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Ferdinand Kobell (1740-1799) – Das Ausstellungsprojekt

Form 

Projektseminar/AG zur Vorbereitung einer Ausstellung | wöchentliche Termine (ggfs. auch in der vorlesungsfreien Zeit)

TermineAuftakt am Montag 28.10.2019, 10-12 Uhr, Raum A 246 (Kunstgeschichte) | weitere Termine in Absprache mit der Projektgruppe
LeitungDr. Stephan Brakensiek, Kunstgeschichte, Kustos der Grafischen Sammlung
Kosten80,-- € | Anmeldungen möglichst bis 14.10.2019 | Anmeldeformular (Download) | Online-Anmeldung (Link)

Ferdinand Kobell (1740-1799) war einer der bekanntesten Radierer des 18. Jahrhunderts. Als Vater des Münchner Landschaftsmalers und Landschaftsradierers Wilhelm Kobell (1766-1853) gilt er heute als einer der Väter der Münchner Malerschule.

In der kurpfälzischen Residenzstadt Mannheim geboren wird der Autodidakt, der ursprünglich Rechtswissenschaft in Heidelberg studierte, schnell zu einem gefragten Künstler. Ein Aufenthalt in Paris bei Johann Georg Wille (1715-1808) diente ihm mit kurfürstlichem Wohlwollen als Sprungbrett zu frühem Ruhm. Besonders seine meisterhaften Landschaftsradierungen wurden von seinen Zeitgenossen hoch geschätzt und werden heute als ein wichtiger Schritt hin zur späteren Romantik verstanden.

Das Seminar macht es sich zur Aufgabe, zu diesem heute wiederzuentdeckenden Künstler eine Ausstellung zu konzipieren und zu realisieren, die in Kooperation mit den Städtischen Museen Worms und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, Schloss Schwetzingen, entstehen soll. Ziel ist es, Kobell in vollem Umfang als Radierer im Kontext seiner Zeit zu präsentieren.

Im Seminar, das von einer weiteren Veranstaltung, die Dr. Olaf Mückain und Dr. Stefan Moebus von den Städtischen Museen Worms in Trier und Worms als »Seminar vor Ort« anbieten werden, ergänzt wird (und deren zusätzlicher Besuch nur ausdrücklich empfohlen werden kann), soll die Ausstellung, inhaltlich wie museologisch/museumsdidaktisch von Grund auf vorbereitet werden. Ziel dabei ist es, die gesamte Ausstellung sowie den sie begleitenden wissenschaftlichen Katalog (den ersten dem Künstler alleine gewidmeten überhaupt!) gemeinsam zu realisieren und dabei die verschiedenen Möglichkeiten einer solchen Projektrealisation gegeneinander abwägend zu debattieren.

Insgesamt ist dies eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, die viel an Engagement von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fordert. Doch bietet sie aber auch die Möglichkeit, sich auf ansonsten den »Campus der Generationen« eher ungewohnte Art und Weise aktiv und kreativ in ein ›echtes‹ kunstwissenschaftliches Projekt nicht nur theoretisch einzubringen. Kunstwissenschaftlicher Lernerfolg, grundlegende Erfahrungen aus der Praxis und viel Spaß sind dabei garantiert!