E-Assessment - Allgemein

E-Assessment - Definitionen

Die beiden nachstehend aufgeführten Definitionen ordnen den Begriff E-Assessment ein:

„Spektrum der auf den neuen (elektronischen) Informations- und Kommunikationstechnologien basierenden Verfahren der lehrzielbezogenen Bestimmung, Beurteilung, Bewertung, Dokumentation und Rückmeldung der jeweiligen Lernvoraussetzungen, des aktuellen Lernstandes oder der erreichten Lernergebnisse/-leistungen vor, während („Assessment für das Lernen“) oder nach Abschluss („Assessment des Lernens“) einer spezifischen Lehr-Lernperiode." (Bloh, 2006, S. 6)

E-Assessment umfasst alle Aktivitäten, „die vor dem Verfahren zur Ermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten von Lernenden (diagnostisch), während des Verfahrens zur Steuerung des Lernprozesses (formativ) und nach Abschluss des Verfahrens zur Leistungsüberprüfung und Leistungsbeurteilung (summativ) eingesetzt werden.“ (Franke & Handke 2012, S. 155).

E-Assessment an der Universität Trier = E-Assessment als Prozess

Ausgehend von den zuvor aufgeführten E-Assessment-Definitionen, versteht die Koordinationsstelle E-Learning den Bereich E-Assessment als Prozess. Das nachstehende Schaubild visualisiert das Zusammenspiel des formativen und summativen E-Assessment unter Berücksichtigung von Studierenden und Dozierenden.

E-Assessment-Formen

I. Formatives E-Assessment (z.B. E-Tutorien in den FB's IV und VI)

Gemeint ist hier bspw. die vorlesungsbegleitende Durchführung von elektronischen Tutorien/Übungen.

Vorteilhafte Aspekte:

  • E-Tutorien ermöglichen die vorlesungsbegleitende Auseinandersetzung (Wiederholung und Auffrischung von Kenntnissen) mit dem Veranstaltungsstoff in Klein- und Großveranstaltungen. Mittels Ergebnisfeedback nach Absolvierung eines E-Tutoriums, können Studierende persönliche Lernfortschritte und Lernschwierigkeiten identifizieren und bewerten (optimale Unterstützung zur Prüfungsvorbereitung).
  • Verschiedene Kennzahlen unterstützen die Dozierenden dabei den Ergebnisverlauf während eines E-Tutoriums zu verfolgen und nach Beendigung zu bewerten. Die Analyse von Einzelfragen und aggregierten Testergebnissen der Studierenden verweisen auf eventuelle Problembereiche und ermöglichen den Dozierenden diese Inhalte in der Präsenzveranstaltung zu wiederholen, zu vertiefen und damit Lernleistungen nachhaltig positiv zu beeinflussen.
  • Erweiterte Kompetenzabfrage durch Medien- und Softwareeinbindung (Audio, fachbezogene Software etc.). Neben der Möglichkeit Antworten frei zu formulieren, können die Studierenden Diagramme ergänzen, Simulationen durchführen, mittels eingefügter Audiodateien und verwendeter Kopfhörer phonetische Transkriptionen vornehmen und/oder Fragen mit Bildern hoher Qualität in kunsthistorischen oder geowissenschaftlichen Kontexten bearbeiten.
  • Teilnahme und Bewertung auch bequem außerhalb des Campus (z.B. zu Hause) möglich.
  • Realisierung individueller und adaptiver Lernstrategien und -szenarien in ILIAS.

II. Summatives E-Assessment (z.B. E-Klausuren in den FB's I, IV und VI)

E-Klausuren am Ende einer Lehrveranstaltung erlauben die zeitnahe, objektive Rückmeldung über das Prüfungsergebnis.

Weitere vorteilhafte Aspekte:

  • Die Bewältigung von erhöhtem Prüfungsaufkommen.
  • Die komfortable Verwaltung und (Wieder)Verwendung von Prüfungsfragen.
  • Die unkomplizierte Durchführung von randomisierten Klausuren.
  • Eine erweiterte Kompetenzabfrage durch Medien- und Softwareeinbindung (Audio, fachbezogene Software).
  • Ein gesicherter, personenbezogener Zugriff auf die Prüfungsinhalte (granulare Organisation des Klausursystems).
  • Zeit- und Kostenersparnis bei Erstellung, Durchführung und Korrektur von Klausuren (gilt auch für den Einsatz von Freitextfragen).

III. Diagnostisches E-Assessment (z.B. Spracheingangstests)

Elektronischen Spracheingangstests liefern Dozierenden und Studierenden ein Feedback über den Leistungsstand bzw. das Kompetenzniveau der Teilnehmer vor dem Kursbeginn. Des weiteren dienen die Ergebnisse der Tests als Orientierungshilfe bei der Suche nach und der Einteilung von passgenauen Sprachkursgruppen. Spracheingangstests tragen weiterhin dazu bei, dass die Abbrecherquoten in den Kursen der Sprachenausbildung sinken und erlauben eine ergebnisabhängige Schwerpunktsetzung von Themen (z.B. Anteile von Lese- und Hörverstehen) in der Lehrveranstaltung. Aktuell werden Spracheingangstests für die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch angeboten.

ILIAS

Als Plattform zur Durchführung der E-Assessmentvorhaben dient die Learning-Managment Software ILIAS.

In diesem System haben die Lehrenden die Möglichkeit Inhalte (Fragen, Tests etc.) zu erstellen. Zugleich dient das ILIAS-System als Anlaufstelle für die Studierenden zur Absolvierung von E-Tutorien und E-Klausuren.

Zum Aufgabengebiet der Koordinationsstelle E-Learning zählt ein umfangreichen Supportangebot von:

  • der Konzeption

Weitere Informationen rund um das Thema E-Assessment an der Universität Trier finden Sie in den nachstehenden Reitern.

http://www.ilias.de

Ansprechpartner

Interessierte Lehrende, die E-Assessments in die Lehre integrieren möchten, wenden sich bitte an:

Daniel Röder

DM 09

Telefon: 0651 201 3110

Sie können auf Anfrage gerne eine Einführung in die an der Universität verwendete E-Assessment-Software ILIAS erhalten. Die Koordinationsstelle E-Learning berät Sie gerne bei der Konzeption, Umsetzung, Durchführung und Evaluation von E-Assessment Vorhaben.

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