Dr. David Römer

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Raum A 431

 

Universität Trier
FB II Germanistik
Germanistische Linguistik
D-54286 TRIER

Tel.: +49-651-201-2332
Fax: +49-651-201-4777

E-Mail: roemerduni-trierde

 

Sprechstunde im Semester: Montag 17–18 Uhr

Sprechstunde in der veranstaltungsfreien Zeit: nach Absprache

 

Derzeitige Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen

Linguistische Diskursanalyse, öffentlicher Sprachgebrauch, Sprache und Politik, Sprache und Geschichte, Sprachgeschichte der Gegenwart, Sprachkritik, Argumentationstheorie und -analyse, Korpuslinguistik, Sprache in Verschwörungstheorien

 

Aktuelles

Buch erschienen

Römer, David (2017): Wirtschaftskrisen eine linguistische Diskursgeschichte. Berlin/Boston: De Gruyter (Sprache und Wissen: 26).

[ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Universitätsgesellschaft Vechta e.V. für herausragende Dissertationen]

Trotz der historischen, gesellschaftlichen und politischen Relevanz des Krisen-Begriffs wird in der Forschung kaum reflektiert, wie das vorherrschende Wissen über „Krise" geprägt ist. So finden Fragen nach der Rolle von Sprache als Faktor für die Vorstellungen von „Krise" nur vereinzelt Berücksichtigung. Am Beispiel des öffentlich-politischen Diskurses zu Wirtschaftskrisen zwischen 1973 und 2003 geht der Autor u. a. den Fragen nach, mit welchen sprachlichen Mitteln 'Krise' als soziale Tatsache begründet wird, wie die sprachlichen Konstruktionen von 'Krise' in den Prozess der Legitimatioin politischen Handelns eingebunden sind sowie welche Denkmuster sich dabei zeigen und durchsetzen. Die Studie führt in den Ansatz der linguistischen Diskursgeschichte ein und begründet ihn neu als Argumentationsgeschichte.

 

Curriculum Vitae

Seit 10/2017:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Martin Wengeler), Universität Trier

04/2017 bis 09/2017:
Elternzeit

04/2017 bis 09/17:
Lehrbeauftragter der Universität Vechta

10/2016 bis 03/2017:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Stefan Stein), Universität Trier

07/2016:
Promotion zum Dr. phil. im Fachbereich Germanistik, Abteilung Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Vechta

08/2015 bis 01/2016:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Forschungszentrum Europa – Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme“, Universität Trier

10/2012 bis 09/2016:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Jochen A. Bär), Universität Vechta

10/2010 bis 09/2012:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Sprachliche Konstruktionen sozial- und wirtschaftspolitischer ‚Krisen‘ in der BRD von 1973 bis heute“

10/2003 bis 09/2010:
Studium der Germanistischen Sprachwissenschaft, Neueren Deutschen Literaturwissenschaft und Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Abschluss Magister Artium

 

Publikationen

Monografien

Wirtschaftskrisen eine linguistische Diskursgeschichte. Berlin/Boston 2017: De Gruyter (Sprache und Wissen: 26).

 

Herausgaben

(i.V.)

(zusammen mit Ruth Mell und Christian Kreuz): Aktuelle Tendenzen der sprachwissenschaftlichen Diskursforschung.

(zusammen mit Sören Stumpf): Sprache in Verschwörungstheorien. Themenheft der Zeitschrift Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur.

(zusammen mit Sören Stumpf): Verschwörungstheorien im Diskurs. Interdisziplinäre Zugänge. Beiheft der Zeitschrift für Diskursforschung.

 

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

„Nun stehe ich hier vor Euch: ein Mann aus Würselen“  Die Wahlkampfsprache der SPD. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, 14. Jahrgang, Heft 1/2018, S. 4–15.

Normen, ja bitte! Diskurskritik am Beispiel der sprachlichen Konstruktion sozial- und wirtschaftspolitischer „Krisen“. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, 13. Jahrgang, Heft 1/2017, S. 68–96.

(zusammen mit Nina Kalwa): Emotion, sprachliches Handeln und Mentalität. In: Christian Kreuz/Robert Mroczynski (Hrsg.), Sprache, Kultur, Mentalität. Berlin u.a. 2016: LIT, S. 67–83.

(zusammen mit Christian Kreuz): Kulturelle Artefakte als Gegenstand der Diskursforschung. In: Heidrun Kämper/Ingo Warnke (Hrsg.), Diskurs – interdisziplinär. Zugänge, Gegenstände, Perspektiven. Berlin/Boston 2015: De Gruyter, S. 229–244.

(zusammen mit Nina Kalwa): Die Konstitution von Wissenschaftskulturen und die Frage nach der gesellschaftlichen Resilienz. In: Ekkehard Felder/Marcus Müller (Hrsg.), Diskurszukünfte. 10. Jahrestagung des Forschungsnetzwerks „Sprache und Wissen“. Jubiläums- und Programmzeitschrift. Heidelberg 2014, S. 44–46. [PDF]

(zusammen mit Martin Wengeler): „Die Globalisierung ist ein ökonomisches Phänomen mit politischen Folgen“. Linguistische Diskursanalyse am Beispiel der sprachlichen Konstruktion der „Arbeitsmarktkrise“ 1997. In: Zeitschrift für Diskursforschung (ZfD), 1. Jahrgang, Heft 2/2013, S. 137–158.

(zusammen mit Martin Wengeler): „Wirtschaftskrisen“ begründen/mit „Wirtschaftskrisen“ legitimieren. Ein diskurshistorischer Vergleich. In: Martin Wengeler/Alexander Ziem (Hrsg.), Sprachliche Konstruktionen von „Krisen“. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein fortwährend aktuelles Phänomen. Bremen 2013: Hempen, S. 269–288.

(zusammen mit Ronny Scholz und Alexander Ziem): Korpusgestützte Zugänge zum öffentlichen Sprachgebrauch: spezifisches Vokabular, semantische Konstruktionen, syntaktische Muster in Diskursen über „Krisen“. In: Ekkehard Felder (Hrsg.), Faktizitätsherstellung in Diskursen. Die Macht des Deklarativen. Berlin/Boston 2013: De Gruyter, S. 219–321.

„Politikversagen!“ – Relationale Toposanalyse: Überlegungen zu einem Verfahren linguistischen Interpretierens und dessen sprachkritischer Anwendbarkeit am Beispiel eines Diskursausschnitts zu „Krisen“. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, 8. Jahrgang, Heft 3/2012, S. 193–216.

(zusammen mit Kristin Kuck): Metaphern und Argumentationsmuster im Mediendiskurs zur ‚Finanzkrise‘. In: Anja Peltzer/Kathrin Lämmle/Andreas Wagenknecht (Hrsg.), Krise, Cash und Kommunikation. Die Finanzkrise in den Medien. Konstanz 2012: UVK, S. 71–95.

 

Wörterbuchartikel

wuseln, Saustall, YOLO, schlottern, malochen, Gedöns, empörend, Tollpatsch, Ferien, Ratzefummel, Brandung. In: Jochen A. Bär (Hrsg.): Das Jahr der Wörter. 365 lexikalische Streiflichter. Vechta 2015: Edition Oldenburgische Volkszeitung.

 

Besprechungen, Berichte und Sonstiges

Rezension zu Siefkes, Martin & Doris Schöps (2013): Neue Methoden der Diskursanalyse. Themenheft Zeitschrift für Semiotik, Band 35, Heft 3–4. Tübingen: Stauffenburg Verlag. 332 S. In: Zeitschrift für Angewandte Linguistik (ZfAL), 67, Heft 1/2017, S. 193–203.

(zusammen mit Kristin Kuck): Tagungsbericht zur Konferenz des DFG-Projektes „Sprachliche Konstruktionen sozial- und wirtschaftspolitischer ‚Krisen‘ in der BRD von 1973 bis heute“, Trier, 7.-9. März 2012. In: H-Soz-u-Kult. [PDF]
[Ebenfalls erschienen in der Zeitschrift für Germanistische Linguistik (ZGL), Heft 40 (2012) und in gekürzter Fassung im Unijournal der Universität Trier, Heft 2/2012.]

Linguistische Diskursgeschichte am Beispiel von Wirtschaftskrisen. In: Soziopolis – Gesellschaft beobachten. Hamburg 2016. [LINK]