Papyrologie

Papyrus war quasi das Papier der Antike. Es bleibt aber viel länger erhalten, wenn es entsprechend gelagert wird. Deshalb werden bis heute – vorwiegend in Ägypten – mehr als 2000 Jahre alte Papyrusrollen oder Fragmente entdeckt, die uns über das Leben in der Antike berichten. Papyrologen erforschen auch Texte, die auf Pergament, Tonscherben, Holz und anderen Schriftträgern erhalten geblieben sind.

Die Altertumsforschung braucht Papyrologen, die diese Schriften entziffern, übersetzen und in den kulturhistorischen Zusammenhang einordnen können. Papyrologie kann man  in Trier nach einem Bachelor-Studium in einem altertumswissenschaftlichen Fach als Master-Studiengang im Haupt- und Nebenfach belegen. Die Papyrus-Sammlung des Fachs mit ihren mehr als 800 Papyrustexten dient dabei als praktisches Übungsfeld.

Bianka Nuesser, Masterstudentin

"Für Studierende der Altertumswissenschaften bietet Trier viele interessante Sehenswürdigkeiten: die Weltkulturerbestätten, wie Porta Nigra, Amphitheater, Barbara- und Kaiserthermen. In den Museen der Stadt gibt es tolle Ausstellungen, die sich immer wieder neu mit der Historie auseinandersetzen.

Für Papyrologie kann man mit vielen anderen altertumswissenschaftlichen Fächern, wie Ägyptologie, Klassische Archäologie, Alte Geschichte oder auch der Klassischen Philologie kombinieren. Die Universität Trier ist hier stark aufgestellt."

Julius Bergau, Masterstudent

"Das Entziffern der zumeist altgriechischen Papyri aus dem griechisch-römisch-arabischen Ägypten ist stets eine faszinierende Herausforderung.

Selten kommt man der Lebenswirklichkeit von Personen, die vor über 2000 Jahren gelebt haben, so nahe.

Die Papyrologie ist eine überaus sinnvolle praktische Schulung für an der antiken Geschichte Interessierte, die sich nicht mit dem Wiederkäuen immer derselben Quellen zufrieden geben wollen."

Studieninhalte

Im Master-Hauptfach lernen die Studierenden, Papyri in griechischer und lateinischer Sprache zu entziffern, jeweils Gattung und Textart zu erkennen, die Texte zu übersetzen und zu kommentieren sowie in den historischen und kulturellen Zusammenhang einzuordnen. Das Nebenfach-Studium soll in die Lage versetzen, auf Papyrus geschriebene Dokumente oder literarische Werke selbständig benutzen und bei interdisziplinären Fragestellungen verwerten zu können.

Voraussetzungen

Neugierig auf die Antike sollte man sein, antike und moderne Sprachen mögen und sich für Literatur, Grammatik, Kultur und Geschichte interessieren. Dann ist Papyrologie die richtige Wahl. Geduld und eine selbstkritische Haltung sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, denn Papyrus-Texte zu entziffern und fragmentarische Texte zu rekonstruieren, kann eine knifflige Angelegenheit sein. Für das Studium sind griechische und lateinische Sprachkenntnisse unverzichtbar. Englisch, Französisch und Italienisch sollte man zumindest lesen können. Das bereits im Bachelorstudium zu bedenken, ist ratsam, um rechtzeitig Sprach-Lücken zu schließen. 

Praktika

Für den Einstieg in das Masterstudium Papyrologie ist kein Praktikum vorgeschrieben. Im Studium sollte man sich rechtzeitig um Praktika bemühen, um spätere Berufsfelder kennenzulernen, zusätzliche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Direkt auf dem Campus dient die Papyrus-Sammlung des Fachs mit ihren mehr als 800 Papyrustexten als praktisches Übungsfeld.

Auslandsaufenthalt

Die Arbeit an und mit Papyri weckt Neugier und den Wunsch, die antiken Orte und Stätten zu besuchen, an denen sie entdeckt wurden oder die sie beschreiben. Vorgeschrieben ist ein Auslandsaufenthalt aber nicht. Bei der Suche nach geeigneten Programmen und Finanzierungsmöglichkeiten ist das Akademische Auslandsamt behilflich.

Berufsfelder

Papyrologische und altertumswissenschaftliche Institute, Papyrussammlungen von Museen und Bibliotheken oder Archive sind typische Arbeitgeber für Papyrologen. Mit einer geeigneten Fächerkombination kann man seine Erfahrungen und Kenntnisse auch an Universitäten, im Kultur- und Wissenschaftsbetrieb, in der Schule, in Medien oder in der Erwachsenenbildung anwenden. Papyrologen sind vielseitig, denn sie haben dank der Vielschichtigkeit ihres Faches gelernt, sich in unterschiedliche Bereiche einzuarbeiten.

Studiengänge

Die Universität Trier bietet in Papyrologie einen Master-Studiengang über zwei Jahre an, der als Hauptfach und Nebenfach belegt werden kann. Auch eine Promotion kann im Fach Papyrologie an der Universität Trier absolviert werden.

Persönliche Beratung

Persönliche Beratung
Fabian Reiter
0651 / 201 - 2543

Warum das Fach in Trier?

Warum das Fach in Trier?

+ Eigene Papyrus-Sammlung

+ Arbeiten an Originalen

+ Sprache & Geschichte

+ Faszinierende Thematik

+ Arbeit mit Datenbanken

+ Vielseitiges Berufsfeld

Bewerbung & Einschreibung

Bewerbung & Einschreibung

Start im Wintersemester

Studiengänge mit NC &
Studierende aus der EU:
bis 15. Juli 2017

Studiengänge ohne NC:
bis 15. September 2017