Profil

Leben und Forschen im digitalen Zeitalter

Die Computerlinguistik hat insbesondere durch die weite Verbreitung des Internets in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ursprünglich vor allem mit Aufgaben wie der maschinellen Übersetzung befasst, spielt heutzutage die automatische Textverarbeitung in fast allen Lebens- und Arbeitsbereichen eine große Rolle.

Auch die Digital Humanities befassen sich mit der automatischen Analyse von Texten, dies aber in einem stärker geisteswissenschaftlichem Rahmen und in Verbindung mit verschiedenen anderen, nichttextuellen Gegenständen. Zu ihren Kernaufgaben gehört die Digitalisierung und freie Publikation von Artefakten der menschlichen Überlieferung, deren inhaltliche Erschließung, die Präsentation sowie die Langzeitarchivierung. Eine damit mitgedachte Frage ist, inwiefern die Digitalisierung das akademische Arbeiten verändert.

Studium

Die Studiengänge Computerlinguistik und Digital Humanities richten sich an Studieninteressenten mit gleichzeitig technischen, wie auch sprach- und geisteswissenschaftlichen Interessen.

Das Studium bietet zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten und erlaubt es auf dieser Grundlage individuelle Schwerpunkte zu setzen. Darüber hinaus zeichnen sich unsere Studiengänge durch ein sehr gutes Betreuungsverhältnis sowie intensive Arbeit in kleinen Gruppen aus.

In den Studiengängen der Computerlinguistik und der Digital Humanities werden geisteswissenschaftliche, sprachwissenschaftliche und technische Kenntnisse vermittelt und entsprechende praktische Fähigkeiten ausgebildet. So bereiten wir unsere Absolventen auf eine breite Palette an möglichen Arbeitsfeldern in der freien Wirtschaft und Forschung vor.

Interessierten stehen folgende Studiengänge zur Auswahl:

  • B.A. Computerlinguistik (Haupt-, und Nebenfach)
  • M.A. Computerlinguistik (Kern-, Haupt- und Nebenfach)
  • M.Sc. Digital Humanities (Kernfach)

Forschung

Der Schwerpunkt des Faches bilden statistische Methoden zur Spracherforschung und zur maschinellen Verarbeitung von Sprache. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der quantitativen und systemtheoretischen Linguistik, wobei das Fach für die Publikation des internationalen Journal of Quantitative Linguistics zuständig ist. 

Im Bereich der Digital Humanities arbeitet das Fach eng mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften (Trier Center for Digital Humanities) zusammen, welches seit 1998 an über einhundert Projekten auf nationaler und internationaler Ebene beteiligt war und ist. Im Fokus seiner Arbeit steht die Aufarbeitung und Vernetzung von textuellen und nichttextuellen geisteswissenschaftlichen Gegenständen.