zu können, eine Klausur schreiben oder eine Hausarbeit verfassen zu können. Daher können in einem persönlichen Beratungsgespräch in den meisten Fällen konkrete Unterstützungsmöglichkeiten und adäquate Möglichkeiten des Nachteils­ausgleichs individuell geklärt werden.

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Der Anspruch auf Nachteilsausgleich soll die Chancengleichheit sicherstellen und ist vielfach gesetz­lich verankert. Studierende, die aufgrund einer Behinderung bzw. einer länger andauernden oder chronischen Erkrankung nicht in der Lage sind, bestimmte Prüfungen (ganz oder teilweise) in der vorgesehenen Form abzulegen, können einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Dieser Antrag wird in der Regel im Hochschulprüfungsamt gestellt, die Einschränkung muss per Attest nachge­wiesen werden. Der Fachprüfungsausschuss entscheidet über die Art des Nachteilsausgleichs.

Tipps zur barrierefreien Lehre

Schon kleine Dinge können das Studium für Studierende mit Einschränkungen erleichtern: Hierzu gehören nicht nur, dass Veranstaltungen in barrierefrei zugänglichen Räumen stattfinden, sondern auch barrierefreie Dokumente und Folien, in denen z.B. Grafiken einen Grafiktext haben, damit sie vorgelesen werden können (weitere Informationen dazu z.B. unter www.einfach-fuer-alle.de/artikel/pdf_barrierefrei/).


    Nützliche Links und weitere Hilfe

    Für weitere Fragen rund um das Thema Studienorganisation mit Einschränkung stehen mehrere Anlaufstellen zur Verfügung: