Preisträger Prof. Dr. Volker Schulz mit dem Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Ing. Reiner Anderl (vorne links), und dem Glücksklee-Quartett, das die Feier musikalisch gestaltete.

Akademiepreis des Landes für vorbildhafte Leistungen

Die Auszeichnung würdigt auch Professor Volker Schulz´ Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Volker Schulz, Professor für Angewandte Mathematik an der Universität Trier, hat für vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung den Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz erhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Preisverleihung am 26. November 2020 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz nicht öffentlich, sondern wurde im Live-Stream übertragen.

Professor Volker Schulz ist auf dem Gebiet „Wissenschaftliches Rechnen“ und speziell im Bereich der anwendungsbezogenen Optimierung tätig. Mit seinen Methoden und numerischen Verfahren nimmt er eine internationale Spitzenstellung ein, seine Forschungsergebnisse sind inzwischen in vielen Industrieanwendungen standardmäßig integriert. Die Kooperationen mit der Industrie und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind beispielhaft für seine interdisziplinäre Arbeitsweise.

Engagement für wissenschaftlichen Nachwuchs

Außerordentliches Engagement zeigt er auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs, ob in Workshops, die sich speziell an den weiblichen Nachwuchs richten, in Summerschools und Symposien oder als Initiator und Sprecher von Drittmittelprojekten. Der Präsident der Akademie, Prof. Dr. Ing. Reiner Anderl, hofft, dass diese Auszeichnung „Volker Schulz weiter ermutigt, für die Angewandte Mathematik und ihre Bedeutung für nahezu jeden Lebensbereich zu werben.“

„Hochschullehre in der Corona-Pandemie ist eine Herausforderung. Diese haben die Hochschulen in den vergangenen Wochen und Monaten mit großem Einsatz und großer Hingabe bestmöglich gemeistert“, hob Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, in Vertretung des Ministers anlässlich der Verleihung des Akademiepreises hervor. „Ich danke allen Hochschullehrerinnen und -lehrern für ihr Engagement. Insbesondere Prof. Dr. Schulz, den heutigen Preisträger, möchte ich herausstellen. Sein ausgeprägtes Konzept der Nachwuchsförderung sowie seine Tätigkeit als Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs zeigen neben seinen fachlichen Kompetenzen auch das hervorragende Engagement in der Lehre.“

Mit Mathematik Prozesse optimieren

Die Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Margret Wintermantel, spielte auf die Fähigkeit des Preisträgers an, auch Nicht-Mathematiker von den Anwendungsbereichen seines Faches zu überzeugen, indem er zum Beispiel die Verbindung zwischen Musik und Mathematik zum Gegenstand seiner Vorlesung macht oder ein Projekt zur mathematischen Modellierung von Gärprozessen im Weinbau durchführt: „Mit offenen Augen geht er durch die Welt und versucht erfolgreich, mithilfe mathematischer Methoden Prozesse unterschiedlichster Art zu optimieren.“ Der Preisträger stellte im Anschluss diese Fähigkeit mit seinem Vortrag „Alles optimal? – Mathematik hilft weiter“ eindrucksvoll unter Beweis.

Das Glücksklee-Quartett, das unlängst mit einem Nachwuchsförderpreis der Akademie ausgezeichnet wurde, und Solist Stefan Besan sorgten bei der Verleihung für einen würdigen musikalischen Rahmen.

Zur Aufzeichnung der Preisverleihung

Zur Person

Prof. Dr. Volker Schulz studierte Mathematik und im Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg. Nach dem Diplom dort wurde er 1996 an der Universität Heidelberg promoviert. 1999 ging er für zwei Jahre als Leiter einer Forschungsgruppe an das Weierstraß-Institut für angewandte Analysis und Stochastik nach Berlin; 2000 habilitierte er sich an der Universität Heidelberg. 2001 nahm er den Ruf der Universität Trier auf die C4-Professur für Numerische Mathematik, Optimierung und partielle Differentialgleichungen an.

Zum Preis

Der Akademiepreis wird seit 2001 vom Land Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die im Bereich der Hochschulen des Landes herausragende und vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung erbracht und maßgebend den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert haben. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und kann nach freier Entscheidung des Preisträgers für Forschung und Lehre verwendet werden.

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