Dr. Michel Dormal

Kurzbiographie

Michel Dormal ist seit 2011 am Fach Politikwissenschaft tätig, zunächst am Lehrstuhl für Politische Theorie und seit 2014 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur Heilmann/Schmidt.

Seine Interessen liegen an der Grenze zwischen Politischer Theorie und empirischer Regierungslehre. Seine Anfang 2014 an der Universität Luxemburg verteidigte Dissertation beschäftigte sich u.a. mit der Theorie und Praxis politischer Repräsentation im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Weitere Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind derzeit das Verhältnis von Demokratie und Nation sowie Idee und Wirklichkeit der Wahlen. Als regelmäßiger Teilnehmer in der Debatte um eine Reform der Luxemburger Verfassung beschäftigt er sich auch vermehrt mit der Rolle von Verfassungen in der Demokratie.

Veröffentlichungen (Auswahl):

„Wählen ohne Staatsbürgerschaft? Das Ausländerwahlrecht in der demokratietheoretischen Debatte“, in: Politische Vierteljahresschrift (PVS) Heft 3/2016, S. 378-402.

„Eine Phänomenologie der Ränder und Antinomien. Pierre Rosanvallons Beitrag zur Methodenfrage in der Ideengeschichte“, in: Zeitschrift für Politische Theorie, Heft 1/2016, S. 17-32.

„Ein demokratischer Fürstenspiegel. Pierre Rosanvallon über die gute Regierung“, erschienen bei Soziopolis im August 2016, abrufbar unter: http://www.soziopolis.de/lesen/buecher/artikel/ein-demokratischer-fuerstenspiegel/

„‚Sturmfluten der parlamentarischen Inkompetenz‘. Die Kritik des Parlamentarismus nach dem Ersten Weltkrieg“, in: Hémecht. Zeitschrift für Luxemburger Geschichte – transnational, lokal, interdisziplinär. Jg. 67, 1/2015, S. 43-58.

„Zwischen Klasse, Nation und innerer Zersplitterung. Die symbolische Repräsentation der luxemburgischen Arbeiterschaft während der Hochphase der Industrialisierung 1880-1940“, in: Markus Linden & Winfried Thaa (Hrsg.) Ungleichheit und politische Repräsentation. Baden-Baden 2014, S. 83-106 (zusammen mit Fabian Trinkaus)

„Political Representation and Imagined Community“, in: Studies in Ethnicity and Nationalism, Vol. 12, Issue 3, December 2012, S. 498–516.

„Terror und Politik. Eine politische Analyse des Islamismus aus Sicht einer Kritischen Theorie von  Antisemitismus und totaler Herrschaft.“ Erschienen 2009, Lit Verlag, Reihe: Politische Theorie, Bd. 10. (http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-1948-4


Beiträge zur aktuellen Reform der Luxemburger Verfassung:

„Eine unterschätzte Reform. Die Begrenzung der Mandatsdauer“, in: Forum - für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg, Nr. 349, März 2015.

„Über den Volkswillen. Anmerkungen zur Legitimität des Referendums“, in: Forum - für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg, Nr. 346, Dez. 2014.

„Eine neue Ordnung der Repräsentation?“, in: Forum - für Politik, Gesellschaft und Kultur in Luxemburg, Nr. 327, März 2013.

„Referendumscampagne ouni Verfassunsdebatt?“ – Radiodiskussion zusammen mit Véronique Bruck, Michel Pauly und Romain Hilgert, Mai 2015, (online nachzuhören auf: http://www.100komma7.lu/emissions/2015/05/30/riicht-eraus-referendumscampagne-ouni-verfassunsdebatt/)

 

Forschungsinteressen:

Politische Repräsentation: Geschichte, Konzepte, Kritik und Krisendiagnosen.

Nation und ihr Verhältnis zur Demokratie

Politische Gewalt und Terror aus Sicht der Politischen Theorie

Politik und Verfassungsentwicklung in Luxemburg

Allgemein das Politische Denken des kurzen 20. Jahrhunderts, insbesondere Weimarer Staatsrechtsdebatte, Kritische Theorie und Pluralismustheorie.


Eine ausführlichere Liste der Publikationen und Vorträge kann unter folgender Adresse abgerufen werden: http://uni-trier.academia.edu/MichelDormal

Michel Dormal
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