DFG Schwerpunktprogramm 1921

DFG Schwerpunktprogramm „Intentional Forgetting“ in Organisationen
Mechanismen des Vergessens als Anpassungsleistungen von Organisationen an eine Umwelt stetig wachsender Informationsmengen

AntragstellerInnen
Prof. Dr. Annette Kluge - Koordinatorin - (Universität Bochum)

Prof. Dr. Norbert Gronau (Universität Potsdam)
Prof. Dr. Gabriele Kern-Isberner (Universität Dortmund)
Prof. Dr. Thomas Ellwart (Universität Trier)
Prof. Dr. Dr. h. c. Albert Albers (Karlsruher Institut für Technologie)

Technische Grenzen der Speicherkapazität bestehen heute nicht mehr. Jede „technisch gespeicherte“ Information bleibt in Organisationen prinzipiell erhalten. Wenn man sich dieses Szenario vor Augen führt, stellt sich die Frage, mit welchen Anpassungserfordernissen eine Organisation langfristig im Zuge dieser stetig wachsenden Menge an gespeicherten Information konfrontiert ist?

In dem SPP verfolgen die InitatorInnen den Ansatz, ein beim Menschen durch die Evolution hervorgebrachtes Erfolgsprinzip des "Vergessens" auch für sozio-digitale Systeme der Organisation nutzbar zu machen. Vergessen ist keine Fehlfunktion in der menschlichen Informationsverarbeitung, sondern eine essentiell adaptive Funktion.

Organisationen besitzen diese den Menschen angeborenen Vorteile des Vergessens jedoch nicht. Sie stehen damit vor Aufgaben der Anpassung an eine kontinuierlich steigende Menge an Informationen und vor der Frage, wie sie sich mit Strategie, Struktur, MitarbeiterInnen, Technologie und Prozessen daran anpassen können. Antworten und Ansätze dazu sollen im Schwerpunktprogramm der DFG1921 gesucht werden.

Informationen zum DFG SPP 1921

Projekt Adaptive Prozess- und Rollengestaltung (AdaptPRO, Ellwart, Antoni & Timm)