Gesellschaftlicher Wandel und das Verhältnis der Bürger zur Politik

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der GasthörerschaftPlus,

die CORONA-Beschlüsse der Bundesregierung machen auch vor der Universität Trier nicht halt. Alle in Präsenz geplanten Lehrveranstaltungen sowie Workshops, Tagungen und andere extra-curricularen Angebote an der Universität Trier müssen zunächst auf Eis gelegt werden. Dies betrifft auch die folgende Veranstaltung aus dem Programmbereich Gasthörerschaft PLUS :

Gesellschaftlicher Wandel und das Verhältnis der Bürger zur Politik

Leider kann diese Veranstaltung also nicht wie geplant im November beginnen. Grundsätzlich ist und bleibt es jedoch Ziel, die Veranstaltungen in Präsenz durchzuführen. Konkret wird ein Neustart im Januar 2021 angestrebt. Noch vor Weihnachten diesen Jahres wird hierzu geklärt, ob diese Vorstellung realistisch ist. Wir werden Sie dann rechtzeitig benachrichtigen und bitten um Verständnis für die Notwendigkeit einer Verschiebung der Präsenzformate in das kommende Jahr und hoffen, Sie dann gesund und munter in den Veranstaltungen begrüßen zu können.

 

Die modernen Gesellschaften durchlaufen gegenwärtig einen schnellen und tiefgreifenden Wandlungsprozess. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt, die Veränderung des Berufslebens, die Globalisierung, die Digitalisierung und der Klimawandel verändern das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen und beeinflussen ihr Verhältnis zur Politik. Beispiele sind die durch die Digitalisierung bewirkte Veränderung der Formen politischer Kommunikation, das Aufkommen neuer politischer Konfliktlinien, die Erosion der etablierten Parteien, der Aufstieg populistischer Politiker und Gruppierungen und die Forderung nach neuen Formen politischer Beteiligung.

Mit Blick auf die Entwicklung der politischen Kultur, des bürgerschaftlichen Engagements und des Wählerverhaltens untersucht die Vorlesungsreihe, ob und in welcher Form sich in den letzten Jahrzehnten das Verhältnis der Bevölkerung zur Politik gewandelt hat und welche Faktoren hinter diesen Veränderungen stehen. Vor dem Hintergrund der breiten Befunde der empirischen Forschung setzen sich die Vorträge mit Fragen auseinander, die die politische Debatte zum Teil seit längerer Zeit bestimmen und von der Forschung kontrovers beantwortet werden:

  • Lässt sich in den europäischen Demokratien eine wachsende Politikverdrossenheit nachweisen und auf welche Faktoren ist dies zurückzuführen?
  • Nimmt die Bevölkerung aktiver als früher am politischen Leben teil und bedient sich dabei neuer Formen der politischen Einflussnahme?
  • Welche gesellschaftlichen Gruppen sind aktiv und welche bleiben passiv oder ziehen sich aus dem politischen Leben zurück?
  • Sind wir Zeugen eines Niederganges der Volksparteien und eines Aufstiegs populistischer Bewegungen? 
  • Was bedeuten die Veränderungen, sofern sie sich nachweisen lassen, für die Zukunft der Demokratie?

Das Thema wird in vier Sitzungen (Vortrag mit Diskussion) behandelt. Der erste Vortrag zeigt die Grundlinien des gesellschaftlichen Wandels in Deutschland auf, der zweite stellt Veränderungen der politischen Kultur dar, der dritte die Veränderungen des bürgerschaftlichen Engagements und der vierte den Wandel des Wählerverhaltens.

 

FormVorlesung mit Diskussion | 4x2 h (8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten)
Zeitwird rechtzeitig bekanntgegeben
Terminewird rechtzeitig bekanntgegeben
Ortwird rechtzeitig bekanntgegeben
LeitungProf. Dr. Oscar Gabriel, Politikwissenschaftler
SonstigesAn diesem Kurs können ausschließlich eingeschriebenen Gasthörende gegen eine erweiterte Gebühr (Gasthörergebühr + 35 €) teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt über den Gasthörerantrag und den Gasthörerschein im Campus der Generationen (siehe auch: https://www.uni-trier.de/index.php?id=73758)