Dezember 2016

Die Einung der Gottheit mit der Menschheit ist der höchste Friede. Denn sie ist Einung des ewigen Friedens oder der ewigen Ruhe.

(Nikolaus von Kues. Predigt CLXVIII)

 

Für das Institut für Cusanus-Forschung war 2016 ein ereignisreiches Jahr.

Der bisherige Direktor Prof. Dr. Walter Andreas Euler hat zum 30. September sein Amt als Direktor des Institutes niedergelegt – ein einschneidendes Ereignis für uns. Im Oktober konnten wir wieder einmal Cusanus-Forscherinnen und –Forscher aus aller Welt in Trier zum Internationalen Cusanus-Symposion begrüßen. Es war uns Mitarbeitern eine große Freude, alte und neue Bekannte zu treffen, anregende Vorträge zu hören und interessante Gespräche zu führen.

Wir sind gespannt, was das kommende Jahr für uns bereithält.

Jetzt wünschen wir aber erst einmal allen ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2017.

 

This last year was once again an eventful year for the Institut für Cusanus-Forschung. The former Director, Prof. Dr. Walter Andreas Euler, resigned from office as Director of the Institute as of September 30, – an incisive event for us. In October we welcomed Cusanus researchers from all over the world in Trier for the International Cusanus-Symposium. For the staff members it was a great pleasure to meet old and new acquaintances, to listen to stimulating lectures and to enjoy interesting conversations.

We are curious to see what the next year will hold for us.

Now we wish you all a peaceful and blessed Christmas and a happy year 2017.

 

Marco Brösch, Ingrid Fuhrmann, Alexandra Geissler, Viki Ranff

November 2016

Samstag, 26. November 2016

Nikolaus von Kues und der Wallfahrtsort Eberhardsklausen

Vortrag im Rahmen der Cusanus-Festakademie und des Jahresfestes der Akademie Kues

Referent: Dr. Marco Brösch (Bernkastel-Kues/Trier)

Termin: Samstag, der 26. 11.2016

Ort: Akademie Kues, Stiftsweg 1, 54470 Bernkastel-Kues

Uhrzeit: 19:00 Uhr

 

Zu den Cusanus-Orten in der Eifel-Mosel-Region gehört auch der Wallfahrtsort Eberhardsklausen. Ob der Kardinal den Gnadenort auf seiner Legationsreise von 1451 tatsächlich besuchte und ob er evtl. an der Gründung des Klosters der Augustiner-Chorherren der Windesheimer Kongregation wirklich beteiligt war, lässt sich historisch bislang nicht eindeutig erklären. Dennoch findet sich in der Klausener Klosterchronik des Wilhelm von Bernkastel († 1536) eine ausführliche Schilderung eine eher  legendenhaften Begegnung zwischen dem Kardinal Nikolaus von Kues und dem Tagelöhner Eberhard, dem Begründer des Wallfahrtsortes. Im Zentrum des Vortrags steht diese Erzählung der Klosterchronik, die auf ihren evtl. historischen Kern sowie auf den Nachruhm des Kardinals in Augustiner-Chorherrenkloster in Klausen hin untersucht werden soll. Ein weiterer Blick soll auch auf die Werke des Niko­laus von Kues geworfen werden, die sich noch für die ehemalige Klosterbibliothek in Klausen nachweisen lassen und unter denen sich u. a. noch eine bisher unbekannte Cusanus-Predigt finden lässt.

 

 

Oktober 2016

Donnerstag, 20. bis Samstag, 22. Oktober 2016

"Nikolaus von Kues: Denken im Dialog"

Internationales Symposion des Wissenschaftlichen Beirats der Cusanus-Gesellschaft und des Instituts für Cusanus-Forschung an der Universität und Theologischen Fakultät Trier

 

 

Tagungsort:
Theologische Fakultät Trier / Bischöfliches     
Priesterseminar Trier, Promotionsaula,  Jesuitenstr. 13, 54290 Trier

 

zum Programm

 

 

 

 

30. September 2016

Am heutigen 30. September 2016 endet die Amtszeit von Prof. Dr. Walter Andreas Euler als Direktor des Instituts für Cusanus-Forschung. Die Mitarbeiter des Institutes danken ihm für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Prof. Dr. Walter Andreas Euler hat an der Universität Passau und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Katholische Theologie studiert. 1990 wurde er mit einer Arbeit über „Unitas et Pax: Religionsvergleich bei Raimundus Lullus und Nikolaus von Kues“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. zum Dr. theol. promoviert. 1990 bis 1992 war er DFG-Stipendiat in Freiburg und Florenz. Von 1992 bis 2001 hatte er dann die Dozentur für Cusanus-Forschung an der Theologischen Fakultät Trier inne. 1997 erfolgte seine Habilitation im Fach Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier mit einer Arbeit, die den Titel trägt „Pia philosophia et docta religio: Theologie und Religion bei Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola“. 1998 erfolgte seine Berufung als Professor an die Theologische Fakultät Trier und seit 2001 ist er Ordinarius für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier. Vom 1. April 2007 bis 30. September 2016 war er Direktor des Institutes für Cusanus-Forschung. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Cusanus-Gesellschaft.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Internationalen Symposions des Wissenschaftlichen Beirats der Cusanus-Gesellschaft: „Nikolaus von Kues. Denken im Dialog“ am 20. Oktober 2016 Herr Prof. Euler als Direktor des Instituts offiziell verabschiedet.

 

 

 

August - September 2016

Das Institut für Cusanus-Forschung verkauft einen Teil seiner Publikationen zu Sonderpreisen.
Hier finden Sie eine Liste der entsprechenden Publikationen mit den jeweiligen Preisen.
Bestellungen bitte per Mail an cusanus@uni-trier.de richten.

The Institut für Cusanus-Forschung sells a part of its publications at special prices.
Here is a list of relevant publications with the current prices.
Orders should be sent by mail to cusanusuni-trierde.

 

 

 

Juli 2016 - April 2017

25. Juli 2016 bis zum 09. April 2017

Nikolaus von Kues und die Caritas - Ausstellung im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues

Auch wenn Nikolaus von Kues keine ausgearbeitete Theologie zur Caritas bzw. Nächstenliebe hinterlassen hat, so spielt sie dennoch eine wichtige Rolle im Leben des Kardinals, der mit der Stiftung des St. Nikolaus-Hospitals in Bernkastel-Kues sein größtes Werk der Barmherzig­keit vollbracht hat. In diesem Jahr, in dem der Trierer Caritas-Verband sein 100-jähriges Bestehen feiert und das von Papst Franziskus zum Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen wurde, möchte auch das Cusanusstift in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung in Trier mit der Hausausstellung „Nikolaus von Kues und die Caritas“ einen thematischen Beitrag hierzu leisten.

Anhand ausgesuchter Exponate aus dem Nachlass des Nikolaus von Kues und der Bibliothek des Cusanusstiftes soll zunächst ein grober Überblick über die Geschichte der Nächstenliebe von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert gegeben werden. Darüber hinaus steht die per­sönliche Haltung des Kardinals zur Caritas sowie die wechselvolle Geschichte des St. Niko­laus-Hospitals und seiner Bewohner im Zentrum der Ausstellung. Als Höhepunkt wird ein Holzmodell des Hospitals zu sehen sein, das den Bau des Stiftes vor den barocken An- und Umbauten des 18. Jahrhunderts zeigt und im vergangenen Jahr für die große Caritas-Ausstellung im erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn angefertigt wurde.

Die Ausstellung „Nikolaus von Kues und die Caritas“ kann auf Anfrage vom 25. Juli 2016 bis zum 09. April 2017 von Montag bis Freitag 09:00 – 12:00 Uhr im Gotischen Saal des St. Nikolaus-Hospitals in Bernkastel-Kues besichtigt werden.

Geschlossen: Vom 19. Dezember 2016 bis zum 8. Januar 2017 sowie vom 23. Februar bis zum 5. März 2017 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Auch außerhalb der Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit, die Ausstellung im Rahmen einer gebuchten Führung zu besuchen.

 

Juni 2016

actacusana.de geht in der Betaversion online

Wie den meisten von Ihnen bekannt sein dürfte, werden die von Hermann Hallauer und Erich Meuthen begründeten Acta Cusana von Johannes Helmrath und Thomas Woelki in Berlin fortgeführt. Die Bände erscheinen weiter im Verlag Felix Meiner in Hamburg.

Seit Juni 2016 ist das Projekt mit dem Titel „Die Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues“ auf der Seite www.actacusana.de in einer Betaversion online. Dort haben Sie u.a. freien Zugang zu Band I und Band II, Lieferung 1 der Acta Cusana. Sie können die vollständigen PDFs der einzelnen Lieferungen einsehen oder in der Quellenbibliothek nach einzelnen Nummern recherchieren und im Registerbereich finden Sie Zugang zu den Registern des Indices-Bandes.

In den nächsten Wochen wird die Funktionalität der Seite weiter ausgebaut.

 

Wir danken den Berliner Kollegen und dem Verlag Felix Meiner für ihre Arbeit, die doch so wichtig für uns ist, und gratulieren ihnen dazu, das Mammutprojekt Acta Cusana online gestellt zu haben.

 

 

Mai 2016

Neuerscheinungen

 

 

 

Band 34 Akten des Forschungskolloquiums in Freising vom 8. bis 11. November 2012. 2016, XXIV, 418 S. 54,80 € (47,00)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mandrella, Isabelle: "Amor liber est". Liebe und Freiheit bei Nicolaus Cusanus
2016, 35 S. 8,90 € (7,50)

Juni 2016

Raimundus Lullus - Studientag des Instituts für Cusanus-Forschung

Freitag, 24. Juni 2016

Der ca. 1232 geborene Mallorquiner Ramon Lull, dessen Todestag sich 2016 zum 700. Mal jährt, gehört zu den faszinierendsten Gestalten des Mittelalters. Im Alter von etwa 30 Jahren beschloss er, sein bisheriges Leben am Hof des Königs aufzugeben und alles in seiner Macht Stehende für die Bekehrung der Muslime und Juden zu tun. Er lernte Arabisch und entwickelte eine Universalwissenschaft, mit deren Hilfe es möglich sein sollte, die Grundideen der verschiedenen Religionen miteinander zu vergleichen und auf ihre Wertigkeit hin zu überprüfen. Zu seinen Lebzeiten blieb Lull ein Außenseiter, aber nach seinem Tod erkannten wichtige Theologen und Philosophen den Reichtum seines Denkens. Nikolaus von Kues hat ihn besonders geschätzt und schon früh begonnen, seine Schriften zu sammeln sowie zu exzerpieren. Kein Autor der Tradition ist mit so vielen Werken in der Bibliothek des Kardinals vertreten wie Ramon Lull.

Im Rahmen des vom Institut für Cusanus-Forschung in Trier organisierten Studientages werden das bewegte Leben Lulls und seine Schriften, sein Beitrag zum interreligiösen Dialog im Kontext des spanischen Mittelalters und sein Einfluss auf Cusanus vorgestellt.

zum Programm

 

 

Veranstaltungsort:

Akademie Kues, Seniorenakademie und Begegnungsstätt, Stiftsweg 1, 54470 Bernkastel-Kues

Zeit: ab 14.00 Uhr

Unkostenbeitrag: 10,00 € (inkl. Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke)

Um Anmeldung wird gebeten:

Akademie Kues. Seniorenakademie und Begegnungstätte

Tel.: 06531 9695-0

Fax: 06531 9695-95

E-Mail akademie@akademie-kues.de

Stiftsweg 1 54470 Bernkastel-Kues

 

 

 

 

 

April 2016

Denkzeit

  • Die Weltreligionen - zwischen Annäherung und Konfrontation ausgehend von Betrachtungen des Philosophen Nicolaus Cusanus (15. Jahrhundert)

    18.04.2015, 22:30 Uhr, ARD-alpha

    90 Min.

 

 

März 2016

Ausstellungsende „Schlacht bei Klausen“ in Bernkastel-Kues

Die Wanderausstellung „Der Krieg an der Mittelmosel und im Hunsrück 1734/35 – 280 Schlacht bei Klausen“ ist noch bis zum 20. März 2016 im St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift in Bernkastel-Kues zu sehen.

In Bernkastel-Kues steht neben der kriegerischen Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld bei Klausen vor allem die Versorgung der Armeen durch die einheimische Bevölkerung im  Zentrum. So wurden hier u. a. zentrale Vorratsmagazine zur Versorgung der französischen Armee sowie eine erste Pontonbrücke über die Mosel errichtet. Zur militärischen Sicherung der Stadt und des Moselübergangs wurden u. a. das St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift militärisch befestigt sowie zusätzliche Kavallerie- und Infanterieeinheiten nach Andel und Mühlheim verlegt. 

Aufgrund des anhaltend großen Besucherinteresses ist die Wanderausstellung am letzten Tag, d. h. am Sonntag, den 20. März, zusätzlich von 14:00-18:00 Uhr geöffnet. Um 15:00 Uhr bietet Dr. Marco Brösch M. A. (LIS), Bibliothekar im St. Nikolaus-Hospital, eine Führung durch die Ausstellung an. Der Eintritt ist frei, die Gebühr für die Teilnahme an der Führung beträgt 5,00 € pro Person. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Ort einen Ausstel­lungs­katalog zum Preis von 12,50 Euro zu erwerben.

Vom 31. März – 31. Mai 2016 ist die Wanderausstellung anschließend in der Bibliotheks­zentrale in der Universitätsbibliothek in Trier zu sehen.

Nähere Informationen zur Ausstellung unter: http://www.cusanus.de/cms/front_content.php?idcat=53

http://www.klausen.de/index.php?id=286&Fsize=

 

 

Februar 2016

Mittwoch, 03. Februar 2016

Die Universität Trier, das Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier und die Cusanus-Gesellschaft laden ein zur

Cusanus Lecture an der Universität Trier


 

 

Anlässlich der diesjährigen Cusanus-Lecture referiert

Prof. Dr. Thomas Leinkauf (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

am 3. Februar 2016 um 18:15 Uhr im Hörsaal 10 der Universität Trier über

 

Sein und Erkenntnis. Die Funktion der artes liberales im Denken des Cusanus.

 

Thomas Leinkauf ist Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor der dortigen Leibniz Forschungsstelle, welche sich mit der Edition und Erforschung des philosophischen Nachlasses des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) befasst. Thomas Leinkauf studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg. und an der Ludwig-Maximilian-Universität München die Fächer Philosophie, Kunstgeschichte und Geschichte. Der Referent ist ein international anerkannter Experte in der Cusanus-Forschung. In diesem Jahr wird sein monumentales Werk „Grundriss Philosophie des Humanismus und der Renaissance“ erscheinen, das schon jetzt als neues Standardwerk der Renaissancephilosophie gilt.

 

Die Einladenden freuen sich über alle interessierten Zuhörer, der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag wird noch zum Weinempfang geladen. 

 

Neuerscheinung

 

Cusanus Jahrbuch 2015, herausgegeben von Walter Andreas Euler und Wolfgang Port unter Mitarbeit von Marco Brösch,
Trier: Paulinus VIII + 135 Seiten. 17,90 €
zum Inhaltsverzeichnis

Januar 2016

Der argentinische *Círculo de Estudios Cusanos de Buenos Aires*hat die Akten des ersten internationalen Cusanus-Symposions für Nachwuchswissenschaftler in Lateinamerika digital publiziert: THE SYMBOLIC DIMENSION OF NICHOLAS OF CUSA’S THOUGHT.ITS GENEALOGY AND PROJECTION.

Die Datei kann hier abgerufen werden

 

 

 

Dezember 2015

Festakt zum 35. jährigen Bestehen des Cusanus-Geburtshauses Bernkastel-Kues am 06.12.2015

Im Dezember 1980 wurde mit einem dreitägigen Fest das wiederhergestellte Geburtshaus des Kardinals    Nikolaus von Kues als Museum eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

Mit einem kleinen Festakt wird die Cusanus-Gesellschaft dieses Jubiläum am Nikolaustag 2015 feiern. Programm

Als Festredner konnte Dr. theol. Gunther Fleischer, Leiter der erzbischöflichen Bibel– und Liturgieschule der Erzdiözese Köln gewonnen werden.

Geburtshaus des Nikolaus von Kues, Nikolausufer 49, 54470 Bernkastel-Kues - Festsaal

Sonntag, 06.12.2015 - Beginn um 17 Uhr - Eintritt frei.

 

 

Oktober 2015

Online-Bibliothekskatalog

Für die Bibliothek des Instituts für Cusanus-Forschung ist ein Online-Katalog in Bearbeitung. In Kooperation mit der Bibliothek des St. Nikolaus-Hospitals/Cusanusstifts und der Klosterbibliothek Klausen entsteht ein Verbundkatalog. Es kann dann also auch von Argentinien, Japan oder den USA aus im Katalog der Institutsbibliothek recherchiert werden. Die Suche in diesem Katalog ist hier schon mit einer Beta-Version möglich.

 

 

Neue Funde von Cusanus-Randbemerkungen zum Koran in der Handschrift Vat. Lat. 4071

 

L'Osservatore Romano, 13.10.2015:

 

Zugeschickt von der Jungcusanertagung Università Di Chieti (Andrea Fiamma)

 

 

 

 

 

Cusanus-Geburtshaus Bernkastel-Kues ist ab Oktober mit neuer Leitung geöffnet!

Unter der Leitung von Gerhard W. Kluth wird das Cusanus-Geburtshaus ab Oktober 2015 wieder für Ausstellungsbesucher, Veranstaltungen und Musik geöffnet. Die Öffnungszeiten sind regelmäßig: dienstags bis samstags 11 Uhr bis 17 Uhr und sonntags 10 Uhr bis 14 Uhr.

Die Cusanus-Gesellschaft freut sich über das Ende der Vakanz im Hause. Mit Gerhard W. Kluth wird neben der Fortsetzung des Ausstellungsbetriebs mit der ständigen Ausstellung über Leben und Werk des Nikolaus von Kues der Focus auch auf künsterliche, musische und kulturelle Angebote gelegt.

Entnehmen Sie bitte auf dieser Homepage und in der Tagespresse die Angebote des Cusanus-Geburtshauses!

Aktuelle Informationen zum Geburtshaus finden Sie hier.

 

 

 

Bilder von Cusanus-Stätten

Die „Günter Klotz und Helena Klotz-Makowiecki-Stiftung“ fördert in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung ein Stipendium zur Digitalisierung und Bearbeitung von ca. 2000 Dias mit Darstellungen von Cusanus-Stätten. Die Bilder werden dann auf dem Server des Cusanus-Institutes gehostet.

 

 

 

August 2015

Am 17. August 2015 verstarb Prof. Dr. Karl Bormann.

Geboren wurde er 1928 in Monheim im Rheinland. Seiner Heimat blieb er bis zum Lebensende verbunden. An der Universität zu Köln studierte er Philosophie und Klassische Philologie. 1955 wurde er mit einer Dissertation zur „Ideen- und Logoslehre Philons von Alexandrien“ promoviert. Er habilitierte sich 1967 mit seiner Arbeit „Parmenides. Untersuchungen zu den Fragmenten“. 1980 wurde er an seiner Kölner Alma Mater zum Universitätsprofessor ernannt.

Sein wissenschaftliches Interesse bezog sich auf die antike Philosophie, vornehmlich auf Parmenides aus Ela, Platon, Aristoteles und deren Wirkungsgeschichte sowie auf Nikolaus von Kues.

Die Verdienste Bormanns im Bereich der Cusanus-Forschung können kaum genug hervorgehoben werden. Sein Oeuvre umfasst sowohl Aufsätze als auch Arbeiten im Rahmen der Edition der Opera omnia und der von ihm herausgegebenen Reihe „Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung“, beides im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Deren Cusanus-Kommission gehörte er seit 1970 an. Im selben Jahr wurde er in den Wissenschaftlichen Beirat der Cusanus-Gesellschaft gewählt.

Das Institut für Cusanus-Forschung und der Wissenschaftliche Beirat der Cusanus-Gesellschaft sind Prof. Dr. Karl Bormann zu großem Dank verpflichtet. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

23. Juli bis 13. Dezember 2015

Nikolaus von Kues und die Caritas.

Exponate aus dem St. Nikolaus-Hospital und dem Cusanus-Geburtshaus werden in Paderborner Caritas-Ausstellung gezeigt

Bernkastel-Kues/Trier/Paderborn: Elf Exponate aus dem St. Nikolaus-Hospital und dem Cusanus-Geburtshaus in Bernkastel-Kues bereichern die hochkarätige Ausstellung ‚Caritas. Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart‘, die noch bis zum 13. Dezember im Diözesanmuseum in Paderborn zu sehen ist. Am reich bebilderten Ausstellungskatalog, der neben einem thematische Aufsatz auch die Beschreibungen aller gezeigten Exponate enthält, waren sowohl Mitarbeiter des St. Nikolaus-Hospitals als auch des Cusanus-Institutes in Trier als Autoren beteiligt.

Angesichts zunehmender internationaler Krisenherde, Flucht und Vertreibung, Globalisierung, der Überalterung der Gesellschaft usw. kommt der Frage nach dem Umgang mit den Mitmenschen, der Sensibilisierung für Ihre Nöte und Probleme und den Formen gelebter Nächstenliebe eine zunehmende Bedeutung zu. Nicht ohne Grund hat Papst Franziskus daher das kommende Jahr zum ‚Jahr der Barmherzigkeit‘ ausgerufen. Die hochaktuelle Thematik wird bereits derzeit in einer Ausstellung im Diözesanmuseum in Paderborn aufgegriffen, wobei hier der Schwerpunkt auf der Geschichte der Caritas von der Antike bis zur heutigen Zeit liegt. Dabei soll nicht nur eine historische Rückschau gehalten, sondern auch zu einer Auseinandersetzung mit den heutigen Formen der christlichen Nächstenliebe sowie ihren Grenzen angeregt werden.

Neben den verschiedenen Motiven christlicher Nächstenliebe in Kunst und Kultur, werden in der Ausstellung ebenso charismatische Persönlichkeiten mit Herz wie Martin von Tours, Elisabeth von Thüringen, Franz von Assisi oder auch Kardinal Nikolaus von Kues in den Mittelpunkt gestellt. Auch wenn sich Nikolaus von Kues philosophisch kaum mit dem Begriff der ‚Caritas‘ auseinandersetzte, so spielte sie zeit seines Lebens dennoch eine zentrale Rolle. Ein beredtes Zeugnis seiner ‚gelebten Nächstenliebe‘ gibt das St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues, das der Kardinal mit seiner Familie stiftete und das 33 armen Männern im Alter eine neue Heimat bieten sollte. Bis heute gehört das vor 550 Jahren eröffnete Cusanusstift daher zu den ältesten Altenheimen Deutschlands. Die Stiftung erfolgte allerdings nicht nur aus reiner Selbstlosigkeit, sondern sollte als Werk der Barmherzigkeit auch dem persönlichen Seelenheil des Kardinals von der Mosel dienen und gleichzeitig die Erinnerung an ihn und seine Familie wachhalten.

Neben antiken Sarkophagen sowie Gemälden und Zeichnungen von Raffael, Lucas Cranach d. Älteren, Käthe Kollwitz oder Pablo Picasso aus ganz Europa und den USA, können in Paderborn bis zum 13. Dezember 2015 auch elf Exponate aus dem St. Nikolaus-Hospital und dem Cusanus-Geburtshaus in Bernkastel-Kues betrachtet werden. Hierzu gehören z. B. einige mittelalterlichen Handschriften aus der Cusanus-Bibliothek, die Nachbildung seines Grabaltares in Rom, sein persönlicher Kelch, aber auch bedeutende Urkunden aus dem Stiftsarchiv, wie sein Testament (1464) oder die Stiftungsurkunde des Hospitals (1458), die eindrucksvoll sein soziales bzw. caritatives Engagement belegen. Ein eigens von den Paderborner Ausstellungsmachern erstelltes Modell des Hospitals und eine Videoinstallation über das Stift runden den thematischen Schwerpunkt ab.

Durch die Aufnahme der Cusanus-Exponate in die herausragende Paderborner Caritas-Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft des engen Papstberaters, Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga, SDB, steht, wird nochmals eindrucksvoll belegt, welche große Bedeutung Cusanus, das St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues und seine Sammlungen auch für die Thematik der christlichen Caritas im Spätmittelalter einnimmt.

Näheres zur Ausstellung im Diözesanmuseum in Paderborn unter: http://caritas-ausstellung.de/

 

 

Freitag, 26. Juni 2015

 

Studientag

Nikolaus von Kues und die Frage der Kirchenreform

 

zum Programm

Leiterin/Leiter für das Geburtshaus des Nikolaus von Kues gesucht!

Die Vereinigung zur Förderung der Cusanus-Forschung e.V. -- Cusanus-Gesellschaft -- ist Trägerin des "Cusanus-Geburtshauses", eines kleinen Museums mit einer Dokumentation über Leben und Werk des Nikolaus von Kues (1401-1464) in Bernkastel-Kues. Im Hause werden neben der ständigen Ausstellung auch Vorträge, Kunstausstellungen und Musikveranstaltungen parallel angeboten. Im Hause ist für die Leiterin oder den Leiter eine Wohnung mit rd. 78 qm Wohnfläche (4 Zi, Kü, Ba, zzgl. Dachterr.) vorhanden. Beim wissenschaftlichen Forschungsinstitut der Cusanus-Gesellschaft an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung über die Person und das Werk des Nikolaus von Kues.

Die Cusanus-Gesellschaft sucht eine/n engagierte/n Leiter/In für das Cusanus-Geburtshaus auf ehrenamtlicher Basis. Geboten werden die freie Nutzung der Wohnung incl. Nebenkosten sowie eine eigenverantwortliche Einteilung und Organisation des Museumsbetriebes. Gesucht wird eine freundliche Persönlichkeit m/w oder ein Paar -- vorzugsweise bereits im Ruhestand. Wir freuen uns auf ein freundliches offenes Wesen mit der Fähigkeit Führungen durch die Ausstellung durchzuführen und in Eigenregie Veranstaltungen zu organisieren, zu koordinieren und gegenüber der Gesellschaft abzurechnen.

Wenn Sie sich durch diese Beschreibung angesprochen fühlen und nach Ihrer beruflichen Tätigkeit eine Herausforderung suchen, nehmen Sie bitte zur Abklärung aller Details mit uns Kontakt auf:

Vereinigung zur Förderung der Cusanus-Forschung e.V.
Cusanus-Gesellschaft
Herrn Vorsitzenden Wolfgang Port
c/o Geschäftsstelle in der VGV Bernkastel-Kues
Im Kurpark/Kueser Plateau
54470 Bernkastel-Kues
oder per Mail: cusanusbernkastel-kuesde

 

 

Prof. Satoshi Oide verstorben


Wie uns Herr Prof. Yamaki aus Tokyo mitgeteilt hat, ist Herr Prof. Satoshi Oide am 21. April 2015 nach langer Krankheit verstorben.

Satoshi Oide wurde 1929 in Hokkaido in Nordjapan geboren. An der kaiserlichen Universität Hokkaido studierte er europäische Philosophie, ab 1963 hatte er einen Lehrstuhl für europäische Philosophie an der Universität Muroran inne. Durch seinen Lehrer, Prof. Chikatsugu Iwasaki, wurde Oide in die Cusanus-Forschung eingeführt. Iwasaki und Oide übersetzten gemeinsam "De docta ignorantia" ins Japanische. Diese Übersetzung war ein Meilenstein für die Cusanus-Forschung in Japan, zumal ein genauer Kommentar den schwierigen Text mustergültig erschlossen hat. Satoshi Oide hat noch weitere Schriften von Cusanus ins Japanische übersetzt und kommentiert, u.a. "De dato patris luminum", "De genesi", "De possest", "De deo abscondito" und "De quaerendo deum". Zwischen 1981 und 1997 war er Präsident der neu gegründeten japanischen Cusanus-Gesellschaft. Es gelang ihm, die Differenzen zwischen Christen, Buddhisten und säkularen Forschern innerhalb der japanischen Cusanus-Gesellschaft zu überbrücken.

Seit einem Forschungsaufenthalt bei Prof. Rudolf Haubst in Mainz zwischen 1966 und 1967 war Satoshi Oide dem Institut für Cusanus-Forschung freundschaftlich verbunden. Am 8. Juni 1968 wurde er in den Wissenschaftlichen Beirat der Cusanus-Gesellschaft aufgenommen. An den Symposien des Beirats hat er mit großer Regelmäßigkeit teilgenommen, außerdem wichtige Beiträge zur Cusanus-Forschung in den MFCG publiziert. Erwähnt sei nur sein grundlegender Aufsatz: Zur Interpretation von "De coniecturis". Über die Grundlagen der cusanischen Konjekturenlehre (MFCG 8, 1970, S. 147-178).

2001 spendete Prof. Oide dem Cusanus-Institut 100.000 DM. Als auf der Grundlage dieser Spende die Satoshi Oide-Stiftung zur Förderung des Institutes für Cusanus-Forschung errichtet wurde, unterstützte er dieses Vorhaben nochmals mit einer Spende von 50.000 Euro. Diese äußerst großzügige Geste dokumentiert die enge Verbundenheit von Satoshi Oide mit unserem Institut in beeindruckender Weise.

Obwohl ihn eine Krebserkrankung zunehmend beeinträchtigt hat, beschäftigte sich Satoshi Oide bis zuletzt intensiv mit Cusanus, vor allem dessen astronomische Theologie faszinierte ihn. Bei einem von der japanischen Cusanus-Gesellschaft und der Kueser Akademie für europäische Geistesgeschichte zu seinen Ehren veranstalteten Symposion konnte er am 20. November 2014 im Cusanus-Geburtshaus in Bernkastel-Kues seine Überlegungen zu diesem Thema vorstellen.

 

 

Anna Reuter beendet ihre Tätigkeit als Kuratorin im Cusanus-Geburtshaus Bernkastel-Kues

 

Bis zur Mitgliederversammlung der Cusanus-Gesellschaft am 08. Mai 2015 ist sie noch da - die Leiterin im Cusanus-Geburtshaus, Frau Anna Reuter. Danach beendet sie jedoch die Tätigkeit rund um das Cusanus-Geburtshaus, Inhalte, Vorträge, Bücher und die Ausstellung über Leben und Werk des Nikolaus von Kues.

Über die Frage, wie es im Cusanus-Geburtshaus weitergehen wird, macht sich der Vorstand der Cusanus-Gesellschaft Gedanken. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist derzeit noch nicht bestimmt.

Ihre Wohnung verlegt die heutige Kuratorin übrigens etwas näher an das Herz des Nikolaus von Kues: in die unmittelbar an das St. Nikolaus Hospital angrenzende Wohnanlage für ältere Menschen in Bernkastel-Kues. Cusanus bleibt ihr nahe.

Die Cusanus-Gesellschaft wünscht Anna Reuter alles Gute für ihren Ruhestand und dankt herzlich für den unermüdlichen Einsatz um das Erbe des Nikolaus von Kues!

 

 

April 2015

Neuerscheinungen:

 

Trierer Cusanus Lecture,  Heft 18:

Blum, Paul Richard: Nikolaus von Kues und die italienische Renaissance

2015, 40 S. 9,80 €

 

 

Trierer Cusanus Lecture,  Heft 19:

Dahm, Albert: Die Lehre von der Rechtfertigung bei Nikolaus von Kues

2015, 37 S. 9,80 €

 

 

Preisausschreibung (2. Bekanntmachung)

Die Günter Klotz und Helena Klotz-Makowiecki Stiftung vergibt erstmals den „Helena Klotz-Makowiecki-Preis für wissenschaftliche Arbeiten zur Cusanus-Forschung“.

Das Preisgeld beträgt 3.000,- €.

Gefördert werden insbesondere Arbeiten zur Cusanus-Forschung, die im Sinne der These von Rudolf Haubst, Nikolaus von Kues sei der „Pförtner der Neuzeit“, die Frage nach Bedeutung und Wirkung des cusanischen Denkens für die Neuzeit untersuchen. Die Arbeiten sollen noch nicht publiziert sein.

Die Arbeiten müssen bis zum 1. Juli 2015 eingereicht werden. Die Vergabe des Preises erfolgt durch den Vorstand der Stiftung unter Beratung und Mitwirkung durch das Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier.

Interessierte wenden sich bitte an das Institut für Cusanus-Forschung: Domfreihof 3, 54290 Trier, Tel. 0651-145510, e-mail: cusanusuni-trierde

 

Februar 2015

Trierer Cusanus Lecture 2015

Montag, 09. Februar 2015

18.00 Uhr c.t.

Hörsaal 10 der Universität Trier

 

 

 

 

"Amor liber est". Liebe und Freiheit bei Nicolaus Cusanus

 

Der Mensch kann nur dann lebendiges Abbild Gottes sein, wenn er wesentlich frei gedacht wird. Diesen Zusammenhang von Lebendigkeit und Freiheit hat Cusanus vor allem in der Intellektualität des Menschen verortet, etwa in seiner Kreativität, mittels derer er Neues erfindet, sich Begriffe schafft und Werte setzt. Aber in der Frage, woher die Motivation stammt, diese gottähnlichen Potentiale verwirklichen zu wollen, kommt ein Vermögen ins Spiel, das allein wirklich frei genannt werden kann, weil es niemals gezwungen zu werden vermag: Die Liebe. In ihrer belebenden Funktion ist sie es, die den Menschen zur geforderten freien Lebendigkeit stimuliert.

August 2014

 

Neuerscheinung

Klaus Kremer: Nikolaus von Kues (1401–1464). Einer der größten Europäer des 15. Jahrhunderts

Vollständig überarbeitete Neuauflage

Der Kardinal Nikolaus Cusanus (1401–1464), geboren im kleinen Winzerdorf Kues an der Mosel, war der größte europäische Theologe und Philosoph des 15. Jahrhunderts. Die vorliegende aktualisierte Gesamtdarstellung aus der Feder des ehemaligen Direktors des Instituts für Cusanus-Forschung und Professors für Philosophie an der Theologischen Fakultät Trier, Prof. Dr. Klaus Kremer (1927–2007), bietet einen ersten, leicht fasslichen Zugang zu Leben und Wirken des großen Gelehrten.
Neben verschiedenen Aussagen von Zeitgenossen und aus der Cusanus-Forschung sowie reichem Bildmaterial lässt die Darstellung den Kardinal durch Zitate aus seinen Werken selbst zu Wort kommen. Auf diese Weise soll der Leser neugierig gemacht und ermutigt werden, sich mit Nikolaus von Kues auf die „Jagd nach Weisheit“ zu begeben.
„Cusanus war ein Deutscher, der früh Europäer wurde, seinen Mittelpunkt in Rom hatte, aber seine Heimat nicht verlor.“ (Karl Jaspers)
Mit Blick auf das diesjährige Cusanus-Jubiläum, den 550. Todestag des großen Kardinals von der Mosel am 11. August 2014, erscheint diese 3. vollständig überarbeitete Neuauflage, an der durch das Institut für Cusanus-Forschung einige kleinere, sachlich notwendige Korrekturen vorgenommen wurden. Außerdem wurde die Bibliographie ergänzt und der Untertitel geändert.

76 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-7902-0083-6

 

Mai 2014

 

Preisausschreibung:    

 

Die Günter Klotz und Helena Klotz-Makowiecki Stiftung vergibt erstmals den „Helena Klotz-Makowiecki-Preis für wissenschaftliche Arbeiten zur Cusanus-Forschung“.

Das Preisgeld beträgt 3.000,- €.

Gefördert werden insbesondere Arbeiten zur Cusanus-Forschung, die im Sinne der These von Rudolf Haubst, Nikolaus von Kues sei der „Pförtner der Neuzeit“, die Frage nach Bedeutung und Wirkung des cusanischen Denkens für die Neuzeit untersuchen. Die Arbeiten sollen noch nicht publiziert sein.

Die Arbeiten müssen bis zum 1. Juli 2015 eingereicht werden. Die Vergabe des Preises erfolgt durch den Vorstand der Stiftung unter Beratung und Mitwirkung durch das Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier.

Interessierte wenden sich bitte an das Institut für Cusanus-Forschung: Domfreihof 3, 54290 Trier, Tel. 0651-145510, e-mail: cusanusuni-trierde

 

 

April 2014

Am 8. April 2014 ist Prälat Prof. Dr. Klaus Reinhardt in Trier verstorben. Aufgrund eines Sturzes in seiner Wohnung musste er sich einer Operation unterziehen, deren Folgen sein durch lange Krankheit geschwächter Körper nicht überlebte.

Klaus Reinhardt wurde am 18. Mai 1935 geboren, er war Priester der Erzdiözese Freiburg und zwischen 1969 und 2003 Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier.

1990 wurde er in den Wissenschaftlichen Beirat der Cusanus-Gesellschaft berufen. Zusammen mit Prof. Dr. Klaus Kremer übernahm er am 15. April 1993 das seit dem Tode von Prof. Dr. Rudolf Haubst vakante Direktorenamt im Institut für Cusanus-Forschung, vom 1. Juli 2000 bis zum 31. März 2007 war er alleiniger Direktor des Instituts. Gleichzeitig leitete er zwischen 1993 und 2004 die Trierer Arbeitsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Ohne seinen Einsatz wäre die Vollendung der umfangreichen Edition der Predigten von Cusanus nicht möglich gewesen.

Als Direktor des Cusanus-Instituts engagierte sich Reinhardt in vielfältiger Weise. Die Kooperation mit der Equipe de recherche sur les mystiques rhénans an der Universität Metz lag ihm sehr am Herzen. Als exzellenter Kenner der spanischen Sprache und Kultur setzte er sich auch für die Verbindung des Instituts mit dem iberischen Raum und mit Argentinien ein. Zahlreiche Nachwuchswissenschaftler wurden von ihm unterstützt und gefördert. Der Satoshi Oide-Stiftung, die Klaus Reinhardt bis zu seinem Tod leitete, spendete er regelmäßig beachtliche Geldbeträge.

Seine eigenen Arbeiten zu Cusanus befassen sich insbesondere mit theologischen Fragen. Sie werden aufgrund des reflektierten Urteils ihres Verfassers und seiner gründlichen Quellenkenntnis noch lange mit Gewinn studiert werden.

Das Institut für Cusanus-Forschung und der Wissenschaftliche Beirat der Cusanus-Gesellschaft sind Prälat Prof. Dr. Klaus Reinhardt zu großem Dank verpflichtet. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am 14. April, um 12:00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Margarethen in D-79183 Waldkirch bei Freiburg statt

Broschüre zur Forschung

Broschüre zur Forschung
Image

Ansprechpartner/innen

Ansprechpartner/innen

Forschungsreferat

Katharina Brodauf

EU-Referat / Transferstelle

Dr. Christel Egner-Duppich

Weiterbildung

Michael Hewera