Mitteilung des Präsidenten vom 3.9.2020

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Filmszenen über das Universitätsleben, Ausschnitte aus Vorlesungen oder akademische Dialoge gehören zu den faszinierenden Elementen in Spielfilmen. Jeder wird dazu Beispiele benennen können. Umso mehr steigt nun auch die Sehnsucht nach diesem Alltag, wenngleich uns die Unterschiede zwischen Film und Wirklichkeit natürlich auch nicht fremd sind.

„Fern-Nähe“ ist in diesem Zusammenhang ein kluger Begriff, den Alexander Kluge in einem Dialog mit Ferdinand von Schirach verwandte. Obwohl wir den Campus häufig als Bildschirm erlebten, blieb doch die Verbundenheit erhalten. Ich würde sogar behaupten wollen, dass sie intensiver geworden ist. Aber das ist selbstverständlich kein Grund, es so zu belassen. Hier nun also der Planungsstand für das bevorstehende Wintersemester in kompakter Form:

  • Die Veranstaltungsplanung schreitet gut voran. Die Aufforderung, die bisherigen Raumbelegungen zu löschen, hat sensationell gut funktioniert. Danke! Jetzt wird das Puzzle für das Wintersemester zusammengesetzt. Bitte jetzt auch nichts mehr löschen. Alles gut!
  • Allen Studierenden empfehle ich, regelmäßig die Seite des Fachs auf unserer Universitäts-Homepage aufzusuchen. Auch dort wird über den aktuellen Stand informiert.
  • Für die Universität gilt in den Veranstaltungsräumen bis auf Weiteres die Abstandsregel von mindestens 1,50 m. Deshalb wird während des kommenden Semesters auch die Sporthalle dauerhaft der Lehre (einschließlich der Prüfungen) zur Verfügung stehen. Große Vorlesungen und Seminare (die Halle wird dann in drei Teile aufgegliedert) sind hier gut möglich. Der Hochschulsport sucht derzeit intensiv nach freien Zeitfenstern in anderen Sporthallen, die in der Nähe der Universität liegen.
  • In der Prioritätenliste für die Präsenzlehre stehen Veranstaltungen für Erst- und Zweitsemester sowie für Studierende in der Abschlussphase des Studiums ganz oben. Die Fächer werden in den Veranstaltungslisten entsprechende Hinweise geben (Analog/Digital/Hybrid).

Ich bin in letzter Zeit gelegentlich gefragt worden, wann die klare Ansage kommt. Soll ich nach Trier kommen oder weiterhin auf „Fern-Nähe“ setzen? Meine Antwort: Es muss zwar weiterhin sehr viel digital oder hybrid angeboten werden, aber Präsenz ist wieder dabei. Zudem kann die Bibliothek genutzt werden, der Mensabetrieb entfernt sich deutlich von dem Provisorium der letzten Monate, die Gebäude werden nach und nach geöffnet. Wir stellen Räume für die Pausen zwischen den Veranstaltungen zur Verfügung. Wir proben Schritt für Schritt die Rückkehr zur gewohnten Nähe. Ich will mich noch nicht auf eine Prozentzahl festlegen. Aber durch Veranstaltungen, die auf analoge und digitale Phasen im Wechsel setzen, lässt sich der Primärerfahrungsanteil ja auch noch erhöhen.

In gut zwei Wochen melde ich mich wieder.

Beste Grüße nach Nah und Fern
Michael Jäckel