Vortragsreihe „LebensWert Arbeit – Arbeitswelten in Trier und im Trierer Land von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert“

25. Oktober 2017 bis 21. März 2018

Museum am Dom Trier

6. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Dr. Christoph Cluse: Jüdische Arbeitswelten in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

20. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Prof. em. Dr. Franz Irsigler: Zunftgebundene und freie Handwerksarbeit im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit

17. Januar 2018, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Schmid: Leben und Arbeiten der Dorfbevölkerung im Trierer Land im 19. Jahrhundert

Mit dem Werk von Karl Marx verbindet man in der Regel den Begriff der Arbeiterklasse. Als Karl Marx im frühen 19. Jahrhundert in Trier aufwuchs, kann man nur einen verschwindend geringen Anteil der Bevölkerung als Arbeiter oder gar als Fabrikarbeiter bezeichnen. Während in den Städten Handwerker, Kaufleute und Wirte überwogen, war der überwiegende Teil der Bevölkerung auf dem Lande in der Landwirtschaft tätig. Hier kam es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu ganz gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Einbrüchen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann ein grundlegender Strukturwandel in der Landwirtschaft, dessen Ende sogar heute noch nicht abzusehen ist.

31. Januar 2018, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Lukas Clemens: Mittelalterliche Lebens- und Arbeitsverhältnisse im grundherrschaftlichen Kontext

Der Vortrag nimmt die ländliche Gesellschaft des Früh- und Hochmittelalters in den Blick, wobei er die Organisationsformen der Landwirtschaft in ihren Ausprägungen und Entwicklungslinien vorstellt. In diesem Kontext werden zudem technische Kontinuitäten und Innovationen nachzeichnet

21. März 2018, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Stephan Laux: Armut unter den Augen des jungen Marx: Eine Trierer Armenliste aus dem Jahr 1832

Im Jahr 1832, also drei Jahre, bevor der junge Karl Marx seine Heimatstadt zum Studium nach Bonn verließ, entstand ein zweiteiliges „Verzeichnis aller Armen“ in Trier und in den Ortschaften außerhalb der Stadtmauern. Angefertigt wurde es von der preußischen Sanitätskommission, die mit einer Bestandserhebung der örtlichen Armutsverhältnisse zur Abwehr einer drohenden Choleraepedemie beauftragt worden war. Das Ergebnis war eine heute im Stadtarchiv Trier überlieferte, zweiteilige tabellarische Aufnahme von 936 Personen mit diversen personenbezogenen Angaben bzw. Zuschreibungen. Der Vortrag stellt diese Armenliste und die Möglichkeiten ihrer Interpretation und medialen Aufbereitung in den Vordergrund und ergänzt sie um weitere Quellen zur Geschichte Triers in der Zeit des sogenannten „Pauperismus“.

Planung: Museum am Dom und Verein Trierisch e.V.
Tel. +49 651 7105-255
museum@bistum-trier.de