Laufende Forschungsprojekte

Digitalisierung in der Logistik (seit 2017)

Projektbearbeitung: Jun.-Prof. Dr. Caroline Ruiner (Universität Trier), Prof. Dr. Matthias Klumpp (FOM Hochschule Essen, University of Duisburg-Essen)


Die Logistik gehört zu den innovativsten Branchen weltweit und ist Vorreiter für die Implementierung technischer Lösungen. Die Digitalisierung in der Logistikbranche trägt nicht nur dazu bei, Lieferanten, Logistikdienstleister und Kunden zu verbinden und Transportketten effizienter zu koordinieren, sondern hat auch grundlegende Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation von und Arbeitsbeziehungen mit Arbeitskräften. Für Arbeitskräfte kann die Digitalisierung in Logistik mit einem Autonomiegewinn und mit einer Erleichterung ihrer physischen und kognitiven Tätigkeiten einhergehen, indem eine Entlastung durch bessere Planbarkeit, selbstbestimmte und flexible Arbeitsgestaltung realisiert wird. Es kann jedoch auch zu einer (psychischen) Belastung der Arbeitskräfte kommen, wenn neue Kompetenzen gefordert sind und entwickelt werden müssen, die gesteigerte Transparenz zur lückenlosen Nachvollziehbarkeit der Routen und Leistungen beiträgt und zu einem erhöhten Arbeitsdruck führt. Auch Vorgesetzte können das Arbeitshandeln stärker kontrollieren und gezielt in die Arbeitsprozesse eingreifen. Das führt zu einem Wandel des Verhältnisses von Selbst- und Fremdsteuerung.
Ziel des Projektes ist, die gegenwärtige Entwicklung der Digitalisierung in der Logistik zu untersuchen und die resultierenden Auswirkungen für Arbeitskräfte insbesondere in Hinblick auf die Selbst- und Fremdsteuerung sowie Führungsbeziehung zu analysieren. Im Rahmen der qualitativ-empirischen Studie werden Experteninterviews mit Vertretern/innen von Logistikunternehmen durchgeführt, um die Veränderungen der Arbeitswelt in digitalisierten Transportketten adäquat zu erfassen. Zusätzlich werden problemzentrierte Interviews mit Berufskraftfahrern/innen, Kurier-Express-Paket-Dienstfahrern/innen sowie Fahrradkurierfahrern/innen geführt, um die Perspektiven der betroffenen Arbeitskräfte zu explorieren.

The Organization and (Self-)Organizing of Food Sharing (seit 2016)

Projektbearbeitung: Jun.-Prof. Dr. Caroline Ruiner (Universität Trier)

The increasing amount of food wastage has inspired the foundation of Foodsharing as nonprofit organization of volunteers, which is mainly organized through apps and online platforms. It is the aim of this project to analyze the coordination and (self-)organizing of food sharing to understand how, why, and under what conditions actors inside the sharing economy collaborate. The case study presented is based on qualitative interviews with experts (i.e. representatives) and participants of the food sharing movement in Germany, documentary analysis and participatory observations. The results indicate that food sharing has a sophisticated organizational structure to secure a smooth process and reliability. However, the interplay between the organization and individuals reveals paradoxes and problems, i.e. the manifestation of local spots, the institutionalization of the organization and its expansion. This study contributes to understanding coordination in the sharing economy, revealing a complex interplay of centralization and decentralization in the light of digitalization.

Berufsmonitoring  Pflege:  Chancen  und  Risiken  in  einem  systemrelevanten Dienstleistungsberuf (seit 2014)

Projektleiter: Prof. Dr. Rüdiger Jacob und emeriti. Prof. Dr. Alois Hahn

In Kooperation mit der BBT-Gruppe und dem Mutterhaus Trier wurden Pflegeschüler befragt. Die Themen dieser Befragung sind: Motivation zum Pflegeberuf, Image von Pflege, Vorstellungen über die spätere Berufstätigkeit (Arbeitgeber, Arbeitszeiten,  Arbeitsorte, Einkommenserwartungen, Kooperation mit anderen Berufen) Einschätzung und Bewertung des Trends zur Akademisierung in der Pflege.  

Berufsmonitoring  Pflege  in  Rheinland-Pfalz (seit 2014)

Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Kopp und Prof. Dr. Rüdiger Jacob

Befragung von Pflegeschülern: Pilotprojekt (Barmherzige Brüder und Mutterhaus Trier)

Davon abgeschlossene Teilprojekte:

  • Erster regionaler Gesundheitsbericht für Trier und Trier-Saarburg 1997-1999 (Gesundheitsamt Trier)
  • Regionaler Gesundheitssurvey Region Trier 2000-2001 (Gesundheitsamt Trier)
  • Screening auf Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten 2002 (Runder  Tisch Diabetes, Haus der Gesundheit Trier)
  • Patientensurvey in Praxen niedergelassener Ärzte mit rund 3.000 Patienten 2001-2002 (KV Trier)
  • Evaluation der Arbeit des Hospizvereins Trier 2002-2003 (Hospizverein Trier)
  • Basisgesundheitsbericht und Gesundheitssurvey für den Landkreis Cochem-Zell 2003-2004 (Gesundheitsamt Cochem-Zell)
  • Burnout bei niedergelassenen Ärzten 2004 (KV Trier)
  • Evaluation des DMP Diabetes 2004-2005 (KV Trier, BKK Rheinland-Pfalz) 2005
  • Einweiserbefragung für das Brüderkrankenhaus Trier 2006 (Brüderkrankenhaus Trier)
  • 2. Gesundheitsbericht und Gesundheitssurvey für die Stadt Trier und den Landkreis Trier-Saarburg (Gesundheitsamt Trier) 2005-2006
  • Präventionssurvey Rheinland-Pfalz (KV Rheinland-Pfalz) 2007
  • Versorgungssurvey Rheinland-Pfalz (KV Rheinland-Pfalz) 2008-2009
  • Versorgungsatlas Rheinland-Pfalz (KV Rheinland-Pfalz) 2009-2010
  • Berufsmonitoring Niedergelassene Ärzte Rheinland Pfalz (KV RLP), 2010-2011
  • Regionaler  Versorgungssurvey Trier-Saarburg (Stadt  Trier, Landkreis Trier-Saarburg), 2010-2011
  • Jugenddelinquenz und Drogenabusus in der Region Trier-Saarburg: Befragung in Schulen der Sekundarstufe 2 in Trier, (Gesundheitsamt Trier, PI Trier, Rettungsdienst der BF Trier, Kriminalpräventiver Rat) 2011-2012
  • Arbeits- und Belastungsanalyse bei der Polizei (PP Trier und Koblenz)

ZIVA – Zentrum für Interdisziplinäre Vertrauens- und Zukunftsanalyse (seit 2013)

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Endreß

Forschungsverbund bestehend aus Vertretern der Disziplinen: Ethnologie, Germanistische Linguistik, Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Sozialpädagogik und Soziologie.

Das Forschungsvorhaben des ZIVA wurde (seit 01.09.2013) bis Ende 2015 über die Förderstufe I der Forschungsförderung des Landes Rheinland-Pfalz durch die Universität Trier unterstützt, und ist seither finanziell sowie organisatorisch dem Forschungszentrum Europa (FZE) an der Universität Trier zugeordnet, dessen interdisziplinäres Forschungsprogramm dem Leitthema "Europa. Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme" gewidmet ist. Die bisherige Arbeit des Verbundes dokumentiert sich in zahlreichen Aktivitäten wie national und international platzierten Publikationen, weiteren in Vorbereitung befindlichen Publikationen, in von den Beteiligten gehaltenen Vorträgen auf nationalen wie internationalen Konferenzen sowie in der Durchführung einer ganzen Reihe von weiteren Veranstaltungen, darunter die Öffentliche Vortragsreihe an der Universität Trier "Vertrauenskrisen" (org. M. Endreß, N. Zillien, SoSe 2014) sowie die internationale Fachtagung "Trust in Times of (In-)Security" (org. M. Endreß, B. Rampp, Juni 2014).

Aktuell hat der Verbund einen Vorantrag für die Einrichtung einer Forschergruppe "Vertrauen und Zukunftshorizonte. Relationen, Dynamiken, Ambiguitäten" (FOR VerZuk) bei der DFG eingereicht.

International Research Training Group (IRTG 1864) „Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces“(seit 2013)

Koordinator und PI: Prof. Dr. Martin Endreß

Die International Research Training Group (IRTG) "Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces" (Trier, Montréal, Saarbrücken) wird seit 2013 von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die IRTG beschäftigt
 sich
 mit
 den
wissenschaftlich,
 politisch
 und
 gesellschaftlich
 umstrittenen
 Feldern ‚Multikulturalismus‘
 und
 ‚Diversität‘. Über
 die
 Zusammenarbeit
 von
 geistes‐
 und
 sozialwissenschaftlichen
 Fächern
 sollen
 paradigmatische
Veränderungen
 und
 historische
 Wandlungsprozesse
 im
 Umgang
 mit
 multikulturellen
 Realitäten
 in
Nordamerika
 und
 Europa
 seit
 dem
 ausgehenden
 18.
 Jahrhundert
 untersucht
 werden.
 Das
 IGK
 stellt
 den
Prozesscharakter
 und
 die
 diskursive
 Konstruktion
 von
 Diversität
 sowie
 ihre
 historische
Kontextgebundenheit
 ins
 Zentrum
 seines
 Forschungsprogramms
 und
 fragt
 nach
 der
 Vermittlung
 und
Übersetzung
 kultureller
 Differenz
 über
 Zeit.
Ein
 besonderes
 Augenmerk
 wird
 dabei
 auf
 den
 Sonderfall
frankophoner
 (Grenz-)Räume
 und
 Realitäten
 in
 Europa
 (Saar-Lor-Lux,
 Deutschland,
 Frankreich)
 und
Nordamerika
(Montreal,
Québec,
Kanada)
gelegt.

Sicherheit und Vertrauen – gesellschaftliche Vertrauensproduktion angesichts terroristischer Bedrohungen (seit 2012)

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Endreß, Dr. Benjamin Rampp

Erstellung eines Projektantrags. Gefördert vom Forschungsfonds der Universität Trier.

Theorie der Resilienz (seit 2012)

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Endreß

Projektmitarbeiter: Dr. Benjamin Rampp

Projektantrag im Rahmen der Beantragung der Forschergruppe „Resilienz – Gesellschaftliche Umbruchphasen im Dialog zwischen Mediävistik und Soziologie“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Sicherheit der Gesellschaft in der Gesellschaft der Sicherheit – Zur politischen Soziologie gegenwärtiger Sicherheitshabitus und deren Bedeutung für das Konzept der Sicherheitsarchitektur (seit 2011)

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Endreß, Dr. Benjamin Rampp

Erstellung eines Projektantrags. Gefördert vom Forschungsfonds der Universität Trier.

Berufsmonitoring Medizinstudenten (seit 2009)

Projektleiter: Prof. Dr. Rüdiger Jacob und Prof. Dr. Johannes Kopp

Projektmitarbeiter: Sina Schultz

Das Berufsmonitoring ist als bundesweite Längsschnittstudie in Kooperation mit der KBV angelegt, wobei immer neue Kohorten von Medizinstudenten befragt werden. Kooperationspartner waren die KV Rheinland-Pfalz und die Universität  Mainz.

Regionale Gesundheitsberichterstattung und Versorgungsforschung (seit 1997)

Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Kopp und Prof. Dr. Rüdiger Jacob

Projektmitarbeiter: /

Erstellung von Gesundheitsberichten und Durchführung von Gesundheitssurveys im Rahmen der regionalen Gesundheitsberichterstattung in Trier und Trier-Saarburg. Bislang wurden realisiert: Erster regionaler Gesundheitsbericht, ein telefonisch durchgeführter regionaler Gesundheitssurvey (Grundgesamtheit: Erwachsene Bevölkerung der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg) sowie ein Screening auf Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten. Zurzeit wird an der Verbesserung der Datenlage bei Schuleingangsuntersuchungen durch Befragungen der Eltern gearbeitet. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der KV Trier ein Patientensurvey durchgeführt. Folgeprojekte: Evaluation der Arbeit des Hospiz-Vereins Trier, Basisgesundheitsbericht für den Landkreis Cochem-Zell.

Vertrauens- und Zukunftsbildung über soziale Medien in Zwischenräumen transnationaler Migration am Beispiel von Geflüchteten aus Ostafrika

Pilotforschung. Teil eines Paketantrages zu „Vertrauen und Zukunft“, Universität Trier)

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Schönhuth/ Dr. Claudia Böhme

Zwischen Vulnerabilität und Resilienz: Ansätze zu einem kultursensiblen Beschwerdemanagement für Flüchtlinge in Deutschland

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Schönhuth

Durchführungsverantwortliche: Dr. Claudia Böhme/Dr. Anett Schmitz.

Kooperationspartner: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Trier/Rheinland Pfalz

 

Kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte

Kollektive Individualisierung – individuelle Kollektivierung? Zur Aushandlung von Arbeitsbedingungen im Bereich der hochqualifizierten Solo-Selbstständigen (2015 - 2017)

Projektteam: Dr. Birgit Apitzsch (SOFI),  Jun.-Prof. Dr. Caroline Ruiner (Universität Trier), Jun.-Prof. Dr. Maximiliane Wilkesmann (TU Dortmund)

Förderinstitution: Mercator Research Center Ruhr

In den letzten zwei Jahrzehnten lässt sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Zunahme von hochqualifizierten Solo-Selbstständigen beobachten, deren Arbeitsbedingungen in der Regel individuell ausgehandelt werden – ein Trend, der als „kollektive Individualisierung“ bezeichnet werden kann. Gleichzeitig spielen bei diesen Aushandlungen neue intermediäre Akteure eine wichtige Rolle, die mit dem Effekt der „individuellen Kollektivierung“ einhergehen, aber in der Forschung zu industriellen Beziehungen bislang kaum berücksichtigt wurden.
Ziel des Forschungsvorhabens ist, die individuellen und kollektiven Aushandlungen hochqualifizierter Solo-Selbstständiger und die Rolle unterschiedlicher Akteure auf der intermediären Ebene (z.B. Agenturen, Berufsverbände, Gewerkschaften) branchenvergleichend zu analysieren. Zudem untersuchen wir erstmals, wie diese neuen intermediären Akteure flexible Arbeitsmärkte strukturieren und die Arbeitsbedingungen von hochqualifizierten Solo-Selbstständigen beeinflussen. Hierzu wurden im Rahmen einer qualitativen Studie insgesamt 29 Experten in drei ausgewählten Branchen befragt.

The Brain Circulation-Development-Nexus  between Germany and the Community of Independent States (CIS): Transnational Careers, transfer of knowledge and social networks (2014 – 2017)

Bearbeitung: Dr. Anett Schmitz

Digitale Selbstvermessung. Eine empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung (2014 – 2017)

Projektteam: Dr. Nicole Zillien, Gerrit Fröhlich, Dr. Daniel Kofahl

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Das DFG-Projekt untersucht aus körper-, wissens- und techniksoziologischer Perspektive die zunehmend stattfindende Verwissenschaftlichung des eigenen Körpers. Diese reflexive Selbstverwissenschaftlichung soll analytisch mit den Prozessen der Quantifizierung, Objektivierung und Expertisierung erfasst werden.

Die empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung erfolgt am Beispiel der ernährungsbezogenen digitalen Selbstvermessung. Empirisch werden (1) die Charakteristika von Selbstvermessungstechnologien wie Apps, Gadgets und Webseiten herausgearbeitet, (2) die beispielsweise in Onlineforen kommunizierten Nutzungsmuster und Effekte der sogenannten Diet-Tracking-Apps untersucht und (3) mittels Interviews die Nutzungsroutinen von Selbstvermessern abgebildet und analysiert. Das Ziel der Studie besteht in einer empirisch gesättigten Konzeption der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung.

ICE Trier(2014 – 2017)

Gründer: Prof. Dr. Michael Schönhuth

Interdisciplinary Center of E-Research in History and Social Sciences Trier (Verbund von fünf digitalen Forschungsprojekten an der Universität Trier (AIDA; Cultural Diversity; DidaDVD;  FuD;  VennMaker)Gründungsmitglied

Kultur wirkt/‘Culture Has Got An Impact’ /Kultur wirkt – Forschungs- & Beratungsstudie für das Goethe-Instituts (2014 – 2016)

Publikation unter:  https://www.goethe.de/resources/files/pdf96/kultur-wirkt-broschre-september-2016.pdf

‘Human Trafficking’ - Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in Rheinland-Pfalz (2013 – 2014)

Erstellt für das Ministerium für Integration Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz mit Schneider Consulting)

Abschlussbericht  unter: http://www.buendnis-gegen-menschenhandel.de/sites/default/files/201309_situationsbericht_rheinland-pfalz.pdf