Abschiedsvorlesung von Prof. Hendler/ Antrittsvorlesung von Prof. Hofmann

Am Freitag, dem 19. Juni 2015, hielten Prof. Dr. Reinhard Hendler, ehemaliger Direktor des IUTR, sowie sein Nachfolger Prof. Dr. Ekkehard Hofmann im Rahmen eines gemeinsamen Festaktes ihre Abschieds- bzw. Antrittsvorlesungen am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Trier. An der Veranstaltung nahmen knapp 100  Personen teil, darunter auch viele ehemalige Wegbegleiter der beiden Wissenschaftler.

In seiner Begrüßungsrede hob Prof. Dr. Alexander Proelß die gute Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Hendler hervor, die stets von großer Kollegialität geprägt gewesen sei. Prof. Hendler habe nicht nur eine beeindruckende Vita als Rechtswissenschaftler vorzuweisen, sondern sei auch ein sehr umgänglicher Kollege gewesen, dessen Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können, ihn stets ausgezeichnet habe. Für seine neue Tätigkeit als Anwalt wünschte Prof. Proelß ihm alles Gute. Herrn Prof. Hofmann bescheinigte er, dass dieser sich bereits gut eingelebt habe. Das in kurzer Zeit gemeinsam Geleistete lasse auch für die Zukunft eine fruchtbare Zusammenarbeit erwarten.

Auch Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel dankte in seinem Grußwort Herrn Prof. Hendler für dessen Wirken an der Universität Trier und wünschte Herrn Prof. Hofmann einen guten Einstand.

In seinem Vortrag blickte Prof. Hendler zunächst nochmals auf seine wissenschaftliche Karriere zurück und lobte dabei insbesondere die sehr gewinnbringende und interessante Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern anderer Fachbereiche in Trier. Im Rahmen interdisziplinärer Projekte wie dem am IUTR angesiedelten Graduiertenkolleg "Verbesserung von Normsetzung und Normanwendung im integrierten Umweltschutz durch rechts- und naturwissenschaftliche Kooperation" habe er viele neue Einblicke und Erkenntnisse gewinnen können. Im Weiteren referierte er zu dem Thema "Windenergieanlagen in der Akzeptanzkrise". Dabei ging er u.a. auf die Möglichkeiten einer Minimierung von Konflikten durch Bürgerbeteiligung ein, wobei er sich sowohl auf die Beteiligung am Verwaltungsverfahren als auch auf finanzielle Partizipationsmodelle bezog.

Prof. Hofmann lobte die gute Arbeitsatmosphäre in Trier und betonte, dass er sich von Beginn an sehr willkommen gefühlt habe. Mit seinem Vortrag "Infrastrukturabgaben als Instrument des Klimaschutzes? Zur möglichen Zukunft der Pkw-Maut" griff er ein sehr aktuelles Thema auf. Dabei kam er zu dem Schluss, dass die in Deutschland geplante Pkw-Maut in ihrer derzeitigen Konzeption europarechtswidrig sei. Der Einsatz von Instrumenten wie der Lkw-Maut, die sich am tatsächlichen Verbrauch orientierten, sei jedoch richtig. Prof. Hofmann regte vor diesem Hintergrund mit Blick auf Pkw eine Erhöhung der Mineralölsteuer an, wenngleich er bekannte, dass es sich dabei vermutlich um ein Projekt handele, das politisch nur schwer durchsetzbar sei.

Die gelungene Veranstaltung endete mit einem festlichen Buffet, das eine gute Gelegenheit zu weiterem Austausch bot.