Perlentaucher

Kenia - Schüler sein, hier und dort

Das Schulprojekt „Kenia – Schüler sein, hier und dort“ wendete sich an eine fünfte Klasse eines Gymnasiums. Das übergeordnete Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern das Leben und Lernen ihrer Altersgenossen in Kenia vorzustellen, ohne dabei die Lebensumstände wertend zu betrachten. „Auf Augenhöhe“ war schon in der frühen Planungsphase das Gebot.

Wir hatten drei Vormittage zur Verfügung, um mit der Klasse zu arbeiten. Inhaltlich entschieden wir uns für einen Überblick über Land und Leute. Die Kultur Kenias lernten die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag kennen sowie den Alltag zu Hause und in der Schule kenianischer Kinder. Zentral wurde hier kenianisch gekocht, mit Zutaten, die die Schülerinnen und Schüler selbst auf dem Wochenmarkt erwerben mussten. In der Absicht eine Brieffreundschaft oder sogar eine Schulpartnerschaft zu initiieren wurden am dritten Tag Briefe an kenianische Schüler geschrieben und ein Banner als Geschenk für die „Star-Academy“ in Kenia gestaltet.

Am folgenden Tag wurde das Projekt dann schließlich der Schule und den Eltern im Rahmen eines Tages der offenen Tür vorgestellt.

Inhaltlich stellte das Projekt uns als Gruppe vor keine große Herausforderung, doch das organisatorische Drumherum war eine wertvolle Erfahrung. Hier konnte man schon mal lernen, dass es manchmal leichter ist einen Kontakt zu einer Schule in Kenia herzustellen, als mit einem Trierer Hausmeister einen Kochplatz innerhalb eines Schulgebäudes zu finden.

Das Projekt führten durch: Svenja Lütje, Julia Keune, Jonas Koch, Samuel Rieder und Wolf Teuschler.


Digital Refugees

Wir, die Projektgruppe „Digital Refugees“, sind vier Lehramtsstudierende der Universität Trier, die die Chance bekamen, sich außerhalb des Studiums im Projekt „Perlentaucher“ freiwillig zu engagieren und in Kleingruppen ein schülerbezogenes Projekt zu starten.

Durch unsere Arbeit und Engagement konnten wir einen persönlichen Bezug zu Flüchtlingen aufbauen. Bei einer von uns durchgeführten Befragung erfuhren wir, dass eine mobile Website ein gutes Hilfsmittel wäre, um zu einem gelingenden Start in einem fremden Land beitragen zu können. Ziel dieser Website soll es sein, Flüchtlinge in Trier willkommen zu heißen und ihnen Tipps und Anregungen für ihren neuen Alltag in Trier zu geben.

Mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Max-Planck-Gymnasiums in Trier erarbeiteten wir in Projektarbeit im Frühjahr 2015 die Inhalte der Website. Neben Videos zum Thema Mülltrennung oder dem Einkaufen beim Bäcker wurden Informationen zu Sprachkursen in Trier zusammengetragen, ein eigener Sprachkurs mit Audiodateien aufgenommen oder auch eine Stadtrallye in Trier entworfen. Besonders motiviert waren die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch einer 24-jährigen Syrerin, die von ihrer Flucht und Ankunft in Deutschland berichtete.

Um eine bessere und größere Reichweite für die Inhalte unserer Website zu gewährleisten, schlossen wir uns dem „Refugium Trier“ an, einem Informationsnetzwerk für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige.

Das Projekt führten durch: Christopher Groß, Shila Aghassi, Laura Eitel und Judith Weber.

Projektposter


Projekt Schulgarten

Seit den Sommerferien 2015 engagierten wir Fünf uns sechs Wochen lang im Schulgarten der Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule (Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige). Mit insgesamt 14 Schülerinnen und Schülern wurde zweimal pro Woche im Schulgarten fleißig gearbeitet. Der Garten wurde durch eine Kräuterschnecke, einen Naschgarten und ein bienenfreundliches Blumenbeet bereichert. Alle Hände, ob groß oder klein, haben dabei tatkräftig mitangepackt! Damit sich auch zukünftig alle im Garten zurechtfinden, haben wir für alle Pflanzen Infoschilder angefertigt. Den Stellenwert der verschiedenen Nutzpflanzen erlernten die Teilnehmenden der Garten-AG beim Besuch einer Ernährungsexpertin der AOK.

Beim Schulgartenfest feierten wir zusammen mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Hausmeister, Küchenpersonal als auch Mitarbeiterinnen des Zentrums für Lehrerbildung sowie einem Mentor der Perlentaucher die Ergebnisse wochenlanger Gartenarbeit. Beispielsweise konnten die ersten Ernteerträge wie Rosmarinkartoffeln, Kräuterquark und frischer Pfefferminztee genossen werden. Auch weiterhin werden die Erträge des Gartens in der Schulküche genutzt. Ob bei der AG selbst oder beim Fest waren sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen mit großer Begeisterung dabei. So wurde beispielsweise nicht nur die Dekoration von den Schülerinnen und Schülern für das Gartenfest selbstgebastelt, sondern auch die Gartenführungen für die Gäste von Ihnen selbst durchgeführt. Stolz präsentierten die SchülerInnen der AG ihre Werke kurzerhand auch in Gebärdensprache.

Seitens der Schule stand uns die Lehrerin Walli Hoffmann stets mit Rat und Tat zur Seite und führt auch in Zukunft die Garten-AG weiter fort. Besonders erfreulich ist, dass sich weitere Lehrkräfte dazu bereit erklärt haben eine Patenschaft für die verschiedenen Hochbeete zu übernehmen, sodass diese nachhaltig gepflegt werden.

Wir wurden von den Kindern offen und herzlich aufgenommen. Diese angenehme und vertraute Atmosphäre ermöglichte ein gegenseitiges Lernen. Für uns war es in vielerlei Hinsicht eine bereichernde Erfahrung, die wir in unseren späteren Berufsalltag mitnehmen. "Es war 'ne schöne Zeit mit euch", Danielle, 6. Klasse.

Das Projekt führten durch: Jasmin Dues, Yvonne Horter, Katharina Knobloch, Anna-Lena Neurohr und Hanna Scharfbillig.