Milena Belosevic

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Raum B 588

Universität Trier
FB II – Germanistik – Germanistische Linguistik

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Postdoc-Projekt:

Namenbasierte lexikalische Muster im Deutschen

Dieses Projekt untersucht Wortbildungsmuster mit Personennamen als Komponenten aus kognitivsemantischer, konstruktionsgrammatischer und pragmatischer Perspektive.

siehe auch das Projekt: Patterns at the Crossroads of the Onomasticon and the Lexicon: contrastive, diachronic, synchronic

Promotionsprojekt (abgeschlossen):

Vertrauensgenerierung und Vertrauenserosion in der Flüchtlingsdebatte 2015-2017. Eine diskurslinguistische Untersuchung von Argumentationsmustern.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage nach der sprachlichen Konstruktion der Aufnahmebereitschaft in der massenmedialen Berichterstattung über Flüchtlinge zwischen 2015 und 2017. Die Aufnahmebereitschaft wird als Vertrauen bzw. als vertrauensrelevantes Wissen über Flüchtlinge verstanden. Anhand von qualitativen Methoden der Inhaltsanalyse und der hermeneutischen Analyse von Argumentationsmustern (Topoi) nach Wengeler (2003) wurde ein Analyseraster mit mehreren Vertrauensdimensionen entwickelt. Es ermöglicht die Untersuchung von sprachlichen Mustern der impliziten Vertrauensgenerierung und Vertrauenserosion in der Berichterstattung über Flüchtlinge und stellt einen Beitrag zur (diskurs)linguistischen Vertrauensforschung dar.

Publikationen

  • (angenommen): Die Abfolge der Komponenten in Personennamen-Blends. Geschlechtsspezifische, phonologische und semantische Aspekte. In: Deutsche Sprache.
  • (angenommen): Angela Merkohl und Gerda Schröckel. Semantisch-pragmatische Funktionen der gesamtnamenähnlichen Konstruktionen im Bereich der Politik. In: Beiträge zur Namenforschung 3/2021.
  • (2021/im Druck): Vertrauensrelevantes Wissen und Diskurssemantik: eine diskurslinguistische Annäherung an das Konzept Vertrauen. In: Zeitschrift für Angewandte Linguistik 74 (1), S. 1-29.
  • (2021/im Druck): Das böse Wort mit C. Sprachliche Strategien des Umgangs mit Angst im Corona-Diskurs. In: Filatkina, Natalia & Franziska Bergmann (Hg.): Angst. Manifestation und Konstruktion einer Emotion, Berlin/Boston: de Gruyter (= Sprache und Wissen), S. 269-293.
  • (2021/im Druck): „Die Stimmung kippt (nicht von allein)“. Sprachliche Angstkonstruktion im Flüchtlingsdiskurs. In: Filatkina, Natalia & Franziska Bergmann (Hg.): Angst. Manifestation und Konstruktion einer Emotion, Berlin/Boston: de Gruyter (= Sprache und Wissen), S. 295-322.
  • (i.E.): Zwischen nationalen Interessen und europäischer Verantwortung. Argumentationsmuster in der Debatte um die Ratifizierung der EU-Verträge in Deutschland zwischen 1951 und 2009. In: Bär, Jochen (Hg.): Historische Text- und Diskurssemantik. Berlin: de Gruyter (Jahrbuch für germanistische Sprachgeschichte 11)
  • (2020): „Was steckt denn nun wirklich hinter diesem Impfzwang?“ Sprachliche Konstruktion der Impfverschwörung in der Debatte über die Masernimpfpflicht in Deutschland. In: tekst i dyskurs – text und diskurs, 13/2020, S. 149-169.
  • (2019): Nebensache Europa? Sprachliche Konstruktion der “(weichen) Europaskepsis” im Diskurs über Europawahlen 1994-2004. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 1/2019, S. 70-90.

Vorträge

  • 06/2021: Economy or Solidarity: Exclusion and Inclusion of Older Persons in the Discourse on Covid-19. 17th International Pragmatics Conference, Winterthur, Switzerland, 27 Jun - 2 Jul 2021.
  • 11/2020: Kotowski, Sven, Sabine Arndt-Lappe, Natalia Filatkina, Milena Belosevic & Audrey Martin. 2020. Toward a semantics for name-name-blends. Vortrag, 20. Workshop “Ereignissemantik”, Universität Tübingen, 06.–07.11.2020. siehe Book of Abstracts hier
  • 09/2019:  Europa in politischen Reden über EU-Verträge – eine diskursgeschichtliche Analyse der Debatten zwischen 1992 und 2004, 11. Jahrestagung der Gesellschaft für Germanistische Sprachgeschichte: „Historische Text- und Diskurssemantik“ an der Universität Vechta.
  • 09/ 2019: Mercron, Robbery und Donary Clump. Die sog. Namenkreuzungen als bewegte Namen, Internationale Tagung „Bewegte Namen” an der Universität Münster (zusammen mit Prof. Dr. Natalia Filatkina, Prof. Dr. Sabine Arndt-Lappe und Audrey Martin), siehe Abstracts.
  • 12/2018: „Jung, männlich, gewalttätig”. Migrant als Angstfigur in der Flüchtlingsdebatte 2015-2017, Gastvortrag im Seminar „Migrierte Männlichkeit(en) in deutschen Pressetexten” von Dr. Sina Lautenschläger an der Universität Kassel.
  • 10/2018: "Unsicherheit und Angst haben zugenommen". Zur öffentlichen Konstruktion von Angst und Misstrauen im Migrationsdiskurs der letzten Jahre, Tagung „Sprache und Angst” des Forschungsnetzwerks Sprache und Wissen, Heidelberg.
  • 07/2018: Sprachliche Konstruktion von Angst und Misstrauen in der Flüchtlingsdebatte 2015-2017, Workshop „Interdisziplinäre Perspektiven auf Angst” (Universität Trier, Organisation: Prof. Dr. Natalia Filatkina und Jun.- Prof. Dr. Franziska Bergmann).
  • 09/2017: Sprachliche Konstruktion von Vertrauen im Flüchtlingsdiskurs 2015-2017, GAL-DoktorandInnen-Research-School "Forschungsmethoden der Politolinguistik" im Rahmen der Tagung der Arbeitsgemeinschaft „Sprache und Politik” an der RWTH Aachen. 

Tagungsorganisation

29.09.2021-01.10.2021  Sprache und Vertrauen. Tagung des Netzwerks Sprache und Wissen, zusammen mit Prof. Dr. Martin Wengeler, Prof. Dr. Natalia Filatkina, Dr. Pavla Schäfer und Dr. Katharina Jakob  

09.09.2021-10.09.2021 Nachwuchsworkshop für Doktorandinnen und Doktoranden zum Thema "Sprachliche Muster in der Politolinguistik" im Rahmen der Tagung der AG "Sprache in der Politik" an der Universität Trier 

Lehre

SoSe 2021: Gesprächslinguistik

WiSe 2020/21: Muster in Sprache und Kommunikation

SoSe 2020: Einführung in die Namenforschung

SoSe 2018: Die Sprache der Angst. Linguistische Perspektiven (zusammen mit Prof. Dr. Natalia Filatkina)

Vita

seit 01/2020: Postdoktorandin im Verbundprojekt „Patterns/Musterhaftigkeit“ an der Universität Trier

10/2016-06/2020: Promotion zur Dr. phil. an der Universität Trier (Fachbereich II, Germanistische Linguistik)

10/2014- 08/2016: Studium der Germanistik und der Gender Studies an der Universität Trier, Abschluss: Master of Arts.

10/2009-09/2014: Studium der Germanistik an der Universität Kragujevac (Serbien) Abschluss: Master of Arts.