Laborgespräche

Das PhiLab ist nicht nur ein Ort des gemeinsamen Lehrens, Lernens & Forschens, es soll auch den Diskurs zur Lehrerbildung, insbesonderen zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen, unterstützen. Zu diesem Zweck wurde das Format "Laborgespräche" etabliert. Die Laborgespräche verstehen sich als ein offenes Forum für die Lehrerbildung an der Universität Trier, zu dem alle an der Lehrerbildung beteiligten Akteure (z.B. Studierende, Lehrende aus allen Bereichen und Phasen) herzlich eingeladen sind. Neben Gastvorträgen ausgewiesener Experten aus der Lehrerbildung berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften über ihre didaktische und lehrerbildungsbezogene Forschung an der Universität Trier. Wir laden alle Mitglieder der Universität, die Ausbildungspartner aus den Studienseminaren und Schulen ebenso wie interessierte Gäste dazu ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Wann?
Donnerstagsabends zwischen 18:15 Uhr und 19:45 Uhr
(in der Regel zwei- bis dreimal pro Semester)

Wo?
PhiLab (B 12), Campus I, Universität Trier

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Klicken Sie hier, um das aktuelle Programm der Laborgespräche herunterzuladen

::: Aktuelles Programm im Sommersemester 2018

Donnerstag, 26.04.2018; 18:15 - 19:45 Uhr


Lehrer/in werden an berufsbildenden Schulen
Vortrag mit Diskussion: Michael Müller, Schulleiter der BBS Gestaltung und Technik, Trier
Moderation: Prof. Dr. Anke Wegner, Universität Trier

 

Obwohl mittlerweile viele Lehramtsabsolvent*innen der Universität Trier ihr Referendariat an berufsbildende Schulen beginnen, setzen sich die meisten Lehramtsstudierenden kaum mit dieser Schulform auseinander. Welche vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen bieten berufsbildende Schulen angehenden Lehrkräften? Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag? Wie unterscheidet sich der Fachunterricht in Berufsschulklassen vom Gymnasial- oder Realschulunterricht?

Im Rahmen des Laborgesprächs wird Michael Müller, Schulleiter der Trierer BBS Gestaltung und Technik, die Besonderheiten der Schulform vorstellen und im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion zusammen mit ehemaligen Lehramtsstudierenden der Universität Trier, die aktuell an einer BBS arbeiten, über Herausforderungen und Chancen des Lehrens und Lernens an berufsbildenden Schulen sprechen.


Donnerstag, 07.06.2018, 18:15 - 19:45 Uhr


Ernest Jouhy: "Aufrichten, nicht unterrichten!" - Zur Aktualität eines leidenschaftlichen Pädagogen
Lesung und Diskussion mit den Autoren Bernd Heyl & Edgar Weick
Moderation: Prof. Dr. Anke Wegner, Universität Trier

 

Ernest Jouhy war Mitinitiator der Lehr- und Forschungsrichtung "Pädagogik in der Dritten Welt" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und damit ein Vordenker eines kritischen globalen Lernens. "Er lehrte Sozialpädagogik aus der Erfahrung eines politischen Lebens, geprägt vom Widerstand gegen den Faschismus und gegen jede Form von Unterdrückung und bürokratischer Gängelei. Ohne ihn wird es schwerer, glaubhaft zu vermitteln, dass Unruhe eine Bürgerpflicht ist und die Pädagogik von Kritik und Widerspruchsgeist lebt." (Aus dem Nachruf des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Die Herausgeber des Buches „Ernest Jouhy - Zur Aktualität eines leidenschaftlichen Pädagogen“ (Frankfurt/Main: Brandes & Apsel 2017), Bernd Heyl und Edgar Weick, lesen Passagen aus dem Werk und diskutieren mit den Teilnehmer*innen über die bleibende Aktualität der Forschungen Jouhys.


Donnerstag, 21.06.2018, 18:15 - 19:45 Uhr

 

Binnendifferenzierung in der Praxis der Sekundarstufe I: Bestandsaufnahme und Perspektiven
Vortrag mit Diskussion: Prof. Dr. Christoph Schneider, Dr. Marcela Pozas, Verena Letzel, M.A., Universität Trier
Moderation: Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle, Universität Trier

 

Heterogenität von schulischen Lerngruppen ist für Lehrkräfte eine wesentliche Herausforderung im Schulalltag. Die vermehrte Vielfalt stellt veränderte Anforderungen an Lehrkräfte, die sich hierauf größtenteils nicht hinreichend vorbereitet fühlen. Lehrkräftebefragungen haben darüber hinaus gezeigt, dass entsprechende Unterstützungsmaßnahmen und umfassendere Informationen zum Thema Binnendifferenzierungin der Schulpraxis wünschenswert wären. Um Lehrkräfte in ihrer Unterrichtsvorbereitung und -praxis zu entlasten, sollen innerhalb eines Forschungsprojekts, auf der Basis von empirischen Erhebungen, bedarfsgerechte Unterstützungsmaßnahmen entwickelt werden.

Nach einem Impulsvortrag, der Struktur und Perspektiven des laufenden Forschungsprojektes sowie das darin verwendete Begriffsverständnis der „Binnendifferenzierung“ näher beleuchtet, werden Ergebnisse aus einer qualitativen Befragung von Lehrkräften vorgestellt. Darin werden Fragen wie „Wie stehen Lehrkräfte zum Thema Binnendifferenzierung?“, „Welche Maßnahmen wenden Lehrkräfte in der Vorbereitung und Durchführung von Unterrichtsstunden an, um binnendifferenziert und individualisiert zu unterrichten?“ und „Welche Unterstützung benötigen Lehrkräfte konkret?“ in den Blick genommen. Abgerundet wird der interaktive Vortrag durch die Darstellung der Analyse von Daten aus einer repräsentativen Large-Scale-Studie. Dies erlaubt, die Fragestellungen rund um das Thema Binnendifferenzierung in der Schulpraxis auch auf nationaler Ebene betrachten zu können. So wird die Möglichkeit eröffnet, die Perspektive zu weiten und Ergebnisse aus eigenen (regionalen) und nationalen Befragungen zu vergleichen.

Wir sind stets auf der Suche nach neuen Beiträgen zu unseren Laborgesprächen! Wenn Sie also eine Idee für ein Laborgespräch haben, möchten wir Sie herzlich einladen, in Absprache mit dem Zentrum für Lehrerbildung ein Laborgespräch zu gestalten. Wenn Sie sich dazu an Frau Dr. Birgit Weyand und unsere Hilfskraft Herrn Fabian Nowald