Universität Trier stärkt Demokratiebildung in der Lehrerbildung

Die Universität Trier erhält im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ 1,7 Millionen Euro Förderung für das Projekt „TRIGITALpro“, um Lehrer fit für das digitale Zeitalter zu machen.

Innerhalb des Projekts erfährt auch die Demokratiebildung eine Stärkung in der Lehrerbildung. „Uns war es wichtig, neben den informatorischen Kompetenzen auch kritisch-reflexive Kompetenzen zu fördern und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die demokratische Gesellschaft zu thematisieren,“ erläutert Matthias Busch, Professor für die Didaktik der Gesellschaftswissenschaften die Konzeption der digitalisierungsbezogenen Professionalisierung in den Lehramtsstudiengängen. So werden sich alle Lehramtsstudierende ab 2020 mit Themen wie fake news, digitaler Ungleichheit und Partizipation beschäftigen und lernen, die gesellschaftlichen und demokratietheoretischen Dimensionen der Digitalisierung in Unterricht und Schulleben zu verankern. „Hierzu werden wir in den kommenden Jahren digitalgestützte Lernmodule zur Demokratiebildung entwickeln, evaluieren und in den Curricula aller Lehramtsstudiengänge verankern“, erklärt Claudia Ritzi, Professorin für politische Theorie und Ideengeschichte das weitere Vorgehen, das sie zusammen mit Matthias Busch als Leiterin des Teilprojekts verantwortet.

Neben der Demokratiebildung werden im Rahmen des Projekts auch weitere Querschnittsaufgaben wie Bildung für nachhaltige Entwicklung oder die schulische Berufsorientierung in ihren digitalen Implikationen erschlossen und im Bildungsgang der Lehramtsstudierenden verankert werden. Das im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern geförderte Vorhaben stellt dabei einen wichtigen Baustein im Prozess der Neuausrichtung der Lehramtsausbildung an der Universität Trier dar, betont auch Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel, der persönlich die Projektleitung übernimmt.