Lichtkunst Trier


»» GENERATOR MEETS CITY CAMPUS

Nutzen Sie beim City Campus am 29.09.2017 die letzte Chance, die Lichtkunstinstallation LOREM IPSUM im Rahmen einer Führung hautnah zu erleben! Führungen: ab 17:00 Uhr bis 23:30 Uhr Es fährt ein Shuttlebus direkt vom Viehmarkt zum »» generator. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage des City Campus [hier gerne einen Hyperlink zur Seite des CC: www.citycampus-trier.de/index.php] oder direkt am Stand auf dem Viehmarkt.


Künstlergespräch mit JeongHo Park

Kunstraum generator

Im Kontext des »» generators 2016 fand am 22.02.2016 ein öffentliches Gespräch mit dem Medienkünstler JeongHo Park statt. Neben dem Werk Silhouette Interference zeigte Park an diesem Abend noch drei weitere Arbeiten seines kreativen Schaffens: Boxes, Line Synth und BitPixel. Die Kuratorin Andrea Diederichs führte zusammen JeongHo Park in die Arbeiten ein.

Die interaktive Arbeit Silhouette Interference des südkoreanischen Installationskünstlers JeongHo Park beschäftigt sich mit dem Thema des menschlichen Subjekts, jedoch innerhalb des auch tagespolitisch geführten Diskurses der digitalen Überwachung. Nähert man sich der Installation so stellt man erfreut fest, dass der eigene Schatten ein mobiler Teil des Kunstwerks ist. Unsere Bewegungen werden an die Wand projiziert und man selbst ist dazu verleitet – ja verspürt gar den Anreiz, mit Objekten und den Schattenrissen anderer Personen zu interagieren, sich mit dem Gezeigten zu beschäftigen und es gezielt zu verändern. Doch die Technik, die dieses Bild erzeugt, ist nicht versteckt, sondern im Gegenteil offen sichtbar platziert: Sensoren und Kameras übermitteln die physischen Daten einzelner Besucher an einen Computer, der wiederum diese Informationen in Silhouetten umrechnet. Mithilfe der Technik des kreativen Programmierens (Creative Coding) verführt uns der Künstler JeongHo Park zur scheinbar unbekümmerten Erforschung und Teilnahme an der Illusion, färbt die Schatten der Besucher bunt ein, projiziert sie sogar in eine fingierte Stadtsilhouette Triers und schafft damit auch einen Ortsverweis. Neben dem Erkennungsmoment des eigenen Ichs innerhalb dieser Schatten trägt JeongHo Park noch zu einem weiteren solchen Erkennungsmoment bei, der jedoch deutlich nüchterner ausfällt: Der Sensor rechnet die Person auf ein Minimum an Informationen herunter: gibt sie schließlich nur als Silhouette wieder, reduziert zu einem kleinen Datenpaket inmitten der Debatte um digitale Überwachung. Die Technik reduziert den Menschen, wie ihr beliebt und lenkt diesen dadurch nach eigenem Gusto. In der Arbeit Silhouette Interference geht es um kodierte Informationen und deren Entschlüsselung: Was bei Park scheinbar harmlos, gar spielerisch, erscheint, verweist auf den Datenhandel – hier subtil und sympathisch verpackt. In der Welt da Draußen offenbaren jedoch die von Unternehmen gesammelten, aufbereiteten und verkauften Daten das beeinträchtige Recht auf Selbstbestimmung. JeongHo Park weist in seiner Arbeit genau auf diese Janusköpfigkeit hin.


Live-Performance Klaus Maßem

Am 7. Dezember 2016 laden wir Sie herzlich zu unseren Artist Talks im »»generator 2016 mit Klaus Maßem ein. Im Gespräch mit den Kuratorinnen und Kuratoren können Sie mehr über den Trierer Künstler Klaus Maßem und seine Kunst erfahren.

Datum und Uhrzeit: 7. Dezember, Mittwoch von 19:00 bis 22:00 Uhr

Highlight wird die angekündigte Live-Performance sein.

Veranstaltungsort sind die Ausstelllungsräume des generators. 

Mehr Informationen auf der Homepage des Generators


Kunstausstellung >>generator 2016 verlängert bis 18.06.2017

Ausstellungsverlängerung: 03.11.2016 – 18.06.2017

Wegen des starken Interesses und der großen Nachfrage nach Führungen wird die Laufzeit der aktuellen Ausstellung >>generator 2016 an der Universität Trier bis zum 18.06.2017 verlängert.

Der Zugang ist nur im Rahmen öffentlicher Führungen und nach vorheriger kostenfreier Anmeldung möglich: donnerstags, 18:30-19:30 Uhr und alle zwei Wochen samstags, 14:00-15:00 Uhr (beginnend am 08.04.2017)

Die genauen Termine entnehmen Sie bitte unserer Website, über die auch die Anmeldung erfolgt:

generator.uni-trier.de/anmeldung/

Besucheradresse generator. Medienkunstlabor Trier: Universität Trier, Campus II, Behringstr. 21, 54296 Trier

In der Zeit von November 2016 bis März 2017 haben bereits über 1.000 Gäste die Ausstellung in der ehemaligen Heizkraftzentrale besucht. Die aktuelle Ausstellung im generator. Medienkunstlabor Trier wird wegen dieser großen Nachfrage noch bis zum 18. Juni 2017 zu sehen sein.

In den kommenden drei Monaten haben Sie somit noch Gelegenheit, die Lichtinstallation LOREM IPSUM des international tätigen Künstlerduos Hartung und Trenz zu erleben. Die Installation, die mit 24 Diaprojektoren die zweigeschossige Halle in ein warmes Licht taucht, überzieht Decken, Pfeiler und Wände mit Textfragmenten. Die Textprojektion des gleichnamigen, auf Cicero basierenden Blindtextes steht dabei als pars pro toto für die künstlerische Zukunft dieses einzigartigen Ortes. Bereits im Vorraum zeigt die Arbeit von Diana Thomas kritisch und zugleich humorvoll, wie Designer mit dem Phänomen des »Blindtextes« umgehen.

Im ehemaligen Kohlekeller demonstrieren zwei weitere Kunstwerke, wie durch Licht, Sprache und Bild Verständigung möglich wird: Klaus Maßem zeigt in seiner mehr als 61 Meter langen Tuschezeichnung »Menschgang« eine Abfolge verschiedenster Szenen menschlicher Existenz und lotet damit die Grenzen des Kunstwerks mit zeichnerischen Mitteln aus. Ergänzt wird diese überwältigende Arbeit durch die interaktive Videoinstallation von Jeong-Ho Park: »Silhouette Interference« spiegelt das Thema der ›Bewegung‹ im elektronischen Medium wider und ruft zu Partizipation auf: Der Betrachters wird Teil des Kunstwerks und kann es aktiv verändern.

Der generator bietet Studierenden seit 2015 die Möglichkeit, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungsprojekte zu realisieren. Sowohl das einstige Kohlelager als auch das zweigeschossige Heizkraftwerk blieben von der Konversion vom Militärhospital zum Uni-Campus weitgehend unberührt, wodurch sich die unverwechselbare Architektur erhalten hat. Auf Videostelen abrufbare Kurzfilme informieren als Dauereinrichtung über die prägende Bedeutung des französischen Militärs für die Stadtgeschichte, die im generator heute noch erfahrbar ist.

Leitung des Projektes:

Prof. Dr. Ulrike Gehring, E-Mail: gehring@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2125

Dr. Stephan Brakensiek, E-Mail: brakensi@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2169

Auskunft und Information:

Kunstgeschichte: generator@uni-trier.de, Tel. 0651/201-2126 (Mo-Do vormittags)


Lorem Ipsum


Generator 2016: Ausstellung Lorem Ipsum

Kunstraum der Universität Trier Die Räumlichkeiten im Kellergeschoss des früheren Militärkrankenhauses André Genet auf Campus II bieten Studierenden seit 2015 die Möglichkeit, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungsprojekte zu realisieren. Sowohl das einstige Kohlelager als auch das zweigeschossige Heizkraftwerk blieben von der Konversion vom Hospital zum Uni-Campus weitgehend unberührt, wodurch sich die ursprüngliche Architektur erhalten hat. Wo einst Kohle verfeuert wurde, präsentiert sich heute eine imposante Lichtinstallation des international renommierten Künstlerduos Hartung und Trenz unter dem Titel LOREM IPSUM.

Die Textprojektion steht als pars pro toto für die künstlerische Zukunft des Raumes und damit stellvertretend für alle etwaigen Nutzungen. Die im Vorraum gezeigte Arbeit Lorem ipsum von Diana Thomas beschäftigt sich auf formaler und inhaltlicher Ebene kritisch wie humorvoll mit dem Phänomen des ›Blindtextes‹. Im zweiten Ausstellungsraum, dem Kohlekeller, werden die Grenzen des Kunstwerks mit zeichnerischen Mitteln ausgelotet: Klaus Maßem zeigt in seiner 1 x 61 Meter messenden Tuschezeichnung Menschgang eine Abfolge unterschiedlichster Szenen menschlicher Existenz. Ergänzt wird diese schon in ihrer Größe überwältigende Arbeit durch die interaktive Videoinstallation von JeongHo Park: Silhouette Interference spiegelt das auch bei Maßem anklingende Thema der ›Bewegung‹ nun im elektronischen Medium wider und ruft zur aktiven Partizipation des Betrachters auf. Auf Videostelen abrufbare Kurzfilme machen anlässlich der Ausstellung >>generator 2016 bewusst, welch‘ prägender Teil der Stadtgeschichte hinter Campus II und dem Petrisberg steht


Licht: Material - Medium - Metapher

Öffentliche Ringvorlesung der Universität Trier und der Universität Basel vom 29.04.2014 bis zum 02.12.2015

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Jahr des Lichtes erklärt, um gleich mehrere Jubiläen zu würdigen. Angesichts der hohen gesellschaftlichen Entdeckungen haben die Universitäten Trier und Basel eine gemeinsame Ringvorlesung gestaltet, in der die kulturwissenschaftlichen Dimensionen dieser Errungenschaften diskutiert wurden. Hierbei wurden Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen gehalten, die das Spektrum des Lichts als Material, Medium und Metapher aufzeigten und auf die historischen Querverbindungen verwiesen haben. Hierzu wurden Referenten und Referentinnen aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden eingeladen, um die Vortragsreihe mit ihren Beiträgen zu gestalten: Flyer der Veranstaltung als PDF


'GENERATOR': Lichtkunst im Heizkraftwerk Trier

Die UNESCO hat das Jahr 2015 zum Jahr des Lichts erklärt. Die Universität Trier greift das Motto unter anderem in einer Ringvorlesung auf. Höhepunkt des Programms ist eine ungewöhnliche Ausstellung in den Katakomben von Campus II.

Wo einst Kohle verfeuert wurde, um das darüber liegende Militärkrankenhaus mit Energie zu versorgen, präsentiert sich eine imposante Lichtinstallation des international renommierten Konzeptkünstlers Mischa Kuball unter dem Titel „Flashlab“. Seine historische Kontextualisierung erfährt das „Flashlab“ in der Fotoausstellung von Claus Bach und Karola Perrot zum „Mythos Petrisberg“.

Homepage zur Ausstellung 'Generator'

Mischa Kuball und die Heizkraftzentrale

Mit farbigem Licht inszeniert der Künstler eine riesige, der Öffentlichkeit bislang unzugängliche Halle, die bis in die 1990er Jahre einem französischen Militärkrankenhaus als Heizkraftzentrale diente. Mischa Kuball taucht die funktionale Architektur der 1960er Jahre, deren Charme an eine moderne Industriearchitektur erinnert, in ein glühendes Rot, das in regelmäßigen Abständen von hellen Stroboskopblitzen durchbrochen wird. Statt den Raum gleichmäßig auszuleuchten, selektiert er, welches Bild der Betrachter von diesem Ort zu sehen bekommt. Kuratiert wurde das Flashlab von der Trierer Doktorandin Andrea Günther.

Architekturfotografie im Kohlekeller: Claus Bach und Karola Perrot

Beide Künstler beschäftigen sich mit den Spuren, die sich über die verschiedenen Nutzungen Räumen eingeschrieben haben. Während die analogen Aufnahmen von Karola Perrot brachgefallene Kasernen auf dem Trierer Petrisberg dokumentieren, erzählen Claus Bachs digitale Langzeitbelichtungen Geschichten, die sich in vielen kleinen Details offenbaren, meist aber übersehen werden. Ihren Ursprung haben diese Geschichten in Quellen, die Studierende in den zurückliegenden Monaten in Archiven geborgen und in Interviews mit Zeitzeugen überprüft haben. Die Verbindung zwischen Kohlekeller und Heizkraftzentrale liegt in der zeitlichen Dimension, dank derer zunächst der Vergangenheit des Ortes erinnert wird, bevor das Flashlab eine zukunftsweisende Vision entwickelt, die für die Dauer eines Lichtblitzes erahnen lässt, welches Potential in diesem Ort ruht.

Leitung des Projektes und Kontakt

Prof. Ulrike Gehring, E-Mail: gehring[at]uni-trier.de, Tel. 0651/201-2125

Dr. Stephan Brakensiek, E-Mail: brakensi[at]uni-trier.de, Tel. 0651/201-2169


Vortragsreihe Trier: Licht. Material - Medium - Metapher

29.04.2015

Dr. ir. Fokko Jan Dijksterhuis (Twente): „Die Substanz des Lichts. Theorie und Praxis der frühmodernen Optik“

13.05.2015

Prof. Dr. Steffen Siegel (Essen): „Lichtbilder – ans Licht bringen. Das Fotografische und der Beginn der modernen Mediengeschichte“

10.06.2015

Michael Massmünster, M.A. (Basel): „Leuchtende Stadt: eine Anthropologie der Nacht“

17.06.2015

Prof. Dr. Gunnar Schmidt (Trier): „Haut aus Licht. Über den amerikanischen Projektionskünstler Tony Oursler“

01.07.2015

Prof. Dr. Jacques Picard (Basel): „Schwarzes Feuer auf weißem Grund. Schöpfungsmythen der kabbalistischen Mystik in der Moderne“

15.07.2015

Prof. Dr. Ulrike Gehring (Trier): „Der Nachweis des Unsichtbaren. Naturwissenschaftliche Forschung unter dem Einfluss fotografischer Beweisführungen“

28.10.2015

Mischa Kuball (Düsseldorf) im Dialog mit Dr. Andreas Beitin (Karlsruhe) und Andrea Günther, M.A. (Trier): „Lichtpolitik – Intervention als Methode“

04.11.2015

Prof. Dr. Christian Jansen (Trier): „Sonne und Licht in der Propaganda und Inszenierung der Völkischen, Faschisten und Nationalsozialisten. Erkundungen auf einem kaum erforschten Feld“

18.11.2015

Prof. Dr. Thomas Filk (Freiburg): „Licht am Beginn zweier Revolutionen“

02.12.2015

Prof. Dr. Michael Jäckel und Gerrit Fröhlich, M.A. (Trier): „Mettre en lumière – Die Soziologie und das Licht“

Zum Vortragsprogramm an der Universität Basel: Programm PDF