AA 2020_14
Gesellschaftlicher Wandel und das Verhältnis der Bürger zur Politik

FormVorlesung mit Diskussion | 4x2 h (8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
Termine

Wir informieren Sie baldmöglichst, ob die Vorlesung auf das Wintersemester verschoben werden kann, möglichst unter Beibehaltung von Zeiten, Umfang und Frequenz (Do, 14-16 Uhr, 4x2 h, unregelmäßig). Die neuen Termine werden dann dementsprechend bekanntgegeben.

OrtUniversität Trier, Raum wird rechtzeitig bekanntgegeben
LeitungProf. Dr. Oscar Gabriel, Politikwissenschaftler
Kosten40,-- €
Anmeldeformular (Download) | Online-Anmeldung (Link)

Die modernen Gesellschaften durchlaufen gegenwärtig einen schnellen und tiefgreifenden Wandlungsprozess. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt, die Veränderung des Berufslebens, die Globalisierung, die Digitalisierung und der Klimawandel verändern das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen und beeinflussen ihr Verhältnis zur Politik. Beispiele sind die durch die Digitalisierung bewirkte Veränderung der Formen politischer Kommunikation, das Aufkommen neuer politischer Konfliktlinien, die Erosion der etablierten Parteien, der Aufstieg populistischer Politiker und Gruppierungen und die Forderung nach neuen Formen politischer Beteiligung.

Mit Blick auf die Entwicklung der politischen Kultur, des bürgerschaftlichen Engagements und des Wählerverhaltens untersucht die Vorlesungsreihe, ob und in welcher Form sich in den letzten Jahrzehnten das Verhältnis der Bevölkerung zur Politik gewandelt hat und welche Faktoren hinter diesen Veränderungen stehen. Vor dem Hintergrund der breiten Befunde der empirischen Forschung setzen sich die Vorträge mit Fragen auseinander, die die politische Debatte zum Teil seit längerer Zeit bestimmen und von der Forschung kontrovers beantwortet werden:

  • Lässt sich in den europäischen Demokratien eine wachsende Politikverdrossenheit nachweisen und auf welche Faktoren ist dies zurückzuführen?
  • Nimmt die Bevölkerung aktiver als früher am politischen Leben teil und bedient sich dabei neuer Formen der politischen Einflussnahme?
  • Welche gesellschaftlichen Gruppen sind aktiv und welche bleiben passiv oder ziehen sich aus dem politischen Leben zurück?
  • Sind wir Zeugen eines Niederganges der Volksparteien und eines Aufstiegs populistischer Bewegungen? 
  • Was bedeuten die Veränderungen, sofern sie sich nachweisen lassen, für die Zukunft der Demokratie?

Das Thema wird in vier Sitzungen (Vortrag mit Diskussion) behandelt. Der erste Vortrag zeigt die Grundlinien des gesellschaftlichen Wandels in Deutschland auf, der zweite stellt Veränderungen der politischen Kultur dar, der dritte die Veränderungen des bürgerschaftlichen Engagements und der vierte den Wandel des Wählerverhaltens.