Allgemeine Bildungsangebote 2017: Schwerpunkt Religion – Reformation – Revolution

Wir freuen uns, heute eine besondere Einladung aussprechen zu können.
Ab sofort gilt für die Vortragsreihe "Gott und die Welt":

FREIER EINTRITT
für
STUDIERENDE
und alle, die es einmal werden wollen!

Um Anmeldung wird jedoch gebeten: Online, per Formular oder auch formlos
per Telefon 0651/201-3229 oder Mail an weiterbildung@uni-trier.de

Glaube, Wissenschaft und Gesellschaft

Gott und die Welt (Teil II)

Glaube, Wissenschaft und Gesellschaft

FormVortragsreihe, 6 x 2 h (12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
Zeitdienstags, 18-20 Uhr
OrtUniversität Trier, Campus I, A/B-Gebäude, Raum B 14 / zum Teil auch C-Gebäude, Hörsaal 6 (siehe unten)
Termine wöchentlich, 13.06. – 18.07.2017
Leitung Koordinierungsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung
Kosten50,-- €   / Anmeldungen möglichst bis zum 31.05.2017 an die KWW
SonstigesDie Vortragreihe besteht aus zwei Teilen, die getrennt gebucht werden können (siehe auch Kurs-Nr. AA 2017-02). Die Kurstermine im zweiten Teil können zudem auch einzeln belegt werden (zu je 10,-- €).

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Gott und die Welt Teil II: Glaube, Wissenschaft und Gesellschaft

AA 2017_03
Gott und die Welt
Teil II: Glaube, Wissenschaft und Gesellschaft

Dialog der Religionen

Dienstag, 13.06.2017
Ort: Universität Trier, Campus I, A/B-Gebäude, Raum B 14

Thomas Kupczik, Pastoralreferent im Dekanat Trier / AK Interreligiöser Dialog
Dialog der Religionen – in Frieden und Freiheit

Religionsfreiheit schließt immer ein, dass ein Mensch nicht nur eine Religion haben, sondern sich auch öffentlich dazu bekennen darf. Damit verbunden sind notwendigerweise eine Vielfalt von Meinungen und Wahrheitsansprüchen der Religionen, die zu Konflikten führen kann. Wenn wir Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit ernst nehmen, müssen wir in einen Dialog treten, um solche Konflikte zu klären bzw. zu lösen. Vom II. Vatikanischem Konzil und - in jüngster Zeit - vom Arbeitskreis Interreligiöser Dialog beim Zentralkomitee der Katholiken gibt es dazu wegweisende Stellungnahmen, die genauer dargestellt werden sollen. Daneben bilden aber auch die praktischen Erfahrungen in der interreligiösen Zusammenarbeit in Trier einen weiteren Schwerpunkt der Ausführungen.

Religion und Philosophie

Dienstag, 20.06.2017
Universität Trier, Campus I, A/B-Gebäude, Raum B 14

Dr. Sebastian Gäb, Philosophie
Religion und Philosophie: Partner, Gegner, Konkurrenten?

Einige der größten Philosophen waren tief gläubige Menschen, während andere erbitterte Kritiker der Religion waren. In welchem Verhältnis stehen Religion und Philosophie also zueinander? Was sind die Aufgaben des philosophischen Denkens in Bezug auf Religion? Dient Philosophie dazu, Religion zu kritisieren und die intellektuellen Ansprüche des Glaubens zurückzuweisen? Oder ist im Gegenteil die Verteidigung gerade dieser Ansprüche ihre Aufgabe? Soll Philosophie klären, was Religion ist oder was sie bedeutet? Und nicht zuletzt: Braucht Religion Philosophie? Braucht Philosophie Religion? Fragen wie diese sollen an Beispielen aus der Philosophiegeschichte vorgestellt und diskutiert werden.

Religiosität – ein Stiefkind psychologischer Forschung

Dienstag, 27.06.2017
Universität Trier, Campus I, A/B-Gebäude, Raum B 14

Dr. Dirk Kranz, Psychologie
Religiosität – ein Stiefkind psychologischer Forschung

Dem Erleben von Transzendenz, also jener Erfahrung, die unsere sinnliche übersteigt, und der Bindung an eine höhere Macht widmet man sich in der (heutigen europäischen) Psychologie erstaunlich wenig. Handelt es sich bei Religion und ihrer subjektiven Seite, der Religiosität, um eine Geisteskrankheit – oder, positiver gefasst, um eine Hilfe bei der Bewältigung dessen, was unsere Deutungskraft übersteigt? Wie in der Psychologie versucht wird, das Phänomen Religiosität empirisch zu erfassen und damit verbundene (Dys-)Funktionen aufzuzeigen – dies soll skizziert und diskutiert werden.

Die Rolle von Kirchengemeinden in der lokalen Zivilgesellschaft

Dienstag, 04.07.2017
Universität Trier, Campus I, A/B-Gebäude, Raum B 14

Dr. Henning von Vieregge, Maecenata Institut, Berlin
Kirche, die beheimatet.

Zur Rolle von Kirchengemeinden in der lokalen Zivilgesellschaft

Entgegen aller Prognosen (u.a. Robert D. Putnam, Bowling Alone, New York 2000) ist die Bürger- und Zivilgesellschaft nicht zerbröselt, sondern erstarkt. Den letzten Beweis liefert die Reaktion der Bürgerschaft auf den Migrantenzustrom. Die verfassten Kirchen gehören immer noch zu den in der Fläche am besten vertretenen Organisationen. Gleichzeitig verlieren sie stetig an Mitgliedern und gesellschaftlicher Verankerung. Gewinnt Kirche neue Stärke, wenn sie sich zu einem führenden Akteur in der lokalen Zivilgesellschaft entwickelt?

Braucht der heutige Mensch überhaupt noch Religion?

Dienstag, 11.07.2017
Universität Trier, Campus I, Achtung Raumänderung: nun auch im A/B-Gebäude, Raum B 14

Dr. Michael Schmidt-Salomon, freischaffender Philosoph und Schriftsteller
Braucht der heutige Mensch überhaupt noch Religion?

Die dramatische Säkularisierung, die in den letzten Jahrzehnten in Westeuropa stattgefunden hat, zeigt, dass Menschen ihr Leben auch ohne Rückgriff auf religiöse Deutungsmuster meistern können. Doch geht mit dem Niedergang des institutionalisierten Glaubens auch der „Sinn und Geschmack fürs Unendliche“ verloren – das, was Friedrich Schleiermacher als das Wesen des Religiösen begriff? Ganz im Gegenteil, meint Michael Schmidt-Salomon. Denn die Wissenschaft hat die Welt nicht nur entzaubert, sondern ihr zugleich einen neuen Zauber verliehen. Der aufgeklärte Mensch steht heute staunend vor den unendlichen Dimensionen eines Universums, das viel geheimnisvoller ist, als es sich sämtliche Religionsstifter haben vorstellen können.

Was wissen wir über die Religion der Kelten?

Dienstag, 18.07.2017
Universität Trier, Campus I, Achtung Raumänderung: nun auch im A/B-Gebäude, Raum B 14

Prof. em. Dr. Gerhard Robbers, Universitätsprofessor für öffentliches Recht und Staatsminister a.D.
Religion und Staat – die neuen alten Herausforderungen

Ganz ohne Religion geht der Staat nicht. Herausforderungen bestehen zu Hauf: Islam, Desinteresse, Unkenntnis, Terrorismus, Unsicherheit, Ängste. Dabei kann Religion viel zur Stabilisierung der Gesellschaft beitragen. Und: Die Fragen, die die Religion aufwirft und auf die sie Antworten gibt, gehören zum Menschsein dazu.