Mitmach-Tools: Arbeiten mit Audience Response Systemen (z.B. PINGO, Cliqr) sollen als digitale Beteiligungsformen die Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden in Lehrveranstaltungen (speziell in Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern) fördern. Diese Abstimmungssysteme ermöglichen eine anonyme Stimmabgabe unter Einbezug mobiler Endgeräte (z.B. Smartphones, Tablets, Notebooks). Die Teilnehmenden beantworten hierzu vor Ort in einer Lehrveranstaltung Fragen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten oder Freitexten. Die Antworten der Teilnehmer werden dann mittels WLAN-Verbindung direkt an das Endgerät des Dozenten übermittelt, automatisch ausgewertet, grafisch aufbereitet und je nach Situation für alle Beteiligten sichtbar dargestellt. Durch die Übermittlung der Ergebnisse erhalten Dozierende ein sofortiges Feedback über den Wissensstand und/oder Meinungen ihrer Studierenden.

Hauptgründe für den Einsatz von ARS liegen meist in den Problemen klassischer Lehrveranstaltungen begründet:

  • Feedback: In Massenveranstaltungen mangelt es oftmals an Feedbackmöglichkeiten für Studierende bei Verständnisproblemen oder offenen Fragen. Hinzu kommt das Unbehagen der Studierenden sich in größeren Auditorien zu äußern, Fragen zu stellen oder Antworten zu geben. Audience Response-Systeme ermöglichen es beispielsweise introvertierteren, zurückhaltenden oder auch leistungsschwächeren Studierenden, sich einzubringen, vorausgesetzt sie können ihre Rückmeldung anonym abgeben. Des Weiteren bietet der Einsatz von Audience Response-Systemen den Studierenden eine einfache Möglichkeit zum Selbsttest bereits während der Sitzung und ermöglicht eine Live-Lehrevaluation mit unmittelbarem Feedback.
  • Auflockerung & Aktivierung: Nicht zuletzt führt die typische Vorlesungs- bzw. Seminardauer von 90 Minuten dazu, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Studierenden abnimmt, da diese generell nur ca. 20 Minuten beträgt. Das gesamte Auditorium kann durch die Verwendung von ARS somit stärker aktiv eingebunden werden. Eine kontinuierliche Aktivierung der Studierenden über die Gesamtdauer einer Sitzung wäre somit möglich, da sich mit Hilfe des ARS die Veranstaltung in kürzere Blöcke strukturieren lässt.

Ein weiteres Tool zur Liveeinbindung in eine Lehrveranstaltung stellt der Microblogging-Dienst Twitter dar. Über einen Professur- oder Abteilungsaccount kann den Studierenden Zugang zu einer Twitter Wall ermöglicht werden. Hier können alle Beteiligten Verlinkungen (z.B. zu Studien, Videos, etc. zu relevantem Content) der Lehrveranstaltung erstellen, Feedback abgeben und einsehen. Zudem kann der erstellte Account auch über die eigentliche Präsenzveranstaltung hinaus vor Ort als Anlaufstelle genutzt werden (z.B. für Ankündigungen, etc.). Die Koordinationsstelle E-Learning bietet in regelmäßigen Abständen auch Schulungen zum angesprochenen Themenfeld an. Hier lernen Sie anhand konkreter Praxisbeispiele die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Audience Response-Systeme in Abhängigkeit formulierter Ziele kennen. Das Schulungsangebot richtet sich primär an Dozierende, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen sowie Tutoren/innen. Gerne beraten wir Sie zu Audience Response-Systemen und sonstigen digitalen Beteiligungsformen in Lehrveranstaltungen.

Beratung?!

Bei Fragen zu Nutzungsmöglichkeiten und Einsatz von Beteiligungstools in Lehre, Wissenschaft und Studium wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Koordinationsstelle E-Learning telefonisch unter der +49 (0)651 201-3582 oder per E-Mail an elearning@uni-trier.de.