Internationale Tagung "sprache macht gesellschaft"

Foto: Torsten See

Anfang November fand in Trier die interdisziplinäre Tagung „sprache macht gesellschaft“ statt. Die Tagungsreihe wird von Prof. Dr. Matthias Busch (Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, Trier), Prof. Dr. Anke Wegner (Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache, Trier), Prof. Dr. Eva Vetter (Zentrum für LehrerInnenbildung, Wien) und Prof. Dr. Dirk Lange (Didaktik der politischen Bildung, Wien) geleitet und ist den Bedingungen und Bezügen sprachlicher und politischer Bildung gewidmet. Die mehr als neunzig Gäste aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und den USA diskutierten über die Bedeutung von sprachlicher und politischer Bildung für den Bildungsgang von Schülerinnen und Schülern und die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe in Schulpraxis wie non-formaler Bildung. In dem Maße wie gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung, aber auch Teilhabe und Integration entscheidend über Sprache gestaltet werden, sei eine politische Bildung ohne die Reflexion von Sprache ebenso unmöglich, wie sprachliche Bildung, die ihre politischen Implikationen negiere, stellte Prof. Busch zu Beginn der Tagung heraus. Zahlreiche Vorträge und Forschungsprojekte setzten sich entsprechend mit Fragen der Bildungsgerechtigkeit in heterogenen Einwanderungsgesellschaften, kommunikationsethischen Standards in politischen Diskursen und der Verantwortung sprachsensibler demokratischer Bildung auseinander.

Das vollständige Programm kann unter folgendem Link eingesehen werden. Ein Tagungsband ist in Planung.