Jannik Eikmeier, M.A.

Raum: A116
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Dissertationsvorhaben

Visualisierung maritimer Räume in Seehandbüchern und Marinemalerei
in England im 17. und 18. Jahrhundert


In dem Dissertationsvorhaben soll der Frage nachgegangen werden, wie das Meer in bildlichen Medien in England im 17. und 18. Jahrhundert dargestellt wurde. Welche inhaltlichen Schwerpunkte wurden bei den Abbildungen gesetzt? Welche Bildstrategien werden dabei verfolgt? Und welche Rolle spielen die Bilder bei der Sicherung, Übermittlung und Vermittlung von Wissen? Als eine in der Kunstgeschichte angesiedelte Arbeit stehen dabei besonders solche Medien im Mittelpunkt der Untersuchung, die primär – aber nicht unbedingt ausschließlich – visuell funktionieren bzw. kommunizieren. Gedruckte Seekarten und – handbücher stellen dazu die Grundlage dar, die in einem späteren Schritt um die Marinemalerei erweitert werden soll. Zu diesem Zweck werden zunächst zwei der wichtigsten Seehandbücher Englands, John Sellers The English Pilot (1671) und Captain Greenvile Collins Great Britain's Coasting Pilot (1693) auf ihre inhaltlichen und gestalterischen Charakteristika untersucht, wobei auch das Verhältnis von Text und Bild eine nicht unwesentliche Rolle spielen wird. Die aus dieser Untersuchung erlangten Erkenntnisse sollen im Anschluss genutzt werden, um zu überprüfen, ob sich ähnliche Beobachtungen auch in der Marinemalerei finden lassen bzw. wie sich das Verhältnis zwischen kartographischer und malerischer Seebeschreibung in England darstellt. Eine zeitliche Entwicklung innerhalb der jeweiligen Gattung soll dabei ebenso beachtet werden, wie die Entwicklung und eventuelle Interferenz zwischen eben diesen.