Sanierung Campus II: Bauarbeiten ab 9. Mai

Im Gebäude H auf Campus II der Universität Trier wird ein Provisorium eingerichtet, dass die Luftqualität in den Räumen verbessern soll. Es hatten sich Beschwerden über Geruchsbelästigungen gehäuft und Mitarbeiter von gesundheitlichen Auswirkungen, wie Atembeschwerden, Hautreizungen und allgemeinem Unwohlsein berichtet. Die Ursache für die Beschwerden soll nach Meinung der Experten eine fehlerhafte Luftzirkulation im Gebäude sein.

 

Die ersten Bauarbeiten in der Übersicht

Montag, 09.05.2016 + Dienstag, 10.05.2016:      
Schneidarbeiten im 1. Obergeschoss (H 144) + 3. Untergeschoss (Treppenhaus)

Dienstag, 10.05.2016:                                                  
Stahlbauarbeiten im 1. Obergeschoss (H 144)

Dienstag, 10.05.2016 / Mittwoch, 11.05.2016:  
Trockenbauarbeiten 1. Obergeschoss (H 144) + 3. Untergeschoss (Treppenhaus)

Die Universitätsleitung bittet um Verständnis, dass es in den kommenden Monaten durch die Sanierungsarbeiten zu unvermeidbaren Behinderungen und Lärmbelästigungen kommen wird.

 

Seit Beginn des Jahres 2015 arbeiten Universitätsleitung, der Personalrat und die zuständige Behörde, der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) konzentriert daran, die Probleme zu beheben. Das gesamte Belüftungs- und Entlüftungssystem wurde umfassenden Untersuchungen unterzogen. Bis auf eine äußerst niedrige Konzentration künstlicher Mineralfasern in Luftkanälen ist nichts auffällig geworden. Daher wurden mit Spannung die neuesten Untersuchungsergebnisse zur Raumluft bei provisorischer Nutzung erwartet. Es ergab sich schlussendlich, dass die Raumluft im Universitätsgebäude H nicht belastet ist, auch nicht durch mineralische Fasern.

Das gesamte Lüftungssystem des Hochtraktes auf Campus II soll nun umgebaut werden. Dabei setzt sich Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel mit Nachdruck beim LBB für die Universität ein: „Einige der Kollegen sind schon genug strapaziert. Das Problem des Luftsystems muss prioritär behandelt werden“, erklärt Jäckel auf einer Informationsveranstaltung am Montag. Die Baumaßnahmen beginnen im November dieses Jahres und sollen voraussichtlich bis Januar 2018 dauern. Sie werden weiter von regelmäßigen Informationsveranstaltungen begleitet. Bis zum Start der komplexen Umbaumaßnahmen soll ein Provisorium die Situation der Mitarbeiter und Studierenden schon jetzt verbessern. Die Einrichtung des Provisoriums beginnt am 17. Mai und wird bis Ende Juli abgeschlossen.

Für das Provisorium wird das Luftsystem im Gebäude H von Abluft auf Zuluft umgestellt. Bislang gelangt die Abluft über das achte Obergeschoss des Gebäudes nach außen, wie nach innen. In der Übergangslösung wird Frischluft in tiefer gelegenen Etagen angesogen. Damit soll vermieden werden, dass die über das achte Obergeschoss abgeleitete wieder in das Gebäude gelangt. Der stellvertretende Universitäts-Kanzler Thomas Künzel versichert, dass auch die Forderung des Personalrats erfüllt wird und die Lüftungskanäle vor der Umstellung von Ab- auf Zuluft so gut wie möglich gereinigt werden. Während der Umbauzeit können zeitweise Labore nicht genutzt werden und im Bedarfsfall Mitarbeiter und Studierende in die Räume F 57 oder F 196 ausweichen. Insgesamt stehen zusätzlich 16 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Nach dem Provisorium folgt im November der eigentliche Umbau. Dazu wird an der Südostseite vor dem Gebäude ein Ansaugturm gebaut über den Frischluft in das Gebäudeinnere gezogen wird. Dadurch werden auch in den Büros, Fluren und Schächten weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig. In bestimmten Zeitfenstern müssen bauteil- und etagenweise Büros komplett geräumt werden. Momentan wird an einem Umzugsplan gearbeitet, der in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt wird und damit den aktuellsten Bauzeitenplan berücksichtigt.

Am Umbau beteiligt sind der LBB als Eigentümer des Gebäudes, der TÜV Rheinland, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz und die Universität Trier als Mieter. Für die Erneuerung des Belüftungssystems des Gebäudes sind umfassende Planungs- und Ausschreibeverfahren notwendig, daher auch das Provisorium, das über den Sommer helfen soll. Die aufwendige Sanierung wird etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Die nächste Informationsveranstaltung findet voraussichtlich Anfang Juli statt.

 

Ausführliche Informationen zum Hintergrund sind eingestellt unter: www.bau.uni-trier.de