Willkommen bei der Forschungsgruppe Quantitative Finance and Risk Analysis

„Exzessives Risiko” seitens der Finanzmarktakteure wird häufig als Grund für die Finanzkrise im Jahr 2008 genannt. Im Verbund Quantitative Finance and Risk Analysis arbeiten Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Mathematik und Volkswirtschaftslehre an der Entwicklung neuer Modelle zur Darstellung und Quantifizierung von Unsicherheit und Risiko und leisten somit einen Beitrag zur Gestaltung der Finanzmärkte von morgen. Hierbei ist der sozioökonomische Hintergrund der aus verschiedenen Ländern stammenden Akteure von besonderer Relevanz.

Auf Ebene der Anleger stellt sich die Frage, welches Maß das tatsächliche Empfinden von Unsicherheit und Risiko in der Praxis widerspiegelt und zugleich durch empirische Untersuchungen anhand von Finanzmarktdaten messbar ist. Hierbei ist die Erforschung der Konsequenzen von Unsicherheit und Risiko auf Spar- und Investitionsentscheidungen von besonderem Interesse. Daraus ergeben sich u.a. Implikationen für den Verbraucherschutz, was eine realistische Einschätzung von bestimmten Finanzprodukten (z.B. Altersvorsorge oder Hypothekenkredite) anbelangt. Auf der Ebene der Regulierungsbehörden stellt sich die Frage, wie diese Unsicherheits- und Risikomaße genutzt werden können, um zukünftige Krisen im Ausmaß der Finanzkrise von 2008–2009 und den damit verbundenen Rückkopplungseffekten auf die Realwirtschaft zu vermeiden. Hierbei gilt es nicht nur zielgenaue Maße zu finden, sondern auch den Zielkonflikt zwischen der Stabilität und der Flexibilität der Finanzmärkte zu lösen.

In der Forschungsgruppe Quantitative Finance and Risk Analysis erforschen Wissenschaftler der Universität Trier diese Themen, finanziert durch die Forschungsinitative des Landes Rheinland-Pfalz.

Das Kernteam der Forschungsgruppe besteht aus:

Prof. Dr. Christian Bauer

Prof. Dr. Matthias Neuenkirch (Sprecher)

Prof. Dr. Marc Oliver Rieger 

Prof. Dr. Frank Seifried (Stellvertretender Sprecher)