Das Institut


Gründung/ Organisationsform:

Das Institut für Umwelt- und Technikrecht besteht seit 1989. Es ging aus einer im Jahre 1985 gegründeten Forschungsstelle hervor und ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Trier. Es stellt sich seine Aufgaben selbst und verwaltet seine Mittel weitgehend eigenständig. Leitung, Geschäftsführung und Mittelverwaltung sind im Organisationsstatut des Instituts, das vom Senat der Universität beschlossen und vom Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt wurde, geregelt.

Erstmalig in der Bundesrepublik Deutschland wurden durch das IUTR die sachlich verwandten Gebiete des Umwelt- und Technikrechts zusammengefasst.

 

Gründungsidee:

Die Idee der Gründer, das Umweltrecht und das Technikrecht in einem Forschungsprogramm zu verbinden, stellte seinerzeit eine Novität in der juristischen Wissenschaftslandschaft dar. Seit seiner Errichtung hat das IUTR bei der Verwirklichung des selbstgesteckten Ziels, sowohl das nationale als auch das internationale Umwelt- und Technikrecht gemeinsam wissenschaftlich zu erforschen und zu lehren, allseits anerkannte Erfolge erzielt. Die Notwendigkeit, die sich in wesentlichen Kernbereichen überschneidenden Rechtsgebiete sachlich zusammenzufassen, ist heute unumstritten. Ein wesentlicher Vorteil des Instituts für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier liegt darin, dass es dieser sachlichen Verknüpfung durch die personelle Zusammensetzung der an ihr beteiligten Wissenschaftler gerecht wird. Der Erfolg wird nicht zuletzt dadurch offenkundig, dass an vielen Universitäten Institute gegründet worden sind, die dem in Trier entwickelten Konzept in ihrer eigenen Arbeit folgen.

 

Aufgaben/ Forschungsprofil:

Zu den Aufgaben des Instituts gehören die Forschung und Lehre im Umwelt- und Technikrecht, der Erfahrungsaustausch mit der umwelt- und technikrechtlichen Praxis und die Förderung von fachübergreifender Zusammenarbeit bei Umweltschutz, technischer Sicherheit und Technikfolgen.

Die von den vier Institutsdirektoren repräsentierten Forschungsgebiete umfassen ein breites rechtswissenschaftliches Spektrum. Prof. Dr. Hebeler, Prof. Dr. Hofmann und Prof. Dr. Proelß beschäftigen sich mit staats- und verwaltungsrechtlichen Fragestellungen des Umweltrechts. Das europäische Umweltrecht ist ein Forschungsschwerpunkt der Direktoren Hofmann und Proelß, das Umweltvölkerrecht das von Prof. Proelß. Prof. Dr. Reiff befasst sich mit den zivilrechtlichen Aspekten des Umwelt- und Technikrechts. So können dessen Forschungsgegenstände nahezu umfassend und mit allen Implikationen untersucht werden. Nur dieser Ansatz kann den wissenschaftlichen Anforderungen letztlich gerecht werden, denn das Umwelt- und Technikrecht lässt sich nicht mehr ausschließlich auf der Grundlage der einzelstaatlichen Rechtsordnung bearbeiten, und noch weniger kann es abschließend in die herkömmlichen Fächerkategorien der Rechtswissenschaft eingeordnet werden. Notwendig ist vielmehr eine fächerübergreifende und auch das internationale Recht einbeziehende Betrachtungsweise. Diese Voraussetzungen sind am Institut für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier gegeben.

Dem weiteren Ziel der Institutsarbeit, den Erfahrungsaustausch zwischen rechtswissenschaftlicher Forschung und der Anwendung des Umwelt- und Technikrechts in Wirtschaft, Verwaltung und Justiz zu fördern, dienen vor allem die alljährlichen Trierer Kolloquien zum Umwelt- und Technikrecht, die durch weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

 

Leitung:

Die wissenschaftliche Leitung des IUTR liegt gemeinsam in den Händen der beteiligten Professoren. Für jeweils ein Jahr übernimmt einer der Direktoren die Geschäftsführung. Er wird hierbei von einer Assistentin bzw. einem Assistenten unterstützt.

Nach einigen personellen Veränderungen im Direktorium wird das Institut seit Oktober 2014 von den Professoren Dr. Timo Hebeler, Dr. Ekkehard Hofmann, Dr. Alexander Proelß und Dr. Peter Reiff geleitet.

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Direktoren des Instituts (Chronologie):

Prof. em. Dr. Rüdiger Breuer (Gründungsdirektor)

1989-1994

Nachfolger: Prof. Dr. Michael Reinhardt

Prof. em. Dr. Michael Kloepfer (Gründungsdirektor)

1989-1992

Nachfolger: Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

Prof. em. Dr. Peter Marburger (Gründungsdirektor)

1989-2011

Nachfolger: Prof. Dr. Bernd Hecker

Prof. em. Dr. Meinhard Schröder (Gründungsdirektor)

1989-2011

Nachfolger: Prof. Dr. Alexander Proelß

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

1994-1999

Nachfolger: Prof. em. Dr. Reinhard     Hendler

Prof. Dr. Michael Reinhardt, LL.M.

1996-2006

Nachfolger: Prof. Dr. Peter Reiff

Prof. em. Dr. Reinhard Hendler

1999-2014

Nachfolger: Prof. Dr. Ekkehard Hofmann

Prof. Dr. Peter Reiff (Direktor)

seit 2006

 

Prof. Dr. Bernd Hecker

2011-2012

Nachfolger: Prof. Dr. Timo Hebeler

Prof. Dr. Alexander Proelß (Direktor)

seit 2011

 

Prof. Dr. Timo Hebeler (Direktor)

seit 2013

 

Prof. Dr. Ekkehard Hofmann (Direktor)

seit 2014

 


Broschüre des Instituts für Umwelt- und Technikrecht:


Hörfunkbeitrag:

 

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des IUTR sendete der SWR 4 am 06.09.2010 in seinem Programm "Heute um 12" einen Beitrag über das Institut. Der Bericht gibt nicht nur Einblicke in die Entstehungsgeschichte und die Forschungsgebiete, sondern unterstreicht auch die bundesweit beachtliche Stellung des Instituts auf dem Gebiet des Umwelt- und Technikrechts. Den dreiminütigen Beitrag können Sie hier anhören.