Im ausverkauften Audimax spielte der Chor des Collegium Musicum der Universität Trier eine Tango-Messe mit dem Pariser Orchester La Grossa.

Auftakt des Jubiläumsjahres

Der Chor sang der Universität Trier zu ihrem 50-jährigen Jubiläum das erste Geburtstagskonzert - eine europäische Uraufführung mit Pariser Orchester.

Das Jubiläumsjahr der Universität Trier begann mit einem Geburtstagskonzert der Superlative. Der musikalische Leiter des Collegium Musicum Mariano Chiacchiarini brachte mit über 140 Sängerinnen und Sängern aus der Universität und Musikbegeisterten der Region eine Tango-Messe auf die Bühne des ausverkauften Audimax. Sie führten gemeinsam mit dem Pariser Orchester La Grossa die Orginalfassung der Misa Tango des zeitgenössischen Komponisten Martín Palmeri aus Argentinien das erste Mal in Europa auf.

Den Konzertabend eröffnete das Orchester La Grossa mit drei Tangos von Plaza, Pugliese und Piazolla. Unter der Leitung von Federico Sanz an der ersten Violine heizten sie die Atmosphäre derartig auf, dass die über 500 Zuschauer nach jedem Stück tosenden Applaus spendeten. Die zwölf jungen Profimusikerinnen und -musiker sind auf den südamerikanischen Tanz spezialisiert und bewiesen ihr Können mit jedem Ton.

Das fulminante deutsch-französische Ensemble

Gerade Federico Sanz unterstrich mit seinem leidenschaftlichen Spiel, in seinen Bewegungen und der Führung der Violine, die Gattung der Stücke. Essentiell für die Aufführung der Misa Tango in der Orginalversion waren die vier Bandoneons im Orchester La Grossa, einem dem Akkordeon ähnlichen Instrument, das im Sitzen auf einem Bein abgelegt gespielt wird. Das Instrument ist in Deutschland selten zu hören und zu sehen.

In Deutschland selten zu sehen und zu hören: vier Bandoneons sind Teil der Originalfassung der argentinischen Misa Tango.

Nach der Einstimmung boten das Orchester La Grossa und der Chor des Collegium Musicum der Universität Trier die Misa Tango zu einem einmaligen Hörgenuss dar. Mit ihrer klaren Stimme unterstützte Agnes Lipka als Solistin die Darbietung. Einen Tag nach der Aufführung reiste das deutsch-französische Ensemble nach Paris und führte in der l’Église de la Madeleine in gleicher Besetzung das Stück noch einmal in einer ausverkauften Vorstellung auf.

Nicht nur für das Publikum, auch den Sängerinnen und Sängern des Collegium Musicum der Universität Trier wird das Konzert in Erinnerung bleiben. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anja Hasselberg hatte bis zu diesem Wochenende schon 17 Jahre im Uni-Chor mitgewirkt, doch dieses Erlebnis ist für sie mit keinem anderen Auftritt zu vergleichen: „Wir hatten schon viele tolle Konzerte mit Mariano, aber das war etwas ganz Besonderes. Das gesamte Konzertwochenende mit den beiden Auftritten in Trier und Paris, so kurz hintereinander war ein unglaubliches Erlebnis, das ich mit Sicherheit nicht vergessen werde.“

Über 500 Gäste lauschten gebannt dem ersten Geburtstagskonzert zum 50-jährigen Jubiläum der Universität Trier.
Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel kündigte das Konzert an: "Wir erleben eine europäische Premiere. Genießen Sie diese außergewöhnliche Konzertleistung!"
Die zwölf jungen Profimusikerinnen und -musiker des Pariser Orchesters La Grossa bewiesen mit jedem Ton ihr Können. Drei Tangowerke gaben sie zum Besten, bevor die Misa Tango erklang. Jedes Mal tosender Applaus.
Das Stück ist in der Originalfassung für vier Bandoneons geschrieben. Das Bandoneon ist eine sehr große Handharmonika, ein dem Arkkordeon ähnliches Instrument, das in Deutschland selten zu sehen und zu hören ist.
Der musikalische Leiter und Dirigent Mariano Chiacchiarini führte den Chor und das Orchester La Grossa virtuos durch den Konzertabend.
Über 140 Sängerinnen und Sänger der Universität Trier und Musikbegeisterte der Region hatten Woche für Woche die Misa Tango geprobt.
Es fällt schwer zu glauben, dass die Chormitglieder eigentlich keine Profis sind. Einen Tag später fuhren sie mit dem Orchester nach Paris und führten in gleicher Besetzung das Konzert noch einmal vor ausverkauftem Haus auf.
Die erste Violine spielte Federico Sanz, der auch das Orchester La Grossa leitet. Er ließ den Tango mit seinem leidenschaftlichen Spiel, in seinen Bewegungen und der Führung der Violine, das Publikum spüren.
Die Sanierung im Sommer 2019 hatte das Audimax in einen Konzertsaal verwandelt. Deswegen können jetzt auch solche Aufführungen auf dem Campus stattfinden.
Schön während des Konzerts raunte so mancher Besucher, dass es schön wäre, es noch einmal erleben zu können.
Agnes Lipka unterstützte als Solistin die Darbietung.
Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel klatschte begeistert Chor und Orchester zu. Mit ihm die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer, stehende Ovation.

Zweites Konzert zum 50. Uni-Geburtstag

Wer sinfonische Werke mag, kam beim zweiten Konzert im Jubiläumsjahr auf seine Kosten. Das Orchester des Collegium Musicum der Universität Trier führte am 16. Februar drei Werke von Mussorgsky, Brahms und Saint-Saëns auf. Das Collegium Musicum konnte auch hierfür einen Hochkaräter gewinnen. Slava Chestiglazov war als Solist an diesem Sonntagabend aufgetreten. Er ist Konzertmeister des WDR Sinfonieorchesters und damit eines der bedeutendsten Orchester der Welt.

► Mehr Infos zum zweiten Jubiläumskonzert des Collegium Musicum

Kontakt

Collegium Musicum
Mail: collmusuni-trierde
www.collegiummusicum.uni-trier.de