Mitteilung des Präsidenten vom 26.06.2020

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der Woche mit den längsten Tagen des Jahres an das Wintersemester zu denken, gehört auch zu den Zeithorizonten des Jahres 2020.

Also: Am 2. November 2020 wird es auf dem Campus der Universität Trier wieder Präsenzlehre geben – und am 3. November 2020 selbstverständlich auch, und zwar in allen Studiengängen. Am 2. November 2020 wird man an der Universität Trier aber auch weiterhin digitale Lehrangebote finden. Das Sommersemester war im Ergebnis mehr als eine Notlösung. Es war auch ein klares Bekenntnis zu den Leistungsmöglichkeiten alternativer und ergänzender Lehrformen. Ich danke allen, die das möglich gemacht haben. Das war ein wirkliches Gemeinschaftsprojekt. Über die Grenzen dieser Formate haben wir auch viel gelernt. Viel Licht, aber auch Schatten.

Wie der Mix zwischen analog und digital im Wintersemester ausfallen wird, hängt von vielen Faktoren ab, natürlich vor allem von der Entwicklung der Pandemie und den Spielräumen, die uns gegeben werden. Wir nehmen dabei insbesondere die Studienanfänger des Jahres 2020 in den Blick (also 1. und 2. Fachsemester), die bislang noch keine Lehrerfahrungen auf dem Campus machen konnten. Zugleich setzen wir fachbereichsspezifische Lösungen um, arbeiten noch stärker mit asynchronen Formaten und werden vielleicht auch größere Vorlesungen nicht ausschließlich digital anbieten. Wir wollen das Spektrum gut ausschöpfen. Es soll aber auch nicht zu einem ständigen Hin und Her zwischen Campus und Wohnung etc. kommen. Das wäre kein gutes Modell. Da muss uns noch ein Licht aufgehen.

Vor wenigen Wochen wurde ich bereits gefragt, ob es dann sinnvoll sei, wieder an den Studienort, also nach Trier, zurückzukehren. Nach der gestrigen Debatte im Senat unserer Universität, die noch einmal gezeigt hat, wie engagiert diese Herausforderung angenommen wird, kann ich die Empfehlung aussprechen: Ja, das macht definitiv Sinn!

Uns ist bewusst, dass es in diesem Prozess der Rückkehr zu verschiedenen Formen der Präsenzlehre auch besondere Risikolagen und Situationen zu beachten gilt. Auch in der jetzigen Prüfungsphase haben wir dazugelernt. Wir werden bestimmte Betreuungsangebote, z.B. für Studierende mit Kindern, anpassen müssen, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch hier also Licht und Schatten.

Ø  Sie erhalten zu der Gestaltung des Wintersemesters regelmäßig ein Update. Wir wollen frühestmöglich verbindlich für alle Beteiligten werden. Aber nach Lage der Dinge müssen wir flexibel bleiben.

Erfreulich sind auch die Entwicklungen im Hochschulsport. Ab kommendem Montag (29.6.) können bestimmte Sportarten im Außenbereich wieder ausgeübt werden. Bitte informieren Sie sich über die Bedingungen und das Buchungssystem auf der Seite des Hochschulsports. Hier der Link:

https://www.uni-trier.de/index.php?id=9458

Wenn der Campus sich öffnet, dann öffnet sich auch die Bibliothek. Und ich gehe davon aus, dass das Studierendenwerk sich ebenfalls in diesem Prozess zu weiteren Angeboten entschließt. Über die Öffnung des Lesesaals F auf Campus II habe ich bereits informiert. Das greift ebenfalls ab dem 29.6. Die Prüfung einer Komplettöffnung, die ich vergangene Woche angekündigt habe, verlief ebenfalls positiv. Wahrscheinlich wird die Zentralbibliothek bereits Mitte Juli an Werktagen (voraussichtlich jeweils 9 – 21 Uhr) wieder zur Verfügung stehen. Wir rechnen damit, dass 600 Arbeitsplätze bereitgestellt werden können. Die Gruppenräume bleiben zunächst noch geschlossen, Auskunft erfolgt nur telefonisch oder elektronisch, die Zeitungsleseecke bleibt ebenfalls noch geschlossen. Sobald diese Öffnung erfolgt, entfällt das Reservierungssystem für Lesesaal C. Auch in diesem Fall bitte die Seite der Bibliothek konsultieren:

https://www.uni-trier.de/index.php?id=678

Schließlich folgt aus diesen Öffnungen auch, dass wir die Schließung der Gebäude im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls wieder aufheben werden. Das kann aber alles nur gelingen, wenn wir das gemeinschaftlich angehen und uns immer bewusst bleibt, dass es nach wie vor eine kritische Gesamtlage ist. Anderenfalls hätten wir unter Umständen bald wieder mehr Schatten als Licht. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mitwirkung!

Beste Grüße

Michael Jäckel