Mitteilung des Präsidenten vom 23.07.2020

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Hamburg setzt das Studierendenwerk auf einen Foodtruck, in Bayern erweitert man das Campusgelände hier und da mit großen Zelten, deren Vermieter wohl froh darüber sind, dass es dafür überhaupt noch eine Nachfrage gibt.

Hier in Trier hat diese 30. Woche doch manche schöne Beobachtung ermöglicht. Selten war die Forumsplatte so gut besucht, selten standen wohl auch so viele Klausuren an. Um die Mensa herum entwickelt sich eine Picknick-Atmosphäre, die manches von dem zurückbrachte, was noch wenige Wochen zuvor so sehr vermisst wurde. Wer also eher verträumt über den Campus lief und nicht damit rechnete, jemanden zu treffen, der kann sich nun wieder auf Begegnungen freuen. Zu sehr in sich gekehrt zu sein ist eher nicht ratsam. Es wurden bereits erste Frisbee-Scheiben gesichtet.

Die neuen Sitznischen auf dem Campus – fünf an der Zahl – kommen zudem genau zur rechten Zeit. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei der Bericht unter der Überschrift „Learning Garden“ auf der Website der Universität empfohlen. Im Mensa-Gebäude ist weiterhin leider nur das Schlange stehen erlaubt. Die Erweiterung des Angebots ist prima. Wer sich für Theke I entscheidet, erlebt, dass in einer auf große Mengen spezialisierten Küche das Küchenpersonal auch wieder das Handwerkliche in den Vordergrund rücken kann. Normalerweise sieht man große Kochvorrichtungen mit übergroßen Abdeckungen, in denen mit Kellen, die zuhause keiner hat, die Speisen gewendet oder entnommen werden. Jetzt ist auch hier vermehrt die Gelegenheit vorhanden, die Liebe zum Detail zu sehen. Womit nicht gesagt werden soll, dass es das vorher nicht gegeben hätte.

Wieder kommt uns also – wie bereits anfangs der Corona-Pandemie – das Wetter entgegen. Die Pausen im Freien sind begehrt, das Dach überm Kopf aber auch. In diese Richtung müssen wir jetzt auch denken. Das Buch „Picknick im Dunkeln“, eine außergewöhnliche Geschichte über Wege der Erkenntnis, ist vielleicht eine passende Lektüre für den Herbst, aber beim Essen bevorzugen wir andere Formen des Aufenthalts.

Mein Dank geht daher heute an das Studierendenwerk, verbunden mit der Hoffnung auf weitere kreative Lösungen.

Sommerliche Grüße

Michael Jäckel