Hintergrund

Der Klimawandel stellt eine besondere Herausforderung unserer Zeit dar. Seine Auswirkungen betreffen verschiedene Regionen und Sektoren in unterschiedlichem Maße, wobei auch die Moselregion von langfristigen Klimawandelfolgen betroffen ist. Hierbei treten die Auswirkungen in stark witterungsabhängigen Sektoren wie dem Weinbau, sowie im strukturschwachen ländlichen Raum besonders deutlich hervor.

Das Weinbaugebiet Mittelmosel, traditionell für die Produktion regionaltypischen Rieslings aus Steillagen bekannt, steht klimatischen Veränderungen gegenüber, die sich auf die Reben, Trauben und letztendlich auch den Wein auswirken. Der stark mit dem Weinbau und der daraus geformten Kulturlandschaft verknüpfte (Wein-)Tourismus in der Region wird durch höhere Temperaturen und eine fortschreitende Verschiebung der Saison ebenfalls vor Herausforderungen gestellt.

Doch wie gut sind Weinbau und Tourismus auf den Klimawandel vorbereitet?
Welche Anpassungsmaßnahmen können lokale Akteure umsetzen, um sich an den Klimawandel anzupassen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen?

Der Klimawandel ist eine Krise mit langfristigen Folgen für die Mosel-Region. Für eine erfolgreiche Anpassung an Klimawandelfolgen ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure auf regionaler und kommunaler Ebene von hoher Bedeutung. Wir freuen uns deshalb sehr, die hiesigen Winzerinnen und Winzer sowie Touristikerinnen und Touristiker bei der Entwicklung klimaresilienter Wege begleiten und unterstützen zu dürfen.

Antje Bruns, Professorin für nachhaltige räumliche Entwicklung und Governance an der Universität Trier