AA 2020_09
Indianische Kulturen Nord- und Mesoamerikas: Olmeken und Algonkin

FormVorlesung | 7x2 h (14 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
TermineDie Vorlesung zu den Indianischen Kulturen Nord- und Mesoamerikas wird auf das Wintersemester verschoben, möglichst unter Beibehaltung von Zeiten, Umfang und Frequenz (Di, 16-18 Uhr, 7x2 h, 14tgl.). Die neuen Termine werden baldmöglichst bekanntgegeben
OrtUniversität Trier, Raum wird rechtzeitig bekanntgegeben
LeitungDr. Heidi Köpp-Junk, Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte und Ethnologie
Kosten60,-- €
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In der Vortragsreihe werden zwei Kulturen bzw. Kulturgruppen als Fallbeispiele herangezogen, zum einen die Olmeken, die eine der frühesten Kulturen Mesoamerikas bilden, sowie die Algonkin-Indianer Nordamerikas.

Die Olmeken sind für ihre Pyramiden, Ballspielplätze und Monumentalköpfe berühmt
und verfügten bereits über ein ausgedehntes Handelsnetz, über das größere Mengen an Waren wie Basalt, Obsidian, Muscheln, Kakao, Gummi, Keramik, Jaguarpelze und Kunstgegenstände transferiert wurden. Bekannte Fundorte ihrer Kultur, die von 1400-400 v. Chr. belegt ist, sind z.B. La Venta, El Manati, Tres Zapotes und San Lorenzo sowie die Felsreliefs von Chalcatzingo oder die Höhlenmalereien von Juxtlahuaca und Oxtotitlan.

Ein weiteres Thema ist ein Blick auf die materielle Kultur der Zentral- und Küstenalgonkin wie z.B. ihre Transport- und Fortbewegungsmittel. Zur Sprachfamilie der Algonkin zählen z.B. die Powhatan, Menominee, Kickapoo, Chippewa oder Shawnee. Berühmt sind ihre Birkenrinden- oder Hirschhautkanus sowie ein ganz spezielles Transportmittel, der sogenannte Toboggan, der von Menschen, einem Hundeteam oder Pferden gezogen wurde. Ferner wird die Herstellung und die verschiedenen Modelle ihrer Schneeschuhe vorgestellt, ebenso werden Siedlungsschema und Hausbau beleuchtet. Die Stämme wiesen eine saisonbedingte, regelmäßige Mobilität auf, man pendelte zwischen Sommer- und Wintercamp sowie diversen Zwischenstationen.