Als Studentin gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich beim Ada-Lovelace-Projekt der Universität Trier zu engagieren oder selbst das Angebot zu nutzen. Im Folgenden werden die Angebote für Studentinnen dargestellt.

Mentoring für MINT-Studentinnen

Mentoring ist ein Prozess, in dem eine erfahrene Person (Mentorin) die Entwicklung einer weniger erfahrenen Person (Mentee) unterstützt und ihr beratend zur Seite steht. In einem zwischen Mentee und Mentorin vertrauten Rahmen werden Erfahrungen ausgetauscht, Feedback und individuelle Beratung gegeben, sowie Unterstützung bei der Studienorganisation und des eigenen Werdegangs geleistet. Durch das Konzept des Mentoring soll ein geschützter Rahmen geschaffen werden, in dem Studentinnen Ängste und Vorurteile thematisieren und Erfahrungen austauschen. Mentorinnen bieten den Mentees Hilfe zur Selbsthilfe und agieren als Begleiterinnen und Rollenvorbilder. In Einzelgesprächen entstehen gemeinsam Ideen für Lernwege und zur Lösung von Problemen. Wichtige Bedingungen einer Mentoring-Beziehung sind Freiwilligkeit, Hierarchiefreiheit, Verbindlichkeit und Vertraulichkeit.

Beratung „von Studentin für Studentin“

Mit den wachsenden Studierendenzahlen und der Bologna-Reform steigt gleichsam der Bedarf an Beratungsangeboten auf unterschiedlichen Ebenen (Studienorientierung, Studienberatung, psychosoziale Beratung, Fachberatung, Beratung zum wissenschaftlichen Arbeiten etc.). Hilfesuchende Studentinnen haben die Möglichkeit sich von anderen Studentinnen zu allgemeinen Fragen des Studiums beraten zu lassen. Die Beratung kann persönlich innerhalb einer studentischen Sprechstunde oder per E‑Mail-Kommunikation (studisupportuni-trierde) stattfinden. Alle Fragen sind erlaubt und auch der Austausch über etwas kann manchmal schon helfen. Durch die flache Hierarchie und geringe Hürde, die eine Beratung „von Studentin für Studentin“ bietet kann Zurückhaltung und Unsicherheit der Ratsuchenden aufgelöst werden. Wissen die studentischen Beraterinnen die Antwort nicht, so wissen sie zumindest, an wen sich die Ratsuchenden wenden können.

Qualifizierung für MINT-Studentinnen

Durch gezielte Schulungen erwirbt die Mentee als auch die Mentorin Kompetenzen, die ihr sowohl im Studium als auch bei der späteren beruflichen Entwicklung von Nutzen sind. Mentorinnen werden in ihrer Weiterentwicklung durch Supervision, Fortbildung, Beratung und gegenseitigen Austausch kontinuierlich unterstützt. Die Qualifizierung der Mentorinnen und das studienbegleitende Seminarprogramm sind grundlegend für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Projektes. Das Ada-Lovelace-Projekt bietet den Studentinnen im Laufe des Projektjahres auf sie zugeschnittene unterschiedliche Trainings und Fortbildungen an: Rollen- und Auftragsklärung, Workshop-Gestaltung, Didaktik und Methodik, Rhetorik, Präsentation, Einführung in LaTeX, Kommunikation, gendergerechte Vermittlung von Technikwissen, Konfliktlösung, Selbstsicherheit, Beratungskompetenz. Neben den formellen Weiterbildungsangeboten gibt es auch informelle Angebote, wie beispielsweise Museumsführungen, gemeinsamer Besuch von themenbezogenen Aktionen, Exkursionen, etc.

Bachelor-Master Übergangsförderung für MINT-Studentinnen

Um den Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium an der Universität Trier zu unterstützen, werden angehende BA-Absolventinnen der Informatikwissenschaften und Mathematik in ihrem Fach als Hilfskräfte eingesetzt. Die Kostenübernahme der Hilfskraft-Verträge erfolgt im Rahmen der Gleichstellungsförderung über Mittel des Professorinnenprogramms II.

Orientierungspraktikum für angehende Lehrerinnen

Lehramtsstudierende haben die Möglichkeit ihr außerschulisches Praktikum beim Ada‐Lovelace‐Projekt zu absolvieren. Die Studierenden erhalten einen Einblick in die gendergerechte Vermittlung von MINT‐Wissen. Zugleich stellen sie wichtige Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen und Lernorten her, mit denen sie später im Beruf kooperieren können. Das außerschulische Praktikum wird in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung angeboten.