Auswirkung der Elternzeit auf befristete Arbeitsverträge

  Befristete Arbeitsverträge verlängern sich durch die Elternzeit grundsätzlich nicht.

Ausnahmen:

  • Verträge wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (§ 2 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 WissZeitVG) bzw. nach dem Hochschulrahmengesetz (vgl. 57b Abs. 4 Nr. 3 HRG - gültig für Verträge, die bis zum 17. April 2007 abgeschlossen wurden). In Drittmittelprojekten ist die Verlängerung von Verträgen wegen zeitlicher und finanzieller Begrenzungen nicht immer möglich. 
    Besonderer Hinweis:
    Die  insgesamt zulässige Befristungsdauer in der Qualifizierungsphase kann bei Betreuung von Kindern unter 18 Jahren um bis zu zwei Jahre je Kind verlängert werden (familienpolitische Komponente des WissZeitVG). Für die Vertragsverlängerung ist das Einverständnis beider Vertragsparteien erforderlich.

  • Gemäß § 60 Hochschulgesetz Sonderregelung für Beamtinnen und Beamte auf Zeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse ist eine Verlängerung des Dienstverhältnisses  von Hochschullehrerinnen und -lehrern auf Zeit und von Akademischen Rätinnen und Räten auf Zeit wegen der Inanspruchnahme von Elternzeit nach der Urlaubsverordnung und aufgrund eines Beschäftigungsverbotes gem. Mutterschutzverordnung auf Antrag möglich, sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.
    Besonderer Hinweis:
    Unabhängig von der vorstehenden Regelung kann das Beamtenverhältnis auf Zeit von Juniorprofessorinnen und -professoren sowie von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Betreuung von Kindern unter 18 Jahren um bis zu zwei Jahre je betreutem Kind verlängert werden, soweit dienstliche Gründe nicht entgegenstehen und die Verlängerung notwendig ist, um die nach § 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a erforderlichen zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen erfolgreich nachzuweisen.

  • Für Auszubildende, die während der beruflichen Ausbildung Elternzeit nehmen, verlängert sich die Ausbildungszeit entsprechend (§ 20 BEEG). Bitte wenden Sie sich vor Antritt der Elternzeit an die Ausbildungsleitung in der Personalabteilung und die zuständige Kammer (IHK, Handwerkskammer).

In jedem Fall sollten Sie frühzeitig mit Ihren Vorgesetzten und der Personalabteilung sprechen!

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