Im Rahmen einer von der Universität Trier in Vietnam angebotenen Summer School unternahmen Studierende eine Exkursion in den Bidoup National Park. Foto: Elisabeth Tressel

Master „Environmental Sciences“ erhält Fördergelder

Die Universität Trier baut das digitale Lehrangebot des englischsprachigen Studiengangs langfristig aus. Der DAAD unterstützt das Projekt finanziell.

Bereits seit seinem Start vor gut zehn Jahren ist der Masterstudiengang „Environmental Sciences“ international ausgerichtet. Meist stammt knapp die Hälfte der rund 50 Studierenden eines Jahrgangs aus dem Ausland. Die Raum- und Umweltwissenschaften pflegen Kontakte zu zahlreichen Partnerhochschulen weltweit. Unter anderem besteht seit Langem eine enge Kooperation mit der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Nong Lam University in Ho Chi Minh City (Vietnam). Im Rahmen der Kooperation haben Lehrende der Universität Trier beispielsweise Summer Schools in Vietnam angeboten. Aus dieser langjährigen Zusammenarbeit heraus erwuchs der Gedanke, einen gemeinsamen, international ausgerichteten Masterstudiengang „Environmental Sciences“ mit Englisch als Unterrichtssprache an beiden Universitäten zu konzipieren. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hatte Anfang 2018 eine Förderung des Vorhabens für vier Jahre genehmigt. Bereits jetzt wird es dadurch vietnamesischen Studierenden ermöglicht, ihr Masterstudium für einige Semester oder komplett an der Universität Trier zu verbringen.

Corona-Pandemie und digitale Lehre

Vieles war im Rahmen der Kooperation noch geplant, doch dann kam die Corona-Pandemie, aufgrund derer einiges nicht in der angedachten Form umgesetzt werden kann. Auch erschwert die Pandemie es ausländischen Masterstudierenden an die Universität Trier zu kommen. Um weitere Lehrangebote des Masterstudiengangs „Environmental Sciences“ für die Zeit, in der die grenzüberschreitende studentische Mobilität erschwert ist, aber auch für die Zeit danach auf digitale Beine zu stellen, fördert der DAAD nun aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „IP Digital“ die Universität Trier bis Ende 2022. „Eine komplette Digitalisierung des Studiengangs, quasi als Fernstudium, ist aktuell noch nicht geplant, aber für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen“, sagt Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn vom Fachbereich Raum- und Umweltwissenschaften der Universität Trier.

Gerade in einem umweltwissenschaftlichen Masterstudiengang sei der Austausch zwischen deutschen und internationalen Studierenden besonders von Bedeutung, so Thiele-Bruhn. Wenn beispielsweise in einem Seminar ein Studierender von der Wasserverschmutzung in seinem afrikanischen Heimatland berichtet, profitiere davon der ganze Kurs. Im Rahmen des Masters „Environmental Sciences“ können Studierende zwischen drei Schwerpunkten wählen: Umweltmonitoring und -bewertung, Umweltfernerkundung und -modellierung sowie Umweltschutzmanagement.

Bewerbung für „Environmental Sciences“

Aktuell verfolgen einige der internationalen Studierenden die Seminare und Vorlesungen im Master „Environmental Sciences“ von ihren Heimatländern aus, berichtet der Professor für Bodenkunde. Zurzeit finden, bis auf wenige Ausnahmen, alle Veranstaltungen an der Universität Trier digital statt. „Computer und Internet ersetzen natürlich nicht den interkulturellen Austausch bei Summer Schools oder Exkursionen in andere Länder, aber sie bringen Studierende unterschiedlicher Länder gerade in der aktuellen Situation ein Stück weit näher zusammen. Umso mehr freuen wir uns über die Förderung durch den DAAD“, sagt Thiele-Bruhn.

Studieninteressierte aus Deutschland und der EU, die zum Sommersemester 2021 den Master „Environmental Sciences“ studieren wollen, können sich ab 15. Dezember 2020 bewerben. Für Studieninteressierte aus anderen Ländern ist ein Start nur jeweils zum Wintersemester möglich.

► Mehr Infos zum Master "Environmental Sciences"

Kontakt

Prof. Dr. Sören Thiele-Bruhn
Raum- und Umweltwissenschaften
Mail: thieleuni-trierde
Tel. + 49 651 201-2241