Mitteilung des Präsidenten vom 03.06.2020

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn das Wort „Subito“ erklingt, dann denken wir an Dinge, die sofort und schnell erledigt werden sollen. Ein Dokumentenlieferdienst trägt diesen Namen und hat in den vergangenen Wochen auch gute Dienste geleistet. Das über Fernleihe georderte Dokument wurde elektronisch vergütungsfrei zur Verfügung gestellt. Nun hat die Kultusministerkonferenz mitgeteilt, dass diese Vereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) nicht verlängert werden soll. Begründet wird es mit der zwischenzeitlich wieder ermöglichten Öffnung von Bibliotheken. Schade, denn dieser Service fügte sich eigentlich gut in die aktuell erforderliche Infrastruktur ein. Jetzt muss man gegebenenfalls vor Ort das Dokument abholen.

Relativ „subito“ verlief die Abstimmung einer Vorgehensweise für das kommende Wintersemester. Das Ministerium hat heute die nachfolgende Pressemitteilung veröffentlicht, die die Vorschläge, die ich in meiner Nachricht mit der Überschrift „Nach vorne schauen“ (Mail vom 20.5.20) zusammengestellt habe, weitgehend übernommen hat. Damit haben wir für die nächsten Monate ein klares Ziel. Hier der Link zur PM:

https://www.uni-trier.de/fileadmin/organisation/Presse/Bilder_2020/05_Mai/PE_Wintersemester_2020-2021.pdf

Für eine behutsame Rückkehr zum Präsenzunterricht sprechen auch die Ergebnisse einer Untersuchung der Cornell University. Untersucht wurde, wie wahrscheinlich Kontakte von Studierenden mit unterschiedlichen Studienfächern auf einem Campus sind. Es sind natürlich die großen Vorlesungen, die die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen und dafür sorgen, dass die Distanz in einem Universitätsnetzwerk zwischen zwei Studierenden relativ niedrig ist. Die Studie könnte auch die Schlussfolgerung gestatten, dass mehr Lehrpersonal und mehr Lehrveranstaltungen mit durchschnittlich geringerer Teilnehmerzahl „nicht nur didaktisch, sondern auch epidemiologisch sinnvoll“ sind. Nur lässt sich dies wohl nicht „subito“ realisieren. (Eine Kurzzusammenfassung finden Sie auf S. 60 der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Mai 2020)

Etwas schneller hätte ich mir die Öffnung eines Lesesaals für die Prüfungsvorbereitung gewünscht. Ich hoffe, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen bald den Praxistest erleben dürfen. Denn davon war auch bereits am 20.5.2020 die Rede.

Die Arbeitszeitregelungen werden wir vor dem Hintergrund der neuen Mitteilungen des Landes zunächst noch bis zum 3.7.2020 unverändert fortsetzen. (Eine ausführlichere Erläuterung der Kanzlerin folgt.) Änderungen können hier nicht subito erfolgen. Hier müssen zuvor noch einmal die Belange des Arbeitsschutzes geprüft werden.

Danke für Ihre Geduld und freundliche Grüße

Michael Jäckel