Mitteilung des Präsidenten vom 29.9.2020

Liebe Studentinnen und Studenten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen,

gegenwärtig ist aus verständlichen Gründen viel von dem „Element D“ die Rede. Tatsächlich ist dieses Element im Periodensystem noch nicht vergeben. Vorschläge, es anzumelden und „Digitalität“ oder „Digitalisierung“ zu nennen, kursieren bereits. In der öffentlichen Debatte ist es zum täglichen Begleiter geworden. Gelegentlich hat man den Eindruck, dass auch die Moderatorinnen/Moderatoren der Nachrichtensendungen das Wort „Digitalisierung“ mit einer Betonung versehen, die ein „Schon wieder?“ mitklingen lässt.

Aber, wer die Debatte aufmerksam verfolgt, der hört auch: Ja, das mit dem Wintersemester müssen wir so machen. Aber wie soll es denn weitergehen? Diese Diskussion müssen wir jetzt führen. Denn neben „D“ muss auch das Element Z angemeldet werden. Es steht für Zusammenhalt, Zusammenarbeit, Zusammenkommen, (gemeinsame) Zielerreichung usw. Die Studierenden fragen vermehrt nach, wann auch wieder persönliche Begegnungen mit den Dozentinnen und Dozenten möglich sein werden, wann sich Kleingruppen unter welchen Bedingungen auch auf dem Campus zusammenfinden können. An diese Bedürfnisse müssen wir uns auch herantasten.

William Isaac Thomas war ein Pionier der amerikanischen Soziologie. Von ihm stammen die „four wishes“: new experience, recognition, security und response. Das treibe die Menschen an. Neue Erfahrungen, Anerkennung, Sicherheit und Resonanz (Response) könnte ein Übersetzungsvorschlag sein. Momentan liegen die Prioritäten bei der Sicherheit. Aber vergessen wir die anderen nicht.

Best wishes,

Michael Jäckel