Was ist Papyrologie?

Die Papyrologie, wörtlich etwa „Papierwissenschaft“, hat ihren Namen von der Papyrus­pflanze Cyperus Papyrus L., aus deren Stängel im alten Ägypten ein Beschreibstoff hergestellt wurde. Papyrologen beschäftigen sich mit der Erforschung der auf Papyrus, Pergament, Ton­scherben, Holz und anderen transportablen Schriftträgern erhaltenen Texte in griechischer und lateinischer Sprache.
Voraussetzung zum Studium: Graecum und Latinum (s. Prüfungsordnung)

Papyrus wurde in die ganze antike Welt exportiert und überall verwendet, natürlich auch im römischen Trier. Das pflanzliche Material ist nur im trockenen Wüstensand erhalten geblieben; in feuchteren Zonen ist es vermodert. Die meisten Papyrusfunde kommen aus Ägypten, wo Griechisch seit der Eroberung durch Alexander den Großen (332 v.Chr.) auch noch nach der Einverleibung ins Imperium Romanum (30 v.Chr.) bis zur endgültigen Unterwerfung durch die Araber (642 n.Chr.) offizielle Amtssprache war. Das von den Arabern eingeführte Hadernpapier trat an die Stelle des Papyrus, und die arabische Sprache und der Islam verdrängten allmählich die griechisch-römische Kultur und das Christentum.

Papyrus-Herstellung