Professor Dr. Gerhard Robbers

Geb. 1950, Dr. iur. utr., Professor für Öffentliches Recht, Kirchenrecht, Staatsphilosophie und Verfassungsgeschichte. Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg, 1979 Promotion. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Wissenschaftlicher Assistent bei A. Hollerbach. 1982-1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht. 1986 Habilitation in Freiburg. Lehrstuhlvertretungen in Saarbrücken, Göttingen, München. 1988 Professor in Heidelberg.

Von 1989 bis November 2014 Professor in Trier. 1997-2008 Richter im Nebenamt am OVG Rheinland-Pfalz. Leiter des Instituts für Europäisches Verfassungsrecht. Geschäftsführender Vorstand des Instituts für Rechtspolitik, seit 2008 Richter am Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz. Präsident des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2013 in Hamburg.

Herr Professor Robbers wurde im November 2014 zum Minister der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz ernannt. Er hat seitdem seine Tätigkeit am Institut für Rechtspolitik niedergelegt. Mit Bildung der SPD-FDP-Grüne Koalition am 18. Mai 2016 schied Professor Robbers aus der Landesregierung aus.

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Professor Dr. Bernd von Hoffmann †

Professor Dr. Bernd von Hoffmann, geboren 1941 in Schlackenwerth (heute: Ostrov, Tschechien). Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg, Aix- en-Provence und München, erstes Staatsexamen 1966. Anschließend Assistenzzeit am Lehrstuhl von Professor Dr. Karl Firsching, Universität Regensburg, sowie Promotion mit der Arbeit „Internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit“. Zweites Staatsexamen 1970. 1971 bis 1976 wissenschaftlicher Referent am Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, dort auch Anfertigung der rechtsvergleichenden Arbeit über „Das Recht des Grundstückskaufs“, mit welcher er sich im Jahr 1979 in Regensburg habilitierte. Im gleichen Jahr Ruf an die Universität in Trier.

Seither Engagement in einer Vielzahl wissenschaftlicher Gremien, so unter anderem im Deutschen Rat für Internationales Privatrecht, in der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht und dem Institut de Droit International. Gemeinsam mit den Kollegen Firsching, Henrich und Jayme Gründung der einflussreichen Zeitschrift IPRax. Ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift „Recht der Internationalen Wirtschaft“. Nach Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2007 weiterhin Tätigkeit als Direktor am Trierer Institut für Rechtspolitik, dessen Vorstand er seit der Gründung im Jahr 2000 angehörte.

Die ihm zu seinem 70. Geburtstag zugedachte Festschrift konnte er nicht mehr persönlich entgegennehmen. Bernd von Hoffmann verstarb am 9. Dezember 2011, wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag.

Prof. Dr. Alexander Proelß

Prof. Dr. Alexander Proelß studierte in Bonn und Tübingen Rechtswissenschaften und legte in Tübingen im Jahre 2000 das Erste Staatsexamen ab. Im Anschluss war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht einschließlich Völkerrecht von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Graf Vitzthum in Tübingen tätig und wurde dort im Jahre 2003 mit einer Arbeit zum Thema „Meeresschutz im Völker- und Europarecht“ promoviert.

Im Rahmen des Juristischen Vorbereitungsdienstes absolvierte er u.a. eine Stage am Bundesverfassungsgericht. 2004 beendete er den Vorbereitungsdienst in Tübingen mit dem Zweiten Staatsexamen. Anschließend wurde er an der Tübinger Juristenfakultät zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt und von November 2005 bis Dezember 2006 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht (Dezernat BVR Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio) abgeordnet.

Im Juli 2007 nahm er den Ruf auf eine im Rahmen des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ neu geschaffene Professur für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Seerecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an. Als Co-Direktor des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht hatte er diese Professur von September 2007 bis September 2010 inne. Im Februar 2010 erfolgte die Habilitation durch die Juristische Fakultät in Tübingen mit einer Arbeit zum Thema „Bundesverfassungsgericht und internationale Gerichtsbarkeit“.

Zum 1. Oktober 2010 wechselte Proelß an die Universität Trier, wo er seither die Universitätsprofessur für Öffentliches Recht, insbesondere Völkerrecht und Europarecht, bekleidet. Einen Ruf an die Universität Bremen lehnte er im Juli 2015 ab. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben Aspekten des allgemeinen Völker- und Europarechts vor allem das internationale See- und Umweltrecht, das Außenverfassungsrecht sowie ausgewählte Bereiche des nationalen Umweltrechts. Proelß ist an zahlreichen nationalen wie internationalen (fachspezifischen als auch interdisziplinären) Forschungsprojekten beteiligt.

Seit dem 1. Oktober 2018 hat Prof. Dr. Alexander Proelß den Lehrstuhl für internationales Seerecht und Umweltrecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht an der Universität Hamburg inne. Bis dahin war er Direktor des Instituts für Umwelt- und Technikrecht (IUTR), Mitglied des Vorstands des Zentrums für Europäische Studien (ZES) der Universität Trier und einer der Direktoren des Instituts für Rechtspolitik (IRP).